{"id":545455,"date":"2025-11-02T14:21:11","date_gmt":"2025-11-02T14:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545455\/"},"modified":"2025-11-02T14:21:11","modified_gmt":"2025-11-02T14:21:11","slug":"wohl-kein-terror-anschlag-dw-02-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545455\/","title":{"rendered":"Wohl kein Terror-Anschlag \u2013 DW \u2013 02.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>Um 19.42 Uhr (Ortszeit) wurden am Samstagabend die Einsatzkr\u00e4fte alarmiert. In einem Zug der London North Eastern Railway (LNER) war es zu einem blutigen Zwischenfall gekommen. Bei einer Messerattacke wurden mehrere Menschen niedergestochen und schwer verletzt.<\/p>\n<p>Der Angriff ereignete sich auf der Fahrt von Doncaster im Norden <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/england\/t-19049296\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Englands<\/a> nach <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/london\/t-18879435\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">London<\/a>. Der Zug wurde daraufhin in Huntingdon nahe Cambridge gestoppt, bewaffnete Polizisten waren im Einsatz. Der Rettungsdienst schickte zahlreiche Krankenwagen, Notfallteams und drei Rettungshubschrauber zum Bahnhof.<\/p>\n<p>Dramatische Szenen im Zug<\/p>\n<p>Zehn Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die britische Bahnpolizei mit. Zun\u00e4chst gelten neun von ihnen als lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Jetzt befinden sich noch zwei der Opfer in lebensbedrohlichem Zustand. Vier weitere konnten mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden, teilte der Chef der Bahnpolizei, John Loveless am Sonntagvormittag mit.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74590487\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74590487_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien Huntingdon 2025 | John Loveless gibt Pressestatement (02.11.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Bahnpolizei-Chef LovelessBild: Kirsty Wigglesworth\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Passagiere schildern dramatische Szenen. Ein Zeuge sagte der Zeitung &#8222;The Times&#8220;, er habe einen Mann mit einem gro\u00dfen Messer und &#8222;\u00fcberall Blut&#8220; gesehen. Bahnreisende h\u00e4tten sich in den Toiletten eingeschlossen.<\/p>\n<p>Ein Passagier berichtete dem Sender BBC, er habe Leute rufen h\u00f6ren, &#8222;Lauft, lauft, da ist jemand, der alle ersticht!&#8220;. Er habe zun\u00e4chst gedacht, es handele sich um einen Halloween-Streich. Als die Passagiere jedoch an ihm vorbeist\u00fcrmten, um zu fliehen, habe er bemerkt, dass seine Hand voller Blut war. Es stammte nach Angaben des Zeugen von einem Sitz, an den er sich gelehnt hatte.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74588102\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74588102_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien Huntingdon 2025 | Polizeiautos und Krankenwagen mit Blaulicht vor dem Bahnhof (01.11.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Gro\u00dfeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten in HuntingdonBild: Justin Tallis\/AFP\/Getty Images<\/p>\n<p>Welche Tatwaffe verwendet wurde, ist noch unklar. Zwei Verd\u00e4chtige wurden nach dem Vorfall festgenommen.\u00a0Die Tatverd\u00e4chtigen im Alter von 32 und 35 seien in Gro\u00dfbritannien geboren und h\u00e4tten einen Migrationshintergrund, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>In der Nacht wurde die britische Anti-Terror-Polizei zu den Ermittlungen hinzugezogen, laut British Transport Police handelt es sich um einen &#8222;schwerwiegenden Vorfall&#8220;. Doch die Ermittler gehen nicht von einem &#8222;terroristischen&#8220; Motiv der Tat aus. &#8222;Zu diesem Zeitpunkt deutet nichts darauf hin, dass dies ein terroristischer Vorfall ist&#8220;, so Bahnpolizei-Chef Loveless.<\/p>\n<p>Innenministerin warnt vor Spekulationen<\/p>\n<p>Premierminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/keir-starmer\/t-69583993\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keir Starmer<\/a> sprach von einem &#8222;zutiefst beunruhigenden&#8220; Vorfall. &#8222;Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen, und mein Dank gilt den Rettungskr\u00e4ften f\u00fcr ihren Einsatz&#8220;, so <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gro\u00dfbritannien\/t-17786217\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritanniens<\/a> Regierungschef.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74588214\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74588214_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien Huntingdon 2025 | N\u00e4chtliche Szene auf dem Gleisbett am Zug das von Uniformierten ausgeleuchtet wird (01.11.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Polizisten und Mitglieder der Rettungsdienste bei der Suche auf den Gleisen unter dem LNER-ZugBild: Justin Tallis\/AFP\/Getty Images<\/p>\n<p>Innenministerin Shabana Mahmood rief die Bev\u00f6lkerung dazu auf, &#8222;in dieser fr\u00fchen Phase Kommentare und Spekulationen zu vermeiden&#8220;. Neue Informationen zum Stand der Ermittlungen w\u00fcrden mitgeteilt, sobald es neue Erkenntnisse gebe.<\/p>\n<p>Huntingdon liegt in der ostenglischen Grafschaft Cambridgeshire rund hundert Kilometer n\u00f6rdlich von London. Der Bahnhof der Kleinstadt wurde nach Angaben des Streckenbetreibers National Rail gesperrt.<\/p>\n<p>Die London North Eastern Railway stellte wegen des Polizeigro\u00dfeinsatzes den Bahnverkehr auf ihrem gesamten Streckennetz ein. LNER bedient Strecken im Osten Englands und in Schottland, mit Halten unter anderem in London, Cambridge, York und Edinburgh.<\/p>\n<p>Immer wieder Messergewalt in Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p>Nach Regierungsangaben hat die Messergewalt in England und Wales seit 2011 stetig zugenommen. Starmer sprach in diesem Zusammenhang von einer &#8222;nationalen Krise&#8220;.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Bem\u00fchungen seiner Regierung, die Messerkriminalit\u00e4t binnen zehn Jahren zu halbieren, wurden in England und Wales nach Angaben des Innenministeriums fast 60.000 Messer &#8222;beschlagnahmt oder abgegeben&#8220;. Das Tragen eines Messers in der \u00d6ffentlichkeit kann mit bis zu vier Jahren Gef\u00e4ngnis bestraft werden. Die Zahl der t\u00f6dlichen Messerangriffe ging nach Angaben der Regierung im vergangenen Jahr um 18 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Vor wenigen Wochen hatte ein mit einem Messer bewaffneter Angreifer <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/t\u00f6dlicher-angriff-an-jom-kippur-vor-synagoge-in-manchester\/a-74218160\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vor einer Synagoge in Manchester<\/a> einen Mann get\u00f6tet. Dieser Angriff Anfang Oktober wurde von britischen Beh\u00f6rden als &#8222;terroristisch&#8220; eingestuft.<\/p>\n<p>AR\/pgr (dpa, afp, rtr, ap)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Um 19.42 Uhr (Ortszeit) wurden am Samstagabend die Einsatzkr\u00e4fte alarmiert. 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