{"id":545599,"date":"2025-11-02T15:40:18","date_gmt":"2025-11-02T15:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545599\/"},"modified":"2025-11-02T15:40:18","modified_gmt":"2025-11-02T15:40:18","slug":"trump-koennte-rote-linie-im-voelkerrecht-durchbrechen-warnt-experte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545599\/","title":{"rendered":"Trump k\u00f6nnte rote Linie im V\u00f6lkerrecht durchbrechen, warnt Experte"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6515578630533716.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1333\" alt=\"President Donald Trump joins a Mar-a-Lago Halloween party in Palm Beach, Fla., Friday, Oct. 31, 2025. (AP Photo\/Manuel Balce Ceneta)\" data-image-id=\"6515578630533716\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Die USA unter Donald Trump stehen auf Kollisionskurs mit dem V\u00f6lkerrecht.Bild: AP \/ Manuel Balce Ceneta<\/p>\n<p>International<\/p>\n<p>Die USA stehen wegen t\u00f6dlicher Eins\u00e4tze gegen mutma\u00dfliche Drogenkuriere auf hoher See unter Druck. Jetzt warnt ein f\u00fchrender V\u00f6lkerrechtler: Das Vorgehen k\u00f6nne eine gef\u00e4hrliche Grenze ber\u00fchren und in den Bereich internationaler Strafbarkeit r\u00fccken. <\/p>\n<p>02.11.2025, 15:5502.11.2025, 15:55<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4821488740564316.webp\" alt=\"Anna Von Stefenelli\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die Weltordnung seit dem Zweiten Weltkrieg steht unter Druck: Wenn Gro\u00dfm\u00e4chte ihre Sicherheitspolitik mit weit ausgreifenden Immunit\u00e4ten begr\u00fcnden, geraten die Regeln gegen staatliche Willk\u00fcr ins Wanken. Genau das bef\u00fcrchten renommierte Jurist:innen \u2013 und sehen die USA unter Donald Trump auf Kollisionskurs mit dem V\u00f6lkerrecht. <strong>Auch die Vereinten Nationen meldeten Zweifel an der Legalit\u00e4t j\u00fcngster t\u00f6dlicher Eins\u00e4tze auf hoher See an.<\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Dabei geht es um die Operationen der US-Armee gegen mutma\u00dfliche Drogenkuriere in internationalen Gew\u00e4ssern vor Mittel- und S\u00fcdamerika. Mindestens 61 Menschen seien seit Anfang September get\u00f6tet worden. Am Samstag haben die USA zuletzt ein angeblich mit Drogen beladenes Boot angegriffen. Dabei seien drei M\u00e4nner get\u00f6tet worden, teilte Pentagon-Chef Pete Hegseth auf der Plattform X mit.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Der renommierte britische Jurist Philippe Sands, der h\u00e4ufig vor internationalen Gerichten pl\u00e4diert, h\u00e4lt die Argumentation der Trump-Regierung f\u00fcr unhaltbar. <\/p>\n<p>Top-V\u00f6lkerrechtler widerspricht Trump: keine Selbstverteidigung<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die USA berufen sich darauf, gegen Kartelle wie in einem bewaffneten Konflikt vorzugehen. Sands sagt dazu bei &#8222;<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/magazine\/2025\/11\/01\/trump-boat-strikes-international-law-interview-00632077\">Politico<\/a>&#8222;: &#8222;Das widerspricht den Grundprinzipien des V\u00f6lkerrechts.&#8220; Herzst\u00fcck seiner Kritik: <strong>Drogenkriminalit\u00e4t sei Strafrecht, kein Kriegsrecht. <\/strong>Selbstverteidigung sei laut UN-Charta nur zul\u00e4ssig, &#8222;wenn ein bewaffneter Angriff erfolgt&#8220;. &#8222;Es ist sehr schwer zu erkennen, wie dieses Argument hier gemacht werden kann&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Seit dem 2. September wurden elf Boote beschossen oder versenkt. <strong>Betroffen sind laut &#8222;Politico&#8220; Staatsb\u00fcrger:innen aus Venezuela, Kolumbien, Ecuador sowie Trinidad und Tobago.<\/strong> Lateinamerikanische Regierungen sprechen von gezielten T\u00f6tungen ohne rechtsstaatliche Grundlage. Brasilien habe sich ebenfalls kritisch ge\u00e4u\u00dfert, schreibt das Magazin. Aus Venezuela seien m\u00f6gliche rechtliche Schritte signalisiert worden.<\/p>\n<p>V\u00f6lkerrechtler sieht rote Linie in Sichtweite<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">F\u00fcr Sands ist juristisch gesehen entscheidend, ob die T\u00f6tungen als Teil einer systematischen Politik zu werten sind. Er warnt vor einer m\u00f6glichen Einstufung als internationale Verbrechen mit der Frage: <strong>&#8222;Ab welchem Punkt \u00fcberschreitet das die Grenze zur internationalen Strafbarkeit?&#8220;<\/strong> <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In diesem Zusammenhang verweist er auf den j\u00fcngsten Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den fr\u00fcheren philippinischen Pr\u00e4sidenten Rodrigo Duterte, der wegen t\u00f6dlicher Anti-Drogen-Eins\u00e4tze in Den Haag angeklagt wurde. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Sands sagt dazu: &#8222;Wenn Sie Instrumente des Mordens einsetzen, um Drogenh\u00e4ndler auszurotten \u2026 gibt es zumindest ein vertretbares Argument, dass Sie die Grenze zur internationalen Strafbarkeit \u00fcberschritten haben.&#8220;<\/p>\n<p>Immunit\u00e4tsdebatte in den USA versch\u00e4rft die Lage<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Hinzu kommt eine gef\u00e4hrliche innenpolitische Dimension: <strong>Im Juli 2024 entschied der Supreme Court, dass Ex-Pr\u00e4sident:innen f\u00fcr amtliches Handeln weitgehend immun sind.<\/strong> Sands sieht darin ein Problem: &#8222;Das Urteil scheint eine Art &#8218;Freifahrtschein&#8216; f\u00fcr einen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zu sein, der eine Linie \u00fcberschreitet.&#8220; Ein britischer H\u00f6chstrichter habe die Begr\u00fcndung als &#8222;l\u00e4cherlich&#8220; bezeichnet, so Sands.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die USA sind zwar kein Vertragsstaat des Internationalen Strafgerichtshofs. <strong>Dennoch k\u00f6nnten laut Sands Staaten, deren B\u00fcrger:innen get\u00f6tet wurden, eigene Strafverfahren einleiten oder den Internationalen Gerichtshof anrufen.<\/strong> Risiko f\u00fcr US-Verantwortliche in diesem Fall: eingeschr\u00e4nkte Reisefreiheit, falls andere L\u00e4nder Haftbefehle ausstellen. Die weitere Entwicklung m\u00fcsse man genau beobachten, sagt Sands. Internationale Strafverfolgung ist zumindest denkbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA unter Donald Trump stehen auf Kollisionskurs mit dem V\u00f6lkerrecht.Bild: AP \/ Manuel Balce Ceneta International Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":545600,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-545599","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115480863682459418","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=545599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/545600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=545599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=545599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=545599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}