{"id":548151,"date":"2025-11-03T16:53:17","date_gmt":"2025-11-03T16:53:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/548151\/"},"modified":"2025-11-03T16:53:17","modified_gmt":"2025-11-03T16:53:17","slug":"handball-nationaltorwart-wolff-kein-los-das-man-sich-wuenscht-das-ist-ein-alptraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/548151\/","title":{"rendered":"Handball-Nationaltorwart Wolff: \u201eKein Los, das man sich w\u00fcnscht. Das ist ein Alptraum\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Bei der EM warten auf Deutschlands Handballer schon in der Vorrunde starke Gegner. Bei Nationaltorh\u00fcter Andreas Wolff l\u00f6st das gemischte Gef\u00fchle aus, das Anspruchsdenken beim DHB ist gro\u00df. Es gibt aber auch Anlass zu Optimismus, wie Wolff im Interview darlegt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Vom 15. Januar bis 1. Februar findet in D\u00e4nemark, Schweden und Norwegen die Handball-EM statt. Schon in der Vorrunde warten mit \u00d6sterreich, Spanien und Serbien knifflige Gegner auf die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason. In der Hauptrunde k\u00f6nnte man neben Weltmeister D\u00e4nemark auch auf Frankreich, Norwegen und Portugal treffen. Das Halbfinale und die erste EM-Medaille seit Gold 2016 sind das klare Ziel des DHB-Teams, bei dem wieder Andreas Wolff im Tor steht. Mit 34 Jahren ist der R\u00fcckhalt des THW Kiel mit Abstand der \u00c4lteste der deutschen Auswahl. Wolff stand schon im Tor, als Deutschland 2016 den Titel holte. <\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Herr Wolff, Sie sind zur\u00fcck bei der Nationalmannschaft. Wie f\u00fchlt es sich an?<\/p>\n<p><b>Andreas Wolff: <\/b>Ein sch\u00f6ner Tapetenwechsel. Man merkt, wie sehr man die Leute vermisst hat, die man sonst selten sieht \u2013 gerade hier im S\u00fcden. Und es ist immer etwas Besonderes, das Nationaltrikot zu tragen. Vor allem jetzt, wo wir auf das Turnier im Januar hinarbeiten. Das hilft auch, den Kopf freizubekommen.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Sie sprechen die EM 2026 an. Die EM 2016 in Polen war Ihr Durchbruch \u2013 das ist bereits zehn Jahre her. Ist Ihnen das bewusst?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>Sp\u00e4testens, wenn Mannschaftskollegen sagen: \u201eDu bist 33, 34 \u2013 musst du nicht mal ans Aufh\u00f6ren denken?\u201c Ich bin bei diesem Lehrgang der \u00c4lteste \u2013 mit vier Jahren Abstand zum N\u00e4chsten. Von den Jungs, mit denen ich damals angefangen habe, sind eigentlich nur noch Rune Dahmke und Jannik Kohlbacher \u00fcbrig.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Heute sind Sie der \u00e4lteste Spieler im Kader, der Leitwolf. Wie ver\u00e4ndert das Ihren Blick auf die Mannschaft?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>Man bringt einfach mehr Erfahrung mit. Das hei\u00dft nicht, dass man alles besser wei\u00df, aber man nimmt vieles anders wahr. Und ich genie\u00dfe es, wie motiviert die jungen Spieler hier sind. Unsere Halblinks-Position war lange nicht so stark besetzt \u2013 wir haben da vier, f\u00fcnf Kandidaten, die internationale Spitzenklasse sind. Auch in anderen Mannschaftsteilen stehen wir gut da. Es ist eine spannende Mischung aus Routiniers und Talenten \u2013 auch im Tor mit den Young Guns, die ihren Weg gehen werden, und mir.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>2016 sagten Sie beim ersten Medientermin, Sie seien angetreten, um Europameister zu werden. Gilt das auch f\u00fcr die EM 2026?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>Das ist 2016 ja auch eingetreten. Wenn ich an einem Turnier teilnehme, dann mit dem Ziel, es zu gewinnen. Ja. Das war immer so \u2013 egal ob WM, Olympia oder Heim-EM. Mit D\u00e4nemark ist aktuell eine \u00dcbermannschaft unterwegs, die ein ordentliches Hindernis auf dem Weg zum Titel ist. Die sind auf jeder Position mit Weltklasse besetzt. Aber auch eine Finalteilnahme oder eine Medaille ist ein Erfolg. Ich bin \u00fcberzeugt, dass wir eine Mannschaft haben, die \u2013 wenn sie am Limit spielt \u2013 sich eine Medaille zum Ziel setzen darf. Aber ich stelle mich jetzt nicht hin und sage: Wir gewinnen im Januar. Das w\u00e4re vermessen. Zumal unsere letzten Auftritte nicht unbedingt von Souver\u00e4nit\u00e4t gepr\u00e4gt waren.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Die Los-Fee meinte es f\u00fcr die EM nicht gut. Was denken Sie, wenn Sie die Hauptrunde mit D\u00e4nemark, Frankreich, Norwegen und Portugal anschauen?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>Das ist kein Los, das man sich w\u00fcnscht. Das ist ein Albtraum. Aber wir k\u00f6nnen jeden schlagen \u2013 auch D\u00e4nemark, wenn wir einen perfekten Tag erwischen. Wichtig ist, dass wir schon in der Vorrunde stabil spielen. Wir m\u00fcssen eine Euphorie entfachen, ein Selbstbewusstsein aufbauen, das uns \u2013 wie 2016 \u2013 erm\u00f6glicht, ins Halbfinale zu kommen. Und bei dem Anspruch, den wir haben, ist klar: Am Ende m\u00fcssen wir zwangsl\u00e4ufig einen der Gro\u00dfen schlagen.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Zur Bundesliga. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf des THW Kiel?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>In Flensburg zu verlieren (34:36, die Redaktion), ist \u00e4rgerlich, aber kein Beinbruch. Der bitterste Punkt war der gegen die Rhein-Neckar L\u00f6wen (31:31, die Redaktion). Da haben uns mehrere Spieler gefehlt \u2013 Emil Madsen zum Beispiel. Mit ihm und Harald Reinkind zusammen h\u00e4tten wir sicher andere Impulse setzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Wie sehr belasten die vielen Verletzungen?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>Das ist unser gr\u00f6\u00dftes Problem. Spieler wie Reinkind, Madsen, Johansson, \u00d6verby mussten oft alleine durchziehen. Das funktioniert eine Zeit lang \u2013 dann kommt der K\u00f6rper aber an seine Grenzen. Dazu haben wir eine neue Abwehrkonstellation. Spieler wie Laube und Nancinovic sind neu, mussten sich erst einfinden. In einem komplexen System wie bei Filip ist das keine Kleinigkeit.<\/p>\n<p><b>Frage: <\/b>Wie realistisch ist die Meisterschaft?<\/p>\n<p><b>Wolff: <\/b>Sehr realistisch. Ich glaube nicht, dass ein Team mit weniger als zehn Minuspunkten durch die Saison geht. Wenn wir bis zum Jahreswechsel ohne weitere Niederlage durchkommen \u2013 was mit Berlin, Lemgo und Magdeburg schwer genug wird \u2013 sind wir mittendrin. Gerade im Saisonendspurt, wenn die deutschen Mannschaften in der Champions League und European League weit kommen, wird die Belastung f\u00fcr alle hoch. Der Meister wird am Ende zweistellig Punkte lassen. Und deshalb sind wir mit aktuell vier Minuspunkten in Reichweite.<\/p>\n<p><b>Das Interview wurde f\u00fcr das Sport-Kompetenzcenter (<\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>WELT, <\/b><\/a><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/sport\/startseite\/sport\/sport-home-15479124.bild.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/sport\/startseite\/sport\/sport-home-15479124.bild.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>\u201eBild\u201c<\/b><\/a><b>, <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/sportbild.bild.de\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/sportbild.bild.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>\u201eSport Bild\u201c<\/b><\/a><b>) erstellt und zuerst in der \u201eBild am Sonntag\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei der EM warten auf Deutschlands Handballer schon in der Vorrunde starke Gegner. 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