{"id":548295,"date":"2025-11-03T18:10:14","date_gmt":"2025-11-03T18:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/548295\/"},"modified":"2025-11-03T18:10:14","modified_gmt":"2025-11-03T18:10:14","slug":"al-faschir-weltstrafgericht-will-graeueltaten-in-al-faschir-untersuchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/548295\/","title":{"rendered":"Al-Faschir: Weltstrafgericht will Gr\u00e4ueltaten in Al-Faschir untersuchen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/al-faschir-100.jpg\" alt=\"Dieses Satellitenfoto von Airbus DS zeigt einen Teil des Viertels Daraja Oula in Al-Faschir (Sudan) am 27. Oktober 2025.\" title=\"Dieses Satellitenfoto von Airbus DS zeigt einen Teil des Viertels Daraja Oula in Al-Faschir (Sudan) am 27. Oktober 2025. | Airbus DS 2025 via AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.11.2025 18:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Nach Berichten \u00fcber Gr\u00e4ueltaten in Al-Faschir im Sudan hat der Internationale Strafgerichtshof eine Untersuchung angek\u00fcndigt. Derweil fl\u00fcchten laut UN Zehntausende aus der Region Kordofan &#8211; aus Angst vor K\u00e4mpfen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach den j\u00fcngsten Berichten \u00fcber Gewaltverbrechen in der sudanesischen Stadt Al-Faschir haben die Ankl\u00e4ger des Internationalen Strafgerichtshofs eine Untersuchung angek\u00fcndigt. <a href=\"https:\/\/www.icc-cpi.int\/news\/statement-icc-office-prosecutor-situation-el-fasher-north-darfur\" title=\"Statement of the ICC Office of the Prosecutor on the situation in El-Fasher, North Darfur\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Die Anklage am Sitz des Gerichts in Den Haag teilte<\/a> mit, sie sei &#8222;zutiefst beunruhigt&#8220; \u00fcber die Berichte. Die Gr\u00e4ueltaten seien Teil eines &#8222;umfassenderen Gewaltmusters&#8220; seit dem Beginn der K\u00e4mpfe 2023, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angeh\u00f6rige der Miliz RSF (Rapid Support Forces) hatten vergangene Woche die Stadt im Norden von Darfur \u00fcberrannt und sollen nun mit massiver Gewalt gegen die Bev\u00f6lkerung vorgehen. Den Milizmitgliedern werden Massenmorde und Vergewaltigungen vorgeworfen. Solche Gr\u00e4ueltaten sind nach Angaben der Anklage &#8222;Teil einer umfassenderen Gewaltwelle seit April 2023 in der gesamten Region Darfur&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>    Gericht will Beweise sammeln<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In dem ostafrikanischen Land am Horn Afrikas herrscht seit April 2023 ein blutiger Machtkampf zwischen De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und seinem einstigen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert. Die UN beschreiben die Lage im Sudan als die gr\u00f6\u00dfte humanit\u00e4re Krise der Welt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Anklage in Den Haag ermittelt bereits zu m\u00f6glichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur. &#8222;Im Rahmen der laufenden Ermittlungen ergreift die Anklagebeh\u00f6rde unverz\u00fcglich Ma\u00dfnahmen, um relevante Beweise f\u00fcr k\u00fcnftige Anklagen in Bezug auf die mutma\u00dflichen Verbrechen in Al-Fashir zu sichern und zu sammeln&#8220;, hie\u00df es in einer Stellungnahme.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Erst k\u00fcrzlich hatte das Weltstrafgericht einen ehemaligen Anf\u00fchrer der Janjaweed-Miliz wegen \u00e4hnlicher Verbrechen in Darfur schuldig gesprochen. &#8222;Das ist eine Warnung an alle Konfliktparteien in Darfur, dass sie f\u00fcr solche grausamen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden&#8220;, so die Ankl\u00e4ger.<\/p>\n<p>    UN-Bericht: Zehntausende fliehen aus der Region Kordofan<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus Angst vor den sich ausweitenden K\u00e4mpfen im Sudan haben sich Zehntausende Menschen aus der im Zentrum des Landes gelegenen Region Kordofan auf die Flucht begeben. Nach j\u00fcngsten UN-Angaben flohen zwischen dem 26. und dem 31. Oktober aus f\u00fcnf Ortschaften der Region mehr als 36.800 Zivilisten. Anwohner berichteten davon, dass sowohl die paramilit\u00e4rische RSF-Miliz als auch die Regierungsarmee ihre Einheiten in der Region verst\u00e4rkten.\u00a0Kordofan, das in einen Nord-, S\u00fcd- und Westteil gegliedert ist, ist reich an Ressourcen und strategisch wichtig zwischen der westlichen Region Darfur und der Hauptstadt Khartum gelegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach dem R\u00fcckzug der Regierungsarmee aus der seit dem 26. Oktober von der RSF kontrollierten Stadt Al-Faschir in Darfur sind nun die K\u00e4mpfe um die Hauptstadt von Nordkordofan, El-Obeid, und um ein wichtiges Logistikzentrum entbrannt. Nach UN-Angaben konnten 65.000 Menschen aus Al-Faschir fliehen, Zehntausende weitere sind noch in der Stadt gefangen.<\/p>\n<p>    &#8222;Der Sudan steht am Abgrund einer humanit\u00e4ren Katastrophe&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unterdessen hat zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ein Expertengremium eine Hungersnot in Teilen des Sudans best\u00e4tigt. Experten der weltweit als Autorit\u00e4t f\u00fcr Ern\u00e4hrungssicherheit anerkannten Initiative IPC (Integrated Food Security Phase Classification) habe Beweise geliefert, dass die Situation in den St\u00e4dten Al-Faschir und Kadugli in der Region S\u00fcd-Kordofan den Status einer Hungersnot erreicht habe, teilte die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger mit. &#8222;Der Sudan steht am Abgrund einer humanit\u00e4ren Katastrophe&#8220;, erkl\u00e4rte die Organisation zu dem Bericht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem bestehe die Gefahr einer Hungersnot in 20 weiteren Gebieten in Darfur und Kordofan. Mehr als 375.000 Menschen sind demnach im Sudan von einer humanit\u00e4ren Katastrophe der h\u00f6chsten Stufe betroffen; 21 Millionen sind von Hunger bedroht. Ende Dezember hatte der IPC-Ausschuss bereits die Kriterien einer Hungersnot in mindestens f\u00fcnf Gebieten des Landes nachgewiesen. Betroffen waren haupts\u00e4chlich Gebiete in Nord-Darfur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.11.2025 18:05 Uhr Nach Berichten \u00fcber Gr\u00e4ueltaten in Al-Faschir im Sudan hat der Internationale Strafgerichtshof eine Untersuchung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":548296,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[17005,17004,13,498,14,15,12,17003,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-548295","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-al-faschir","9":"tag-darfur","10":"tag-headlines","11":"tag-internationaler-strafgerichtshof","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-sudan","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115487115726945932","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=548295"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548295\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/548296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=548295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=548295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=548295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}