{"id":548433,"date":"2025-11-03T19:27:15","date_gmt":"2025-11-03T19:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/548433\/"},"modified":"2025-11-03T19:27:15","modified_gmt":"2025-11-03T19:27:15","slug":"coronawelle-ebbt-ab-grippewelle-vor-ausbruch-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/548433\/","title":{"rendered":"Coronawelle ebbt ab, Grippewelle vor Ausbruch \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Zahl der Krankenst\u00e4nde wegen Atemwegserkrankungen war zuletzt r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Coronawelle d\u00fcrfte ihren H\u00f6hepunkt erreicht haben \u2013 und demn\u00e4chst von der Grippewelle abgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>61.849 Personen waren in der vergangenen Woche (Kalenderwoche 44) wegen Atemwegsinfektionen im Krankenstand, in der Woche zuvor waren es 77.406, wie aus den am Montag ver\u00f6ffentlichten Zahlen der \u00d6sterreichischen Gesundheitskasse (\u00d6GK) hervorgeht. Grippef\u00e4lle (Influenza) machen derzeit mit 444 (Kalenderwoche 43: 528) nur einen Bruchteil aus. Ebenso wie Covid-19-F\u00e4lle mit 3003 (43: 3981). Der Gro\u00dfteil entf\u00e4llt auf grippale Infekte mit 58.402 F\u00e4llen (43: 72.897), zumeist ausgel\u00f6st von Rhinoviren, auch bekannt als Schnupfenviren.  <\/p>\n<p>Das bedeutet, dass die Grippewelle noch nicht begonnen hat (die dokumentierten F\u00e4lle stehen zumeist mit Reiser\u00fcckkehrern aus dem Ausland in Verbindung) und die Coronawelle ihren H\u00f6hepunkt bereits erreicht hat, die Kurve d\u00fcrfte in den kommenden Wochen weiter abflachen, darauf deuten auch die Daten aus dem Abwassermonitoring hin. Aber: Insbesondere die Covid-19-Zahlen sind bei den Krankenst\u00e4nden mit Vorsicht zu bewerten. Die \u201eDunkelziffer\u201c d\u00fcrfte deutlich h\u00f6her sein, weil in der Bev\u00f6lkerung kaum noch getestet wird. Die Tests aus dem Sentinel-Netzwerk zeigen n\u00e4mlich, dass Covid-19 derzeit f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Erkrankungen verantwortlich ist. Das Sentinel-Netzwerk ist eine Gruppe von \u00c4rzten, die bei Personen mit Erk\u00e4ltungssymptomen stichprobenartig Tests durchf\u00fchrt. Umfasst sind bei den Krankenstandszahlen im \u00dcbrigen alle bei der \u00d6GK versicherten Arbeitnehmer sowie Arbeitslosengeldbezieher \u2013 Sch\u00fcler also nicht, weil bei ihnen keine sogenannte Diagnosecodierung (Angabe der Diagnose) erforderlich ist.<\/p>\n<p>\u201eDer H\u00f6hepunkt der Influenza-Saison steht noch bevor. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich mit einer Grippeimpfung vor schweren Verl\u00e4ufen und dem Risiko eines Krankenhausaufenthalts wirksam zu sch\u00fctzen\u201c, sagt Ida Aringer, stellvertretende Chef\u00e4rztin der \u00d6GK. \u201eDie Impfung ist kostenlos und muss jedes Jahr entsprechend der aktuellen Virusst\u00e4mme aufgefrischt werden. Wer sich impfen l\u00e4sst, sch\u00fctzt nicht nur sich selbst, sondern auch sein Umfeld \u2013 insbesondere vulnerable Menschen.\u201c Empfohlen wird die Impfung gegen die \u201eechte\u201c Grippe grunds\u00e4tzlich allen Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat, insbesondere aber Risikogruppen. Diese umfassen Personen ab 60 Jahren und, wie es im \u201eImpfplan \u00d6sterreich\u201c hei\u00dft, \u201enoch nachdr\u00fccklicher\u201c Personen ab 65 Jahren sowie Personen \u201emit erh\u00f6hter Gef\u00e4hrdung infolge bestimmter chronischer Erkrankungen wie etwa chronischer Lungen-, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder neurologischen Erkrankungen, Stoffwechselkrankheiten (auch bei gut eingestelltem Diabetes mellitus) und Immundefekten\u201c.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gilt die Empfehlung f\u00fcr Personen, die viel reisen, Personal im Gesundheitsbereich, im Tourismus, im Handel mit viel Kundenkontakt, in der Gastronomie sowie in Bildungseinrichtungen. Impfen lassen sollten sich zudem alle stark \u00fcbergewichtigen Personen, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch, stillende Frauen und Personen im Umfeld von Neugeborenen, Personen mit HIV-Infektion und anderen immunsuppressiven Erkrankungen. Geimpft werden sollten auch S\u00e4uglinge ab dem sechsten Monat und Kleinkinder.<\/p>\n<p>Der optimale Zeitpunkt f\u00fcr die (einmalige) Impfung liegt zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Der Schutz der Impfung h\u00e4lt n\u00e4mlich zw\u00f6lf bis 16 Wochen an. Da die Grippewelle \u00fcblicherweise im Dezember und J\u00e4nner beginnt und bis M\u00e4rz oder April anh\u00e4lt, sollte man in dieser Zeit sehr gut gesch\u00fctzt sein. Die Impfung ist f\u00fcr alle kostenlos, geimpft wird unter anderem bei niedergelassenen \u00c4rzten und in Gesundheitszentren der \u00d6GK und der Gemeinden, in Wien etwa im Impfzentrum TownTown in Erdberg.<\/p>\n<p>Virologin Monika Redlberger-Fritz von der Med-Uni Wien rechnet mit einer \u201emoderaten bis starken Grippewelle\u201c, da die letzten beiden Grippewellen in \u00d6sterreich eher schwach ausfielen. \u201eAuf zwei mittlere bis schw\u00e4chere Jahre folgt in der Regel ein etwas st\u00e4rkeres, da die Immunit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung nicht allzu hoch ist\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p>Die Grippe von grippalen Infekten zu unterscheiden ist recht einfach. Die Grippe bricht h\u00e4ufig pl\u00f6tzlich aus, binnen weniger Stunden. Die Symptome sind Sch\u00fcttelfrost, hohes Fieber, Gliederschmerzen, Husten, extreme Abgeschlagenheit, aber kein bzw. fast kein Schnupfen. <\/p>\n<p>Bei grippalen Infekten durch Rhinoviren, Adenoviren und RS-Viren beginnt die Krankheit schleichend und geht mit Schnupfen, Halsschmerzen und ein bisschen Fieber einher. Man kann nat\u00fcrlich auch beides haben, zumeist hat man aber das eine oder das andere. Covid-19 wiederum liegt bez\u00fcglich der Symptome irgendwo dazwischen. Diese Krankheit kann also mit Symptomen der Grippe sowie mit jenen grippaler Infekte einhergehen. <\/p>\n<p>Sowohl die Grippe als auch der grippale Infekt werden durch Tr\u00f6pfcheninfektion \u00fcbertragen. Zur Vorbeugung wird neben der Impfung (als Schutz vor der Grippe) empfohlen, sich regelm\u00e4\u00dfig die H\u00e4nde zu waschen und nicht in den Mund (etwa beim Umbl\u00e4ttern) oder ins Auge zu fassen. <\/p>\n<p>Covid-19 wird ebenfalls durch Tr\u00f6pfcheninfektion \u00fcbertragen, hier spielen aber auch Aerosole eine gro\u00dfe Rolle. Aerosole sind winzige Fl\u00fcssigkeitspartikel in der Atemluft, die anders als die gr\u00f6\u00dferen Tr\u00f6pfchen bis zu Stunden in der Luft schweben k\u00f6nnen, vergleichbar mit der Verteilung von Zigarettenrauch.<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zahl der Krankenst\u00e4nde wegen Atemwegserkrankungen war zuletzt r\u00fcckl\u00e4ufig. 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