{"id":549135,"date":"2025-11-04T02:00:15","date_gmt":"2025-11-04T02:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/549135\/"},"modified":"2025-11-04T02:00:15","modified_gmt":"2025-11-04T02:00:15","slug":"hessen-staedte-suchen-wege-zur-passenderen-wohnungsverteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/549135\/","title":{"rendered":"Hessen: St\u00e4dte suchen Wege zur passenderen Wohnungsverteilung"},"content":{"rendered":"<p>                    Hessen<br \/>\n                St\u00e4dte suchen Wege zur passenderen Wohnungsverteilung<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.11.2025, 01:22 Uhr<\/p>\n<p><strong>Frankfurt setzt auf Umzugspr\u00e4mien bei gef\u00f6rderten Wohnungen, Offenbach auf Wohnungstausch. Wie kann Wohnraum passender verteilt werden? Und was hat es wiederum mit dem Lock-In-Effekt auf sich?<\/strong><\/p>\n<p>Frankfurt\/Offenbach\/Marburg (dpa\/lhe) &#8211; Da ist das Ehepaar, das nach dem Auszug der Kinder in einer wom\u00f6glich zu gro\u00dfen und nicht barrierefreien Wohnung lebt. Und da ist die junge Familie, die dringend mehr Platz ben\u00f6tigt. Nicht immer leben Menschen in passenden Wohnungen. Hinzu kommt: In vielen St\u00e4dten fehlt bezahlbarer Wohnraum.<\/p>\n<p>Wie also k\u00f6nnen Wohnungen \u2013 entsprechend der aktuellen Lebenssituation \u2013 gerechter verteilt werden? Dar\u00fcber machen sich verschiedene hessische Kommunen Gedanken.\u00a0<\/p>\n<p>Frankfurt bietet Umzugspr\u00e4mie<\/p>\n<p>So bietet die Stadt Frankfurt den Mieterinnen und Mietern von Sozialwohnungen eine sogenannte Umzugspr\u00e4mie, wenn sie ihre zu gro\u00dfe Bleibe k\u00fcndigen. Das Programm setze zu 100 Prozent auf die freiwillige Entscheidung, hei\u00dft es.\u00a0<\/p>\n<p>Mit der Pr\u00e4mie w\u00fcrden finanzielle Anreize und Optionen geschaffen, sich zu ver\u00e4ndern. Diese betrage beispielsweise bei einem Umzug in eine frei finanzierte Wohnung 2.500 Euro. Bei einem Wechsel in eine kleinere Sozialwohnung ist die Pr\u00e4mie gestaffelt und liegt zwischen 750 und 2.500 Euro. Hinzu kommen Zusch\u00fcsse zu Umzugs- und Renovierungskosten.\u00a0<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr kam es laut den Angaben gerade mal zu acht Umz\u00fcgen, davon sechs in kleinere Sozialwohnungen. Im Jahr 2023 waren es sogar nur zwei Umz\u00fcge. Das Programm, das es bereits seit vielen Jahren gibt, bezieht sich nur auf Sozialwohnungen. Laut dem Amt f\u00fcr Wohnungswesen gibt es in Frankfurt rund 28.000 solcher Einheiten.<\/p>\n<p>Kaum Resonanz bei Aktion in Offenbach<\/p>\n<p>Auch die &#8222;Gemeinn\u00fctzige Baugesellschaft Offenbach&#8220; (GBO) hat im Jahr 2022 versucht, den Tausch von Wohnungen innerhalb ihres Bestands mit rund 5.000 Mietwohnungen zu erm\u00f6glichen. Dazu wurden Flyer an alle Mietenden versendet. &#8222;Sind Ihre erwachsenen Kinder ausgezogen und haben ein ungenutztes Zimmer zur\u00fcckgelassen? Manche Familie mit Nachwuchs w\u00fcrde sich sehr \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Wohnung freuen&#8220;, hie\u00df es darauf. Und: &#8222;Wenn Sie sich einen Umzug in eine kleinere Wohnung zu guten Konditionen vorstellen k\u00f6nnten, suchen wir gemeinsam mit Ihnen ein neues<br \/>Zuhause \u2013 gerne auch in Ihrer Nachbarschaft.&#8220;<\/p>\n<p>Die Resonanz war allerdings \u00fcberschaubar. Lediglich drei Mietende h\u00e4tten sich gemeldet, &#8222;die allerdings so spezielle W\u00fcnsche hatten, dass wir hier zu keinem Ergebnis gekommen sind&#8220;. F\u00fcr die GBO ist das Thema aber nicht beendet. Wer seine Wohnung tauschen m\u00f6chte, kann sich weiterhin melden.\u00a0<\/p>\n<p>Experten sprechen von Lock-In-Effekt<\/p>\n<p>Der angespannte Wohnungsmarkt \u2013 vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten \u2013 hat in den vergangenen Jahren zu einer besonderen Entwicklung gef\u00fchrt, Experten sprechen vom sogenannten &#8222;Lock-In-Effekt&#8220;. Dieser beschreibt, dass Menschen in einer Wohnung mit altem und vergleichsweise g\u00fcnstigem Mietvertrag regelrecht eingesperrt sind. Ein Umzug w\u00e4re schwer oder gar nicht finanzierbar.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Das kann dazu f\u00fchren, dass Menschen in gro\u00dfen Wohnungen diese gerne verlassen wollen, aber feststellen, dass kleinerer Wohnraum inzwischen bei Neuvermietung in der Summe teurer ist als ihr angestammter Wohnraum&#8220;, sagt Katharina Wagner, Leiterin des Frankfurter Amts f\u00fcr Wohnungswesen. &#8222;Menschen k\u00f6nnen sich also die Verkleinerung nicht leisten.&#8220;<\/p>\n<p>Da kann beispielsweise auch das zerstrittene Paar sein, f\u00fcr das ein Umzug aus der gemeinsamen recht g\u00fcnstigen Wohnung nicht tragbar ist. Oder Senioren mit einem alten Mietvertrag. Hinzu kommt, dass es oft schwerf\u00e4llt, das gewohnte Umfeld zu verlassen.<\/p>\n<p>Marburg will passenden Wohnraum f\u00fcr \u00c4ltere schaffen<\/p>\n<p>Die Stadt Marburg hat vor allem \u00e4ltere Menschen in den Blick genommen. F\u00fcr viele sei es wichtig, dass sie im Alter in ihrem gewohnten Umfeld bleiben k\u00f6nnen, sagt Baudezernent Michael Kopatz. Um nicht wegziehen zu m\u00fcssen, w\u00fcrden manche lieber alleine in einem Haus bleiben, das sie inzwischen vielleicht nicht so gut unterhalten oder worin sie sich nicht mehr so gut bewegen k\u00f6nnten. &#8222;Daher wollen wir barrierefreie Wohn-Angebote speziell f\u00fcr Menschen in der zweiten Lebensh\u00e4lfte schaffen&#8220;, sagt Kopatz.\u00a0<\/p>\n<p>Aktuell unterst\u00fctzt die Stadt ein Projekt im Marburger Au\u00dfenstadtteil Moischt. Geplant ist, einen bestehenden Hof in kleine, barrierefreie Wohnungen umzubauen, damit bevorzugt Menschen in der zweiten Lebensh\u00e4lfte aus der Umgebung dort gemeinsam einziehen k\u00f6nnen. So k\u00f6nne bedarfsorientierter, gemeinschaftlicher Wohnraum geschaffen werden. Und: F\u00fcr jeden Umzug werde potenziell ein Einfamilienhaus frei, in das junge Familien einziehen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hessen St\u00e4dte suchen Wege zur passenderen Wohnungsverteilung 04.11.2025, 01:22 Uhr Frankfurt setzt auf Umzugspr\u00e4mien bei gef\u00f6rderten Wohnungen, Offenbach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":549136,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052,9182,21197,133520],"class_list":{"0":"post-549135","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen","13":"tag-staedte","14":"tag-wege","15":"tag-wohnungsverteilung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115488962944986079","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/549135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=549135"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/549135\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/549136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=549135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=549135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=549135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}