{"id":549348,"date":"2025-11-04T04:03:18","date_gmt":"2025-11-04T04:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/549348\/"},"modified":"2025-11-04T04:03:18","modified_gmt":"2025-11-04T04:03:18","slug":"gesundheit-karlsruhe-veroeffentlicht-entscheidung-zu-triage-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/549348\/","title":{"rendered":"Gesundheit: Karlsruhe ver\u00f6ffentlicht Entscheidung zu Triage &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t   \t\t\t\t\t \t\t\t\t   \t      \t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Gesundheit: Karlsruhe ver\u00f6ffentlicht Entscheidung zu Triage\" title=\"Gesundheit: Karlsruhe ver\u00f6ffentlicht Entscheidung zu Triage\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.6e1cb0ee-38d4-450e-8971-8d88d64940ee.original700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDas Bundesverfassungsgericht entscheidet erneut \u00fcber rechtliche Regelungen bei der Triage. (Symbolbild)\u00a0Foto: Rolf Vennenbernd\/dpa\t\t\t<\/p>\n<p>In Notlagen m\u00fcssen Medizinerinnen und Mediziner entscheiden, wer zuerst drankommt, wenn Intensivbetten zu knapp sind. Sind k\u00fcrzlich beschlossene gesetzliche Vorgaben daf\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df?<\/p>\n<p>Karlsruhe &#8211; Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ver\u00f6ffentlicht heute eine erneute Entscheidung zur sogenannten Triage bei medizinischen Behandlungen &#8211; also zu Priorit\u00e4ten im Fall zu knapper Kapazit\u00e4ten. Es geht um eine vom \u00c4rzteverband Marburger Bund unterst\u00fctzte Beschwerde, die Ende 2023 von 14 Intensiv- und Notfallmedizinern eingereicht worden war. Sie richtete sich gegen ein Gesetz, das der Bundestag 2022 beschlossen hatte, um Benachteiligungen von Menschen mit Behinderung und Alten zu verhindern.<\/p>\n<p>Was Triage bedeutet <\/p>\n<p>Das Wort Triage stammt vom franz\u00f6sischen Verb &#8222;trier&#8220;, das &#8222;sortieren&#8220; oder &#8222;aussuchen&#8220; bedeutet. Es beschreibt, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in bestimmten Situationen entscheiden m\u00fcssen, in welcher Reihenfolge sie Menschen helfen. Das Konzept gibt es zum Beispiel bei gro\u00dfen Ungl\u00fccken mit vielen Verletzten, um meist eine kurzfristige Notlage zu \u00fcberbr\u00fccken. In der Corona-Krise war das Thema angesichts voller Intensivstationen grunds\u00e4tzlich in den Fokus ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Was der Bundestag beschlossen hatte <\/p>\n<p>Noch zu Pandemie-Zeiten beschloss der Bundestag 2022 eine Neuregelung und kam damit einem Auftrag des Bundesverfassungsgerichts nach. Es hatte 2021 entschieden, dass der Staat die Pflicht hat, Menschen vor Benachteiligung wegen einer Behinderung zu sch\u00fctzen &#8211; zuvor gab es dazu wissenschaftliche Empfehlungen. Das Gesetz legte fest, dass \u00fcber eine Zuteilung &#8222;nur aufgrund der aktuellen und kurzfristigen \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit&#8220; zu entscheiden ist &#8211; ausdr\u00fccklich nicht nach Lebenserwartung oder Grad der Gebrechlichkeit.<\/p>\n<p>Was der Marburger Bund beanstandet <\/p>\n<p>Die Beschwerde richtete sich unter anderem gegen ein ebenfalls geregeltes Verbot einer nachtr\u00e4glichen Triage (&#8222;ex post&#8220;) &#8211; also, dass die Behandlung eines Patienten mit geringer \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit abgebrochen wird, um einen Patienten mit besserer Prognose zu versorgen. Der Marburger Bund sieht darin einen Konflikt mit dem Berufsethos: \u00c4rzten werde die M\u00f6glichkeit genommen, in einer Notlage die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Zahl an Menschen zu retten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Bundesverfassungsgericht entscheidet erneut \u00fcber rechtliche Regelungen bei der Triage. 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