{"id":549887,"date":"2025-11-04T09:13:11","date_gmt":"2025-11-04T09:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/549887\/"},"modified":"2025-11-04T09:13:11","modified_gmt":"2025-11-04T09:13:11","slug":"rapper-verklagt-spotify-wegen-bot-streams","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/549887\/","title":{"rendered":"Rapper verklagt Spotify wegen Bot-Streams"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Rapper-sues-Spotify-over-bot-streams-11039611.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Ein US-Rapper hat in Kalifornien Klage gegen Spotify eingereicht. Darin wirft er dem schwedischen Streaming-Dienst vor, Fake-Streams durch Bots zu dulden, um Kennzahlen f\u00fcr Anleger zu besch\u00f6nigen. Das benachteilige kleinere K\u00fcnstler stark, argumentieren die Anw\u00e4lte des Rappers, der eigentlich Eric Dwayne Collins hei\u00dft. Die Klage ist als Sammelklage angelegt \u2013 sollten die Richter dem zustimmen, k\u00f6nnten sich tausende andere K\u00fcnstler anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Konkret richtet sich die Klageschrift, die <a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/tech-policy\/2025\/11\/real-humans-dont-stream-drake-songs-23-hours-a-day-rapper-suing-spotify-says\/?utm_campaign=dhtwitter&amp;utm_content=%3Cmedia_url%3E&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=twitter\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Ars Technica ver\u00f6ffentlicht hat<\/a>, gegen Bot-Streams von Musik des kanadischen Rappers Drake. Laut der Klageschrift ist er der meistgestreamte Spotify-K\u00fcnstler aller Zeiten und hat im September 120 Milliarden Stream-Abrufe erreicht. Wie die Anw\u00e4lte von RBX zu diesen und weiteren Analysen in ihrer Klage gelangen, ist unklar \u2013 \u00f6ffentlich sind diese Zahlen nicht.<\/p>\n<p>23 Stunden am Tag Drake<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Teil der Stream-Abrufe von Drake-Musik sei auf gro\u00dfe Bot-Netzwerke zur\u00fcckzuf\u00fchren, argumentiert RBX. \u00dcber die Jahre seien die Abrufe von Drake-Alben immer wieder nach oben geschossen, laut RBX ein sehr untypisches Verhalten. Einige Accounts h\u00f6rten in den vergangenen Jahren 23 Stunden am Tag ausschlie\u00dflich Drake-Musik. Das sei ein klarer Hinweis darauf, dass es sich um Bots handelt, hei\u00dft es in der Klageschrift.<\/p>\n<p>Auch Spotify h\u00e4tte diese Muster erkennen m\u00fcssen, sei aber bewusst unt\u00e4tig geblieben. Denn aufgrund von wirtschaftlichem Druck toleriere der schwedische Streaming-Dienst Bot-Accounts, um seinen Investoren h\u00f6here Nutzerzahlen pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, schreiben die Anw\u00e4lte von RBX.<\/p>\n<p>Kritik am Spotify-Bezahlsystem<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Spotify-schliesst-kleine-Kuenstler-und-White-Noise-von-Einnahmen-aus-9344679.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bezahlmodell von Spotify steht nicht zum ersten Mal in der Kritik<\/a>. Bei Spotify gibt es einen festen Pool an Geldern, der jedes Jahr unter K\u00fcnstlern aufgeteilt wird. Wer mehr gestreamt wird, bekommt mehr Geld. Das f\u00fchrt dazu, dass gro\u00dfe K\u00fcnstler den L\u00f6wenanteil des Topfs einstreichen, w\u00e4hrend sich kleine K\u00fcnstler oft mit weniger Einnahmen zufriedengeben m\u00fcssen. Und: Wenn Bots mit Fake-Streams die Abspielzahlen bekannter Musiker k\u00fcnstlich in die H\u00f6he schie\u00dfen lassen, bleibt f\u00fcr alle anderen weniger \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Auch eine <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Streaming-Studie-Verguetungsmodelle-bevorteilen-grosse-Kuenstler-10279067.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von der rot-gr\u00fcnen Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie \u00fcbte Kritik an dem Bezahlmodell von Spotify<\/a> und anderen Streaming-Plattformen: &#8222;Wenn 75 Prozent der Ums\u00e4tze auf 0,1 Prozent der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler entfallen, spricht das eine klare Sprache&#8220;, kommentierte die damalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth das Studienergebnis. &#8222;Es braucht eine faire Verg\u00fctung von Musikschaffenden, mehr Transparenz und insgesamt also eine Demokratisierung der Marktmacht.&#8220;<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In einer Stellungnahme an das <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.com\/music\/music-features\/lawsuit-spotify-drake-streams-1235457737\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Musikmagazin Rolling Stone<\/a> bestreitet Spotify die Vorw\u00fcrfe aus der RBX-Klage: &#8222;Spotify profitiert in keiner Weise von der branchenweiten Herausforderung des k\u00fcnstlichen Streamings&#8220;, sagte ein Spotify-Sprecher. &#8222;Wir investieren stark in kontinuierlich verbesserte, erstklassige Systeme, um dieses Problem zu bek\u00e4mpfen und die Auszahlungen an K\u00fcnstler mit wirksamen Schutzma\u00dfnahmen zu sichern \u2013 etwa durch das Entfernen von Fake-Streams, das Einbehalten von Tantiemen und durch Strafen.&#8220;<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dahe@heise.de\" title=\"Daniel Herbig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dahe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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