{"id":550239,"date":"2025-11-04T12:28:12","date_gmt":"2025-11-04T12:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550239\/"},"modified":"2025-11-04T12:28:12","modified_gmt":"2025-11-04T12:28:12","slug":"hohe-zahlung-an-dschihadisten-frankreich-terrorfinanzierung-prozess-gegen-zementhersteller-lafarge-startet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550239\/","title":{"rendered":"Hohe Zahlung an Dschihadisten?: Frankreich: Terrorfinanzierung-Prozess gegen Zementhersteller Lafarge startet"},"content":{"rendered":"<p>                    Hohe Zahlung an Dschihadisten?<br \/>\n                Frankreich: Terrorfinanzierung-Prozess gegen Zementhersteller Lafarge startet<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.11.2025, 12:41 Uhr<\/p>\n<p><b>In Frankreich steht ab heute erstmals ein Unternehmen wegen m\u00f6glicher Terrorismusfinanzierung vor Gericht. Die Ermittlungsrichter werfen dem Baustoffhersteller Lafarge vor, zwischen 2013 und September 2014 insgesamt f\u00fcnf Millionen Euro an Dschihadistengruppen wie den Islamischen Staat (IS) und den Al-Kaida-Ableger Nusra-Front gezahlt zu haben. Ziel sei es gewesen, ein Zementwerk in Nord-Syrien w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs weiterzubetreiben. Der Prozess soll bis zum 16. Dezember dauern. Lafarge ist seit 2015 Teil des Schweizer Zementkonzerns Holcim.<\/b><\/p>\n<p>Neben dem Unternehmen stehen seit 2017 acht ehemalige F\u00fchrungskr\u00e4fte im Visier der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft. Ihnen drohen bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Lafarge teilte am Dienstag mit, der Fall drehe sich um &#8222;Handlungen, die vor mehr als einem Jahrzehnt stattfanden und einen flagranten Versto\u00df gegen den Verhaltenskodex von Lafarge SA darstellten&#8220;. Keiner der angeklagten ehemaligen Manager sei heute noch f\u00fcr das Unternehmen t\u00e4tig. Gegen Lafarge wird zudem gesondert wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermittelt.<\/p>\n<p>In einem weiteren Verfahren in den USA hatte Lafarge 2022 bereits zugegeben, dass seine syrische Tochtergesellschaft sechs Millionen Dollar an den IS und die Nusra-Front gezahlt hatte, um Mitarbeitern und Lieferanten die Durchfahrt an Kontrollpunkten zu erm\u00f6glichen. Der Konzern zahlte im Rahmen einer Einigung eine Strafe von 778 Millionen Dollar. In Frankreich drohen Lafarge bei einer Verurteilung deutlich geringere Geldstrafen. Hintergrund sind die Vorg\u00e4nge rund um das Zementwerk Dschalabija in Nordsyrien, das Lafarge 2008 f\u00fcr 680 Millionen Dollar gekauft hatte. <\/p>\n<p>Die Produktion begann 2010, wenige Monate vor Beginn des syrischen Aufstands. Den Ermittlern zufolge sollen unter anderem drei Millionen Euro gezahlt worden sein, um die sichere Durchfahrt an Kontrollpunkten zu gew\u00e4hrleisten. Weitere 1,9 Millionen Euro sollen f\u00fcr den Kauf von Rohstoffen aus Steinbr\u00fcchen geflossen sein, die unter der Kontrolle des IS standen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hohe Zahlung an Dschihadisten? 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