{"id":550481,"date":"2025-11-04T14:41:13","date_gmt":"2025-11-04T14:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550481\/"},"modified":"2025-11-04T14:41:13","modified_gmt":"2025-11-04T14:41:13","slug":"zeichen-auf-klimakollaps-un-erde-steuert-auf-28-grad-erwaermung-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550481\/","title":{"rendered":"Zeichen auf &#8222;Klimakollaps&#8220;: UN: Erde steuert auf 2,8 Grad Erw\u00e4rmung zu"},"content":{"rendered":"<p>                    Zeichen auf &#8222;Klimakollaps&#8220;<br \/>\n                UN: Erde steuert auf 2,8 Grad Erw\u00e4rmung zu<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.11.2025, 15:01 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Weltgemeinschaft will die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad begrenzen. Doch ein neuer UN-Bericht zeigt: Mit der aktuellen Klimapolitik steuert die Erde auf 2,8 Grad zu. Immerhin f\u00e4llt die Prognose etwas besser aus als im Vorjahr.<\/strong><\/p>\n<p>Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erw\u00e4rmung gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit zu. Sehr wahrscheinlich werde das international vereinbarte 1,5-Grad-Ziel schon innerhalb des n\u00e4chsten Jahrzehnts \u00fcberschritten, teilte das UN-Umweltprogramm (UNEP) mit Sitz in Nairobi mit. Die Weltgemeinschaft will die Erderw\u00e4rmung eigentlich bei 1,5 Grad begrenzen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber den im vergangenen Jahr prognostizierten 3,1 Grad f\u00e4llt die Berechnung im diesj\u00e4hrigen UN-Bericht etwas besser aus. Geht man davon aus, dass die Staaten alles umsetzen, was sie sich in ihren nationalen Klimaschutzpl\u00e4nen vorgenommen haben, w\u00e4re der Berechnung zufolge bis Ende des Jahrhunderts mit 2,3 bis 2,5 Grad Erw\u00e4rmung zu rechnen. Im vergangenen Jahr lag diese Prognose noch bei 2,6 bis 2,8 Grad. Allerdings seien f\u00fcr 0,1 Grad der Verbesserung methodische \u00c4nderungen verantwortlich, erkl\u00e4rt die UNEP. Der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen werde mit 0,1 Grad negativ ins Gewicht fallen.<\/p>\n<p>Guterres f\u00fcrchtet &#8222;dramatische Folgen&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist ein Fortschritt &#8211; aber bei weitem nicht genug&#8220;, kritisiert UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres. Mit den derzeitigen Pl\u00e4nen st\u00fcnden die Zeichen immer noch auf &#8222;Klimakollaps&#8220;. Um die 1,5 Grad noch einzuhalten, m\u00fcssten die Emissionen in den n\u00e4chsten zehn Jahren verglichen mit 2019 um 55 Prozent verringert werden &#8211; um zumindest unter zwei Grad zu bleiben um 35 Prozent. Tats\u00e4chlich w\u00fcrde die vollst\u00e4ndige Umsetzung aller f\u00fcr 2035 angek\u00fcndigten nationalen Klimapl\u00e4ne nur eine Verringerung von rund 15 Prozent bewirken. Und selbst diese Zahl steht mit dem US-R\u00fcckzug unter Vorbehalt.<\/p>\n<p>Das bislang hei\u00dfeste Jahr 2024 hat die Marke von 1,5 Grad bereits gerissen &#8211; offiziell verfehlt gilt das Ziel erst im mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt. Die Vereinten Nationen sehen die \u00dcberschreitung jedoch als kaum noch vermeidbar an. &#8222;Entschiedene, zeitnahe Verringerungen der Emissionen kann den Beginn der \u00dcberschreitung verz\u00f6gern, aber nicht vollst\u00e4ndig verhindern&#8220;, schreiben die Autoren. &#8222;Die gro\u00dfe Aufgabe, die vor uns liegt, besteht darin, dieses \u00dcberschreiten vor\u00fcbergehend und minimal zu halten&#8220;, sodass eine R\u00fcckkehr auf 1,5 Grad im Bereich des M\u00f6glichen bleibe.<\/p>\n<p>Guterres warnt: &#8222;Jede Phase, in der die Ziele \u00fcberschritten werden, wird unweigerlich dramatische Folgen haben &#8211; mit dem Verlust von Menschenleben, entwurzelten Gemeinden und R\u00fcckschritten in der Entwicklung.&#8220; Doch es gibt auch einen Lichtblick: Seit dem Beginn des Pariser Klimaabkommens vor zehn Jahren hat sich die j\u00e4hrliche Erw\u00e4rmungsprognose verringert, damals ging man von 3 bis 3,5 Grad aus.<\/p>\n<p>&#8222;Entwicklung von Wind- und Solarenergie boomt&#8220;<\/p>\n<p>Die Technologien, mit denen sich die Emissionen rapide verringern lie\u00dfen, seien verf\u00fcgbar, betonen die Autoren. &#8222;Die Entwicklung von Wind- und Solarenergie boomt, wodurch die Kosten sinken. Das bedeutet, dass die internationale Gemeinschaft ihre Klimaschutzma\u00dfnahmen beschleunigen kann &#8211; wenn sie sich dazu entschlie\u00dft.&#8220;<\/p>\n<p>Besonders in der Pflicht sehen die UN die wirtschaftsstarken L\u00e4nder der G20: Diese Staaten, die f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Emissionen verantwortlich sind, seien nicht auf dem Weg, ihre Ziele f\u00fcr 2030 zu erreichen. Stattdessen seien ihre Emissionen 2024 um 0,7 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Wegen der Erderw\u00e4rmung gibt es in vielen Regionen h\u00e4ufiger und \u00f6fter extremes Wetter, also Hitzewellen und D\u00fcrren, St\u00fcrme und \u00dcberflutungen. Dies kann ganze Regionen unbewohnbar machen, Ernten zerst\u00f6ren und damit Hungerkrisen versch\u00e4rfen. Au\u00dferdem steigt der Meeresspiegel, was K\u00fcstenregionen und kleine Inselstaaten bedroht. Je st\u00e4rker die Erw\u00e4rmung, desto extremer die Folgen &#8211; zudem steigt das Risiko f\u00fcr das \u00dcberschreiten von unumkehrbaren Kipppunkten mit unabsehbaren Folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zeichen auf &#8222;Klimakollaps&#8220; UN: Erde steuert auf 2,8 Grad Erw\u00e4rmung zu 04.11.2025, 15:01 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":550482,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[752,949,13,952,14,15,12,10,8,9,11,12018,103,104],"class_list":{"0":"post-550481","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-bildung","9":"tag-duerre","10":"tag-headlines","11":"tag-klimawandel","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-vereinte-nationen","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115491955369923344","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/550481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=550481"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/550481\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/550482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=550481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=550481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=550481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}