{"id":550531,"date":"2025-11-04T15:07:14","date_gmt":"2025-11-04T15:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550531\/"},"modified":"2025-11-04T15:07:14","modified_gmt":"2025-11-04T15:07:14","slug":"pornos-mit-strangulation-sollen-in-grossbritannien-verboten-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550531\/","title":{"rendered":"Pornos mit Strangulation sollen in Gro\u00dfbritannien verboten werden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/6709493194508902.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1450\" alt=\"ILLUSTRATION - 19.10.2023, Hamburg: ILLUSTRATION - Ein Mann schaut sich auf einem Bildschirm eine Porno-Internetseite an. (gestellte Szene) (zu dpa:\" data-image-id=\"6709493194508902\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Pornos k\u00f6nnen mitunter verzerrte und gef\u00e4hrliche Erwartungen an Sex hervorrufen.Bild: dpa \/ Marcus Brandt<\/p>\n<p>Good News<\/p>\n<p>Nach einem Bericht \u00fcber gewaltt\u00e4tige Sexdarstellungen in Mainstream-Pornos zieht die britische Regierung Konsequenzen: Szenen mit Strangulation oder Erstickung sollen k\u00fcnftig verboten sein.<\/p>\n<p>04.11.2025, 14:3904.11.2025, 14:39<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/218034915382417.webp\" alt=\"Kathrin Martens\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In Gro\u00dfbritannien will die Regierung h\u00e4rter gegen gewaltt\u00e4tige Pornografie im Internet vorgehen. Konkret soll das Zeigen oder Besitzen von pornografischen Inhalten, die Strangulation oder Erstickung beinhalten, k\u00fcnftig eine Straftat sein, wie BBC berichtet. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Der Schritt ist Teil eines neuen Gesetzespakets zur Bek\u00e4mpfung von Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen \u2013 und eine Reaktion auf besorgniserregende Entwicklungen in der Online-Pornowelt. <\/p>\n<p>Regierung zieht Konsequenzen aus alarmierendem Bericht zu Pornos<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"> <strong>Eine Untersuchung hatte ergeben, dass Darstellungen von W\u00fcrgen oder Erstickung beim Sex auf gro\u00dfen Pornoseiten weitverbreitet sind \u2013 und diese Darstellungen das Verhalten junger Menschen beeinflussen. <\/strong>Viele w\u00fcrden die gezeigten Praktiken als &#8222;normal&#8220; ansehen und unreflektiert \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">K\u00fcnftig soll das Teilen und Besitzen solcher Inhalte strafbar sein \u2013 laut Entwurf durch eine Erg\u00e4nzung der Crime and Policing Bill, die derzeit im britischen Parlament beraten wird. Online-Plattformen sollen verpflichtet werden, entsprechende Inhalte aktiv zu erkennen und zu l\u00f6schen. Bei Verst\u00f6\u00dfen drohen Ma\u00dfnahmen durch die Medienaufsicht Ofcom.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"> Das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Innovation und Technologie (DSIT) erkl\u00e4rte, die \u00c4nderung mache W\u00fcrgeszenen in Pornografie zu einem &#8222;vorrangigen Versto\u00df&#8220; nach dem Online Safety Act. <strong>Damit steht die Praxis auf einer Stufe mit Kinderpornografie und Terrorinhalten.<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Widerlich und gef\u00e4hrlich&#8220; \u2013 klare Worte von Ministerin Liz Kendall<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"> Technologieministerin Liz Kendall fand laut <a target=\"_blank\" rel=\"follow noopener\" href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/clyk3qzq7k7o\">BBC<\/a> deutliche Worte zu Choking in Pornos: <\/p>\n<p>&#8222;Das Ansehen und Teilen solcher Inhalte ist nicht nur zutiefst verst\u00f6rend \u2013 es ist widerlich und gef\u00e4hrlich. Wer solche Szenen ver\u00f6ffentlicht oder verbreitet, tr\u00e4gt zu einer Kultur der Gewalt und des Missbrauchs bei, die in unserer Gesellschaft keinen Platz hat.&#8220;<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Kendall k\u00fcndigte zudem an, Technologiekonzerne st\u00e4rker in die Pflicht zu nehmen: &#8222;Wir sorgen daf\u00fcr, dass Plattformen diese Inhalte stoppen, bevor sie sich \u00fcberhaupt verbreiten k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"> Die konservative Politikerin Baroness Bertin hatte bereits Anfang des Jahres gewarnt, dass es &#8222;keine ausreichende staatliche Kontrolle&#8220; \u00fcber die Pornoindustrie gebe.<strong> Laut BBC zitierte sie den Fall eines 14-j\u00e4hrigen Jungen, der seine Lehrerin fragte, wie man M\u00e4dchen beim Sex w\u00fcrgt \u2013 inspiriert durch Inhalte aus dem Internet.<\/strong> <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Wer solche Praktiken nachahme, riskiere Bertins Auffassung nach &#8222;verheerende Folgen&#8220;. Eine BBC-Umfrage aus dem Jahr 2019 zeigte, dass 38 Prozent der Frauen zwischen 18 und 39 Jahren beim Sex bereits gew\u00fcrgt wurden \u2013 meist ohne klare Zustimmung oder Bewusstsein \u00fcber die Risiken.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Bernie Ryan, Leiterin des &#8222;Institute for Addressing Strangulation&#8220;, lobte die Gesetzes\u00e4nderung: <strong>&#8222;Strangulation ist eine ernsthafte Form von Gewalt, die oft in Beziehungen eingesetzt wird, um Kontrolle und Angst auszu\u00fcben.&#8220;<\/strong> Solche Darstellungen w\u00fcrden verwirrende und sch\u00e4dliche Signale \u00fcber Intimit\u00e4t senden.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Auch Andrea Simon von der End Violence Against Women Coalition nannte das Vorhaben einen &#8222;wichtigen Schritt&#8220;. Sie erkl\u00e4rte: &#8222;Es gibt keine sichere Form des W\u00fcrgens. Frauen k\u00f6nnen einer langfristigen Sch\u00e4digung \u2013 etwa Ged\u00e4chtnisverlust oder kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen \u2013 nicht wirklich zustimmen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Doch nicht alle sind \u00fcberzeugt, dass das neue Gesetz wirklich Wirkung zeigen wird. <\/p>\n<p>Gesetz gegen Pornografie: Aktivisten bleiben skeptisch<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die Aktivistin Fiona Mackenzie, Gr\u00fcnderin der Gruppe &#8222;We Can&#8217;t Consent To This&#8220;, zweifelt daran, dass die \u00c4nderung viel bewirken wird. <strong>Denn eigentlich g\u00e4be es l\u00e4ngst Gesetze gegen Pornografie, die lebensbedrohliche Handlungen zeigt \u2013 sie w\u00fcrden nur nicht durchgesetzt.<\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Sie verweist auf den Criminal Justice and Immigration Act von 2008, der bereits die Verbreitung sogenannter &#8222;extremer Pornografie&#8220; verbietet. Doch bislang, so Mackenzie, h\u00e4tten Pornoseiten davon &#8222;nichts gesp\u00fcrt&#8220;. Pornoseiten w\u00fcrden Strangulation f\u00fcr M\u00e4nner normalisieren, gleichzeitig h\u00e4tten sie noch nie gesetzliche Konsequenzen zu sp\u00fcren bekommen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Mackenzie bleibt skeptisch: &#8222;Vielleicht unternimmt die Regierung diesmal tats\u00e4chlich etwas. Aber solange wir das nicht sehen, glaube ich nicht, dass dieses neue Gesetz wirklich durchgesetzt wird.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pornos k\u00f6nnen mitunter verzerrte und gef\u00e4hrliche Erwartungen an Sex hervorrufen.Bild: dpa \/ Marcus Brandt Good News Nach einem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":550532,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-550531","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115492058247341334","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/550531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=550531"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/550531\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/550532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=550531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=550531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=550531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}