{"id":550727,"date":"2025-11-04T16:57:13","date_gmt":"2025-11-04T16:57:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550727\/"},"modified":"2025-11-04T16:57:13","modified_gmt":"2025-11-04T16:57:13","slug":"juergen-bluhm-hat-schokolade-zu-seinem-beruf-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/550727\/","title":{"rendered":"J\u00fcrgen Bluhm hat Schokolade zu seinem Beruf gemacht"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Alles begann, als J\u00fcrgen Bluhm nach zehn Jahren in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mexiko\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mexiko<\/a> nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duesseldorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">D\u00fcsseldorf<\/a> zur\u00fcckkehrte und seine Erlebnisse teilen wollte \u2013 mit Bildern, Geschichten und einer \u00fcberraschenden Entdeckung: \u201eDie Leute waren baff, dass die Maya die Schokolade erfunden haben.\u201c Da die Zielgruppe f\u00fcr Mexiko-Vortr\u00e4ge begrenzt war, erfand er kurzerhand den \u201eSchokoladenabend\u201c \u2013 und pl\u00f6tzlich kamen die Menschen in Scharen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch habe \u00fcber Schokolade erz\u00e4hlt. Nat\u00fcrlich kamen die Pyramiden, die Maya, die Natur und alles, was dazugeh\u00f6rt, vor. Aber dann habe ich, vor knapp 20 Jahren, meine ersten Veranstaltungen durchgef\u00fchrt\u201c, erinnert sich Bluhm. \u201eIch habe eine Weltreise gemacht, die Kakaobohne probiert, mit der Machete die Kakaofrucht aufgeschlagen, die Kakaosamen, die Kakaobohne, die Ursprungsschokolade kennengelernt und festgestellt, dass die gar nicht so s\u00fc\u00df ist. Abh\u00e4ngig nat\u00fcrlich davon, wie viel <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/zucker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zucker<\/a> man reinmacht. Aber bei einer Ursprungsschokolade w\u00e4re es schlimm, wenn man da Milch oder etwas Streckendes reingeben w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Bluhm gab Workshops rund um die Welt      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seitdem ist J\u00fcrgen Bluhm unterwegs \u2013 mit Tastings, Dinners, Online-Events und Workshops f\u00fcr Menschen, die Schokolade nicht nur genie\u00dfen, sondern auch verstehen m\u00f6chten. Ob \u201eChampagner und Schokolade\u201c mit Sommeliers, \u201eKaffee und Schokolade\u201c oder \u201eWhisky und Schokolade\u201c, seine Veranstaltungen sind Erlebnisse. \u201eWir zeigen Filme auf gro\u00dfer Leinwand, die Leute machen ihre eigene Schokolade, ich bringe die Schokoladenmaschine mit.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend Corona f\u00fchrte er online Seminare durch, schickte Schokoladenpakete nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/japan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Japan<\/a>, Mexiko und Lissabon \u2013 live moderiert, mehrsprachig, mit der ganzen Familie im Einsatz. \u201eNur in der Schweiz hat der Zoll die Schokolade geklaut\u201c, erinnert er sich lachend. Die Online-Events wurden von Unternehmen, gro\u00dfen Kanzleien, Pharmaunternehmen gebucht. \u201eDie haben uns f\u00fcr ihre Weihnachtsfeiern gebucht, \u00fcber Teams oder Zoom. Wir haben 150 Pakete verschickt \u2013 die Post hat uns gehasst! Es waren Briefboxen mit Schokoladen, Kakaobohnen, Whisky-Samples, je nach Event.\u201c Ein voller Erfolg. \u201eWir haben \u00fcber Plattformen wie My Days oder Jochen Schweizer verkauft und lagen weit \u00fcber dem, was andere anbieten, weil wir Qualit\u00e4t geboten haben\u201c, sagt J\u00fcrgen Bluhm.<\/p>\n<p>D\u00fcsseldorfer hat Buch \u00fcber Schokolade geschrieben      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dann war Corona \u00fcberstanden und J\u00fcrgen Bluhm startete sein n\u00e4chstes Projekt namens \u201eDie Schokoladenbotschaft\u201c. Daf\u00fcr hat er ein Buch geschrieben \u2013 \u201eSchokolade. Das Geheimnis vom Gl\u00fcck\u201c hei\u00dft es. Es ist ein Bildband, der Genuss, Nachhaltigkeit und globale Verantwortung verbindet. Mit Fotos von Greenpeace-Botschafter Markus Maukte und Texten im Stil Alexander von Humboldts, wie er lachend anf\u00fcgt. So will J\u00fcrgen Bluhm den <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kakao\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kakao<\/a> in einen gr\u00f6\u00dferen Kontext stellen: \u201eEs geht um \u00f6kologische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung \u2013 kein Greenwashing.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Niederschwelligere Angebote bietet Bluhm aber auch. So ist er wiederholt in Kinderg\u00e4rten zu Besuch und ist begeistert von der Neugier der Kinder. \u201eDie Kinder sagen: \u201aWenn Kinder f\u00fcr die billige Schokolade arbeiten m\u00fcssen, w\u00fcrde ich in Zukunft bessere Schokolade kaufen, um das zu verhindern.&#8217;\u201c Kinderarbeit k\u00f6nne man bei Supermarktschokolade nicht ausschlie\u00dfen, allein wegen des Preises. Kakaobauern bek\u00e4men nur zwei Cent pro Tafel. \u201eIn Westafrika, in der Elfenbeink\u00fcste und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ghana\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ghana<\/a>, wo 70 Prozent des Kakaos herkommen, werden Kinder \u00fcber Landesgrenzen verschleppt, arbeiten unter sklaven\u00e4hnlichen Bedingungen und gehen nicht zur Schule. Das geh\u00f6rt nicht in unsere Zeit\u201c, sagt Bluhm. Auch Schulen, Volkshochschulen und Unis sind interessiert an seinen Besuchen, denn J\u00fcrgen Bluhm verbindet Bildung und Aufkl\u00e4rung mit Entertainment und eigenem Ausprobieren.<\/p>\n<p>Schattenseiten der g\u00fcnstigen Schokolade      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei diesen Auftritten erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Bluhm, warum Schokolade aus S\u00fcdamerika, Afrika oder <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/asien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asien<\/a> anders schmeckt \u2013 wie Wein h\u00e4ngt es vom Terroir, der Bohne und dem Boden ab. Aber er redet nicht nur \u00fcber Geschmack. Er zeigt auch die Schattenseiten: Kinderarbeit in Westafrika, zwei Cent pro Tafel f\u00fcr den Kakaobauern, Monokulturen. \u201eSupermarktschokolade? Oft nur Zucker und Fett. Gute Schokolade erkennt man am Preis \u2013 und am Gewissen\u201c, sagt J\u00fcrgen Bluhm \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deshalb verkauft er keine Schokolade \u2013 er bleibt unabh\u00e4ngig und w\u00e4hlt f\u00fcr jedes Event die besten, fair gehandelten, handwerklichen Tafeln aus. \u201eIch esse seit 15 Jahren nur noch hochwertige Schokolade \u2013 aus Hawaii, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/england\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">England<\/a>, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/chemnitz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chemnitz<\/a>. Das ist mein <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beruf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beruf<\/a>.\u201c So sucht er f\u00fcr jedes Event die besten Schokoladen, die ethisch gehandelt sind, wo der Kakaobauer fair bezahlt wird und die handwerklich aus der Kakaobohne hergestellt sind.<\/p>\n<p>Im Schnitt isst jeder Deutsche zehn Kilogramm Schokolade pro Jahr      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas trifft nur auf zehn Prozent der Schokoladen weltweit zu. Supermarktschokolade wird aus Kakaomasse oder Kuvert\u00fcre gemacht, mit wenig Einfluss auf die Aromen. Gute Schokolade ist wie guter Kaffee \u2013 die Bohne wird fermentiert, ger\u00f6stet, veredelt. Die Schokoladen, die ich f\u00fcr meine Events kaufe, kosten zwischen f\u00fcnf und acht Euro pro 100 Gramm.\u201c Und er gibt gar nicht einmal mehr aus als andere Schokoladen-Konsumenten. Vielmehr isst er einfach weniger der h\u00f6herpreisigen Tafeln. \u201eIm Durchschnitt isst jeder Deutsche zehn Kilo pro Kopf pro Jahr. Das ist ungesund, weil Zucker und Fett in der Natur so nicht vorkommen. Hochwertige Schokolade kannst du nicht so viel essen \u2013 die Bitterstoffe und Aromen sind intensiv.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wer das einmal live erleben m\u00f6chte, der kann sich bei J\u00fcrgen Bluhm melden. Mehr Infos gibt es <a href=\"https:\/\/www.soiree-chocolat.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">online<\/a>. Bei ihm geht es nicht nur um Genuss. Es geht um Bewusstsein. Mit Schmelzpunkt, denn J\u00fcrgen Bluhm ist kein Verk\u00e4ufer \u2013 er ist ein Botschafter. Und seine Botschaft lautet: \u201eSchokolade kann die Welt ein kleines St\u00fcck besser machen \u2013 eine Bohne nach der anderen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Alles begann, als J\u00fcrgen Bluhm nach zehn Jahren in Mexiko nach D\u00fcsseldorf zur\u00fcckkehrte und seine Erlebnisse teilen wollte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":550728,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[15910,54383,98477,11696,44022,3364,29,3405,69375,30,15435,52817,133812,208,1209,18850,133809,133813,133811,133810,133815,133814,133808],"class_list":{"0":"post-550727","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-abend","9":"tag-bluhm","10":"tag-bohne","11":"tag-botschaft","12":"tag-champagner","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-duesseldorf","16":"tag-erlebnisse","17":"tag-germany","18":"tag-juergen","19":"tag-kakao","20":"tag-kakaobohne","21":"tag-mexiko","22":"tag-nordrhein-westfalen","23":"tag-schokolade","24":"tag-schokoladenabend","25":"tag-schokoladenbotschaft","26":"tag-schokoladenbotschafters","27":"tag-schokoladenliebe","28":"tag-schokoladenpakete","29":"tag-supermarktschokolade","30":"tag-svari"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115492490136185502","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/550727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=550727"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/550727\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/550728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=550727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=550727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=550727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}