{"id":551277,"date":"2025-11-04T21:57:17","date_gmt":"2025-11-04T21:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/551277\/"},"modified":"2025-11-04T21:57:17","modified_gmt":"2025-11-04T21:57:17","slug":"schweiz-gruende-fuer-platz-1-bei-digitaler-wettbewerbsfaehigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/551277\/","title":{"rendered":"Schweiz: Gr\u00fcnde f\u00fcr Platz 1 bei digitaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit"},"content":{"rendered":"<p>Digitale Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u2013 <\/p>\n<p>Schweiz schl\u00e4gt die USA und Singapur \u2013 trotz Funkl\u00f6chern im Zug<\/p>\n<p class=\"ContentHead_lead____SsS link_regular__O0hk0 link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs\">Im globalen Ranking sind Talente und Stabilit\u00e4t wichtiger als Techgiganten. Warum? Das erkl\u00e4rt der am Ranking beteiligte IMD-Chef\u00f6konom Jos\u00e9 Caballeros.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/5DRQzc5IKnSAA3MG4SxFeR.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Edith Hollenstein\" class=\"AuthorImage_root__WCxj_ ContentMetaInfo_authorimage__Mp4LD AuthorImage_-content-head__3qDob\" style=\"background-color:#686868\"\/>Publiziert heute um 21:04 Uhr<img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/3TJCiN7WqDxBdvLA91qwCo.jpg\" alt=\"N\u00e4chtliche Luftaufnahme von Z\u00fcrich, erleuchtet von Strassenlaternen und Geb\u00e4uden, mit vielen Lichtern, 03.06.2021.\" title=\"N\u00e4chtliche Luftaufnahme von Z\u00fcrich, erleuchtet von Strassenlaternen und Geb\u00e4uden, mit vielen Lichtern, 03.06.2021.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#5E5E4E\"\/><\/p>\n<p>Die Schweiz f\u00fchrt erstmals die Rangliste der digital wettbewerbsf\u00e4higsten Staaten an: Blick auf Z\u00fcrich, wo die ETH sowie internationale Techkonzerne wie Google und Nvidia angesiedelt sind.<\/p>\n<p>Foto: Urs Jaudas<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die Schweiz ist seit Sommer das wettbewerbsf\u00e4higste Land der Welt \u2013 und nun auch <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz-erstmals-nummer-1-bei-digitaler-wettbewerbsfaehigkeit-208433027797\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das digital wettbewerbsf\u00e4higste.<\/a> Wie kann es sein, dass wir pl\u00f6tzlich besser dastehen als Singapur oder die USA \u2013 also Volkswirtschaften, die den Ausbau digitaler Infrastruktur massiv f\u00f6rdern? Jos\u00e9 Caballeros, Chef\u00f6konom an der Lausanner Wirtschaftshochschule IMD, erkl\u00e4rt die Gr\u00fcnde. Er war massgeblich an diesem Ranking beteiligt.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Herr Caballeros, wir haben kein elektronisches Patientendossier und Zugreisende m\u00fcssen st\u00e4ndig WLAN-Ausf\u00e4lle hinnehmen. Trotzdem ist die Schweiz Spitzenreiterin bei der digitalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Auch ich \u00e4rgere mich \u00fcber Funkl\u00f6cher im Zug. Und wenn ich f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung meiner Aufenthaltsgenehmigung jedes Mal pers\u00f6nlich bei der Gemeinde vorsprechen muss, frage ich mich, warum das nicht auf dem elektronischen Weg m\u00f6glich ist. Doch solche Infrastrukturprobleme haben andere L\u00e4nder auch. In der Schweiz hingegen gibt es gleichzeitig hoch qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte, sie ist ein Standort f\u00fcr Spitzenforschung und hat einen sehr stabilen institutionellen Rahmen. Mit Blick auf die derzeitige Regierungsf\u00fchrung in den USA und die damit verbundene Unsicherheit zeigt sich, wie wertvoll dies ist, um die digitale Wettbewerbsf\u00e4higkeit voranzutreiben.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Die Schweiz steht zwar f\u00fcr Spitzenforschung und hoch qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte. Doch die hier pr\u00e4senten grossen Techfirmen stellen vor allem Expats ein. Wird dies im Ranking ber\u00fccksichtigt?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Der un\u00fcbertroffene Vorteil des Schweizer Bildungssystems ist, dass es genau die Talente hervorbringt, die die Privatwirtschaft ben\u00f6tigt. Gleichzeitig gibt es, wenn der Bedarf besteht, die M\u00f6glichkeit, Talente aus dem Ausland zu holen. Das Land ist aufgrund seiner starken Forschungseinrichtungen und der hohen Lebensqualit\u00e4t in der Lage, hoch qualifizierte ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte und Innovatoren anzuziehen. Dieser hohe Standard und diese Flexibilit\u00e4t existieren in den USA nicht.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Die Schweiz hat kein Techunternehmen hervorgebracht, das <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/darum-koennen-tech-firmen-aus-der-eu-nicht-mit-den-usa-mithalten-547240033257\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nur ann\u00e4hernd an Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Google und Meta herankommt.<\/a> Wie kann die Schweiz digital wettbewerbsf\u00e4higer sein als die USA?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Unser Ranking misst nicht, wer heute am digitalsten ist oder den Markt dominiert, sondern die F\u00e4higkeit von Volkswirtschaften, digitale Modelle erfolgreich umzusetzen.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was heisst das?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Es bewertet, wie gut ein Land in Bezug auf Talent, Forschung, Kapital, Institutionen und Unternehmenskultur aufgestellt ist, um digitale Technologien schnell und wirksam zu \u00fcbernehmen. Es geht also nicht darum, ob das Land heute schon die gr\u00f6sste Marktmacht hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/BcUAT8Ukq1w8n_dLrGt8pr.jpg\" alt=\"Portr\u00e4t eines Mannes mit Bart in einem Anzug vor unscharfem gr\u00fcnem Hintergrund.\" title=\"Portr\u00e4t eines Mannes mit Bart in einem Anzug vor unscharfem gr\u00fcnem Hintergrund.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#AD7350\"\/><\/p>\n<p>Jos\u00e9 Caballeros ist Chef\u00f6konom an der Managementschule IMD in Lausanne. Er ist massgeblich am Ranking der Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Staaten beteiligt.<\/p>\n<p>Foto: PD<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">In diesem Fall h\u00e4tte die Schweiz am ehesten die Kapazit\u00e4t, durch die Digitalisierung Wirtschaftswachstum zu generieren, richtig? Doch dass die k\u00fcnftigen Apples, Googles und Amazons bei uns entstehen sollen, wirkt utopisch.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Unser Ranking kann nicht in die Zukunft blicken. Doch die Schweiz hat globale Grosskonzerne hervorgebracht \u2013 denken wir etwa an Nestl\u00e9. Analog dazu gibt es auch heute in der Schweiz diverse Firmen mit viel Potenzial.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Wie soll das gehen? Pr\u00e4sident Trump st\u00e4rkt die digitale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der USA, indem er Regulierungen f\u00fcr Techkonzerne abschafft, ein riesiges KI-Investitionspaket gesprochen hat und Regulierungsbem\u00fchungen der EU mit Zollandrohungen bestraft.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Der Technologiesektor in den USA ist ein Oligopol. Das heisst: Die Marktmacht konzentriert sich auf wenige sehr grosse Unternehmen. Die USA nutzen diese Dominanz, um zum Beispiel in Europa eine Lockerung von Regulierungen auszuhandeln, damit US-Firmen effizienter im eigenen Interesse agieren k\u00f6nnen \u2013 oft zulasten lokaler Anbieter. Wie sich das auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit den USA auswirkt, werden wir erst im kommenden Ranking abbilden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Es gibt zwar viele Start-ups und Spin-offs von ETH und EPFL, doch viele gehen nicht in der Schweiz an die B\u00f6rse, sondern in den USA. Die Schweiz profitiert also gar nicht so sehr davon.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Wenn diese Firmen in den Vereinigten Staaten kotiert sind und Kapital aus dem Ausland anziehen k\u00f6nnen, zeigt das, dass sie etwas richtig machen. Gut m\u00f6glich, dass eines dieser Start-ups irgendwann die Reichweite von Google und Apple haben wird.<\/p>\n<p class=\"DynamicTeaser_boxtitle__B6piN\">Techstandort Schweiz<\/p>\n<p>Newsletter<\/p>\n<p>Wirtschaft heute<\/p>\n<p>Erhalten Sie die wichtigsten News aus der Wirtschaft sowie die besten Hintergr\u00fcnde und Analysen.<\/p>\n<p><a class=\"NewsletterBox_more__FNemz link_underlinelink__K5Zr0\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/newsletter-uebersicht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weitere Newsletter<\/a><\/p>\n<p>Einloggen<strong>Edith Hollenstein <\/strong>ist Wirtschaftsredaktorin und stellvertretende Leiterin des Wirtschaftsteams. Sie arbeitet seit mehr als f\u00fcnfzehn Jahren im Journalismus.<a class=\"ArticleAuthorBio_moreinfo__cqyvz link_underlinelink__K5Zr0\" rel=\"author nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/author\/75684502\/edith-hollenstein\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p class=\"Feedback_root__fr_Mi ArticleContainer_content-width__FRl7F\">Fehler gefunden?<a href=\"mailto:tagesleitung.korrektorat@tamedia.ch?subject=Hinweis%20auf%20Fehler%20%7C%20Edith%20Hollenstein%20%7C%20Schweiz%20schl%C3%A4gt%20die%20USA%20und%20Singapur%20%E2%80%93%20trotz%20Funkl%C3%B6chern%20im%20Zug&amp;body=Ich%20habe%20in%20diesem%20Inhalt%20einen%20Fehler%20entdeckt%3A%20https%3A%2F%2Fwww.tagesanzeiger.ch%2Fschweiz-gruende-fuer-platz-1-bei-digitaler-wettbewerbsfaehigkeit-268813724831\" class=\"Feedback_feedbacklink__VyDCi link_underlinelink__K5Zr0\">Jetzt melden.<\/a><\/p>\n<p>0 Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Digitale Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u2013 Schweiz schl\u00e4gt die USA und Singapur \u2013 trotz Funkl\u00f6chern im Zug Im globalen Ranking sind&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":551278,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-551277","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115493670867155738","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/551277","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=551277"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/551277\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/551278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=551277"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=551277"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=551277"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}