{"id":552071,"date":"2025-11-05T05:17:12","date_gmt":"2025-11-05T05:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552071\/"},"modified":"2025-11-05T05:17:12","modified_gmt":"2025-11-05T05:17:12","slug":"elbvertiefung-der-taegliche-newsletter-aus-hamburg-wie-wir-leben-wie-wir-duschen-und-wieso-pressefreiheit-so-wichtig-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552071\/","title":{"rendered":"Elbvertiefung: Der t\u00e4gliche Newsletter aus Hamburg: Wie wir leben, wie wir duschen und wieso Pressefreiheit so wichtig ist"},"content":{"rendered":"<p>        Liebe Leserin, lieber Leser,        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nich<br \/>\nfreue mich, dass wir in dieser Woche die Tage zusammen beginnen. Und<br \/>\nbevor ich gleich zu etwas anderem komme, nun kurz zu einem wichtigen<br \/>\nPunkt, der mir bei Ihren vielen sehr netten R\u00fcckmeldungen<br \/>\naufgefallen ist: <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nWir<br \/>\ndenken, wir kennen Sie. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nZumindest<br \/>\nso einigerma\u00dfen, schlie\u00dflich schreiben wir diesen Newsletter nun<br \/>\nseit zehn Jahren, die ZEIT:Hamburg erscheint schon etwas l\u00e4nger, und<br \/>\ndie gro\u00dfe ZEIT kommt langsam ins Urgro\u00dfeltern-Alter (&#8222;Ich habe<br \/>\neuch alle in der Pubert\u00e4t erlebt, und keiner von euch konnte mehr<br \/>\nseine Socken sortieren \u2026&#8220;). Au\u00dferdem wei\u00df ich seit gestern und<br \/>\nkonnte deswegen vor Aufregung kaum schlafen, dass einige von Ihnen<br \/>\nHunde haben, die sogar die Elbvertiefung lesen!\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nAber<br \/>\nin Wirklichkeit ist es nat\u00fcrlich andersherum: Sie kennen uns.<br \/>\nBesser, als wir denken. Viel besser.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nVor<br \/>\nein paar Tagen war ich mit meinem hochgesch\u00e4tzten Kollegen Florian<br \/>\nZinnecker im ZEIT Caf\u00e9 neben dem Redaktionshaus. Wir kippten hastig<br \/>\neinen Kaffee (also jeder von uns einen) und sprachen kurz \u00fcber<br \/>\netwas. Tage sp\u00e4ter schrieb eine freundliche Leserin, auch sie sei<br \/>\ndort gewesen, habe uns beide erkannt, aber uns nicht angesprochen,<br \/>\ndenn wir seien offensichtlich in Eile gewesen (stimmt, lieben Dank).<br \/>\nUnd gestern kam dann eine Mail eines ebenso freundlichen Lesers, der<br \/>\nverriet: &#8222;Ich<br \/>\nlese wirklich jede Ausgabe, kenne alle Redakteure, wei\u00df, wo sie<br \/>\nherkommen, wo sie studiert haben, ob sich der Ehemann dar\u00fcber<br \/>\nechauffiert, dass die Redakteurin zu lange duscht, oder wann es mit<br \/>\ndem Fahrrad schwierig wird, zur Arbeit zu kommen oder nach Hause oder<br \/>\nwie die Erinnerungen an das Studium in Paris sind oder wo der<br \/>\n\u00fcbersch\u00fcssige Hausrat nach dem Umzug nach Hamburg gelagert wurde.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nIch<br \/>\ngestehe: Beim Wissen um Ihre Lebensverh\u00e4ltnisse und Ihr<br \/>\nDuschverhalten haben wir umgekehrt noch ziemlich Nachholbedarf. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nAber<br \/>\ndann verrate ich Ihnen ja sicher kein Geheimnis, wenn ich nun<br \/>\nerz\u00e4hle, dass ich beispielsweise nicht nur B\u00fccher, Laufen und Hunde<br \/>\nwichtig finde. Sondern auch die Hamburger<br \/>\nWoche der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/pressefreiheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressefreiheit<\/a>, die noch bis zum Samstag l\u00e4uft. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nIn<br \/>\nund um <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/hamburg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburg<\/a> gibt es mehr als 50 Veranstaltungen rund um das Thema<br \/>\nPressefreiheit, Desinformation und Medienkompetenz, und morgen werden<br \/>\nwie jedes Jahr von der ZEIT Stiftung Bucerius und der norwegischen<br \/>\nStiftung Fritt Ord die Free Media Awards vergeben, diesmal im<br \/>\nHamburger Rathaus. Die Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger stammen aus<br \/>\nder Ukraine, aus Georgien, Ungarn, Russland, Belarus und<br \/>\nAserbaidschan, es sind Journalistinnen und Journalisten mit<br \/>\nunheimlichem Mut, die f\u00fcr ihre Arbeit verfolgt, misshandelt und<br \/>\neingesperrt werden und die trotzdem alles riskieren und weitermachen.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit-stiftung.de\/themen\/thema\/299-free-media-awards-das-sind-unsere-preistraeger-innen-2025?=&amp;icode=01w0040k0059Inhemanew2104&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=elbvertiefung&amp;utm_campaign=zplus&amp;utm_content=&amp;wt_zmc=emanew.int.zabo.elbvertiefung.zplus....x\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr<br \/>\ndazu lesen Sie hier<\/a>.<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZON<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Elbvertiefung \u2013 Der t\u00e4gliche Newsletter f\u00fcr Hamburg<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Erfahren Sie aus der Redaktion der ZEIT, was in Hamburg wichtig ist \u2013 pr\u00e4gnant, pers\u00f6nlich und pointiert, jeden Werktag um 6 Uhr.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei<br \/>\neinigen der Veranstaltungen sind noch ein paar Pl\u00e4tze frei, es geht<br \/>\nunter anderem um den Beruf des Journalisten, um <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/fake-news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Desinformation<\/a>,<br \/>\nCyberangriffe, Fake-News, Web-Fakes und wie sich diese erkennen<br \/>\nlassen. Wenn Sie also zum Beispiel wissen wollen, in welchem der<br \/>\nReels im Netz der boxende Trump mutma\u00dflich echt ist und der B\u00e4r,<br \/>\nder dem auf der Toilette sitzenden Mann auf den Scho\u00df springt,<br \/>\nmutma\u00dflich falsch: <a href=\"https:\/\/www.pressefreiheit.hamburg\/programm\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<br \/>\ngeht es zum Programm<\/a>.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nHerzliche<br \/>\nGr\u00fc\u00dfe,\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Ihr<br \/>\nMark Sp\u00f6rrle<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nPS:<br \/>\nIch gestehe Ihnen noch etwas: Auch ich muss umst\u00e4ndehalber etwas<br \/>\n\u00fcbersch\u00fcssigen Hausrat lagern. Wenn Sie mir also unauff\u00e4llig<br \/>\nverraten k\u00f6nnen, wie und wo meine Kolleginnen und Kollegen dies<br \/>\nbewerkstelligt haben: Schreiben Sie mir gerne, pssst!\n<\/p>\n<p>        WAS HEUTE WICHTIG IST            <\/p>\n<p>                                        \u00a9\u00a0Jens B\u00fcttner\/\u200bdpa<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der<br \/>\nBundeskanzler hat den norddeutschen Bundesl\u00e4ndern <strong>mehr<br \/>\nUnterst\u00fctzung bei Investitionen in die H\u00e4fen<\/strong><br \/>\nin Aussicht gestellt. W\u00f6rtlich sagte Friedrich Merz (CDU) gestern:<br \/>\n&#8222;Wir wollen versuchen, hier mehr zu tun, damit die<br \/>\nHafeninfrastruktur gut ausgebaut wird.&#8220; Konkreter wurde er nicht.<br \/>\nZuvor hatte der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe den<br \/>\nBund aufgefordert, j\u00e4hrlich 500 Millionen Euro f\u00fcr die H\u00e4fen<br \/>\nbereitzustellen. Es gebe einen Investitionsstau von rund 15<br \/>\nMilliarden Euro.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eine<br \/>\n<strong>Mehrheit<br \/>\nder Deutschen w\u00fcnscht sich Olympia,<\/strong><br \/>\naber nicht in Hamburg. Darauf deutet zumindest eine repr\u00e4sentative<br \/>\nUmfrage hin, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der<br \/>\nZeitschrift stern<br \/>\ndurchgef\u00fchrt<br \/>\nhat. 72 Prozent der Befragten sind f\u00fcr Olympische Spiele in<br \/>\nDeutschland, 22 Prozent dagegen. Der klar favorisierte Austragungsort<br \/>\nist M\u00fcnchen mit 39 Prozent der Stimmen, auf Hamburg entfallen nur 11<br \/>\nProzent. Die Entscheidung, mit welcher Stadt sich Deutschland<br \/>\nbewerben wird, soll im kommenden Jahr fallen. Es geht dabei um die<br \/>\nAustragung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der<br \/>\nPianist und Dirigent <strong>Justus<br \/>\nFrantz hat sich von Russlands Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin mit einem<br \/>\nOrden auszeichnen lassen. <\/strong>Daf\u00fcr<br \/>\nwar der 81 Jahre alte Musiker trotz der Sanktionen nach Moskau<br \/>\ngereist. Frantz,<br \/>\nder unter anderem das Schleswig-Holstein Musik Festival erfunden hat,<br \/>\nwar vor einigen Jahren in die Kritik geraten, weil er auch nach dem<br \/>\nAngriffskrieg auf die Ukraine noch Konzerte in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> dirigierte.<br \/>\nIm <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hamburg\/2023-12\/justus-frantz-shmf-russland-dirigent?=&amp;icode=01w0040k0059Inhemanew2104&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=elbvertiefung&amp;utm_campaign=zplus&amp;utm_content=&amp;wt_zmc=emanew.int.zabo.elbvertiefung.zplus....x\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview<br \/>\nmit der ZEIT (Z+)<\/a>\u00a0bezeichnete er den Krieg damals als &#8222;Verbrechen&#8220; und bestritt,<br \/>\ndass er sich politisch vereinnahmen lasse.\n<\/p>\n<p>        Nachricht des Tages            <\/p>\n<p>                                        \u00a9\u00a0Daniel Reinhardt\/\u200bdpa<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die<br \/>\n<strong>Klage<br \/>\ngegen den Abriss und Neubau der Sternbr\u00fccke bleibt ohne Erfolg.<\/strong><br \/>\nDas gab gestern das Oberverwaltungsgericht bekannt. Es bekr\u00e4ftigte<br \/>\ndamit seine bereits im Eilverfahren ge\u00e4u\u00dferte Auffassung, dass<br \/>\nkeine Verfahrensfehler feststellbar seien. Der Verweis der Kl\u00e4ger<br \/>\nauf den Denkmalschutz blieb ebenfalls wirkungslos: Der Neubau der<br \/>\nEisenbahnbr\u00fccke im Bezirk Altona habe Vorrang. Auch der Vorschlag<br \/>\neiner alternativen Neubauplanung \u00fcberzeugte das Gericht nicht.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nAls<br \/>\n&#8222;mutlos&#8220; kritisierte der Sprecher der Initiative Sternbr\u00fccke, Axel<br \/>\nB\u00fchler, den Beschluss gegen\u00fcber der Elbvertiefung. Die Chancen, in<br \/>\nRevision zu gehen, sch\u00e4tzte er als gering ein. Diese wurde vom<br \/>\nOberverwaltungsgericht nicht zugelassen, m\u00fcsste also vor dem<br \/>\nBundesverwaltungsgericht erstritten werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nTrotz<br \/>\ndieses R\u00fcckschlags werde der Protest seiner Initiative gegen die<br \/>\ngeplante &#8222;Monsterbr\u00fccke&#8220; weitergehen, sagte B\u00fchler. Der Neubau<br \/>\nsoll deutlich gr\u00f6\u00dfer ausfallen als die bisher bestehende Br\u00fccke,<br \/>\ndie in der heutigen Form seit dem Jahr 1926 existiert.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nOskar<br \/>\nPiegsa\n<\/p>\n<p>        In aller K\u00fcrze        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\n\u2022<br \/>\nHamburg<br \/>\nkann bis 2030 mit <strong>rund<br \/>\n2,5 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen<\/strong><br \/>\nrechnen als bisher angenommen \u2022<br \/>\nDer Unternehmer<br \/>\n<strong>Eugen<br \/>\nBlock will im Prozess gegen seine Tochter Christina nicht aussagen.<br \/>\n<\/strong>Begr\u00fcndung:<br \/>\nDie Richterin sei befangen \u2022<br \/>\nAus<br \/>\nden Polizeimeldungen: In Hamburg wurde ein <strong>mutma\u00dfliches<br \/>\nleitendes Mitglied der kurdischen PKK festgenommen.<\/strong><br \/>\nDiese unterliegt<br \/>\nin Deutschland einem Bet\u00e4tigungsverbot und wird in der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europaeische-union\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU<\/a><br \/>\nals<br \/>\nTerrororganisation bewertet. Und Studierende<br \/>\nder Uni Hamburg haben betr\u00fcgerische E-Mails erhalten, die sie zur<br \/>\nZahlung angeblich s\u00e4umiger Studiengeb\u00fchren aufforderten\n<\/p>\n<p>                        AUS DER HAMBURG-AUSGABE            <\/p>\n<p>                                        \u00a9\u00a0Daniel Reinhardt\/\u200bdpa<\/p>\n<p>        &#8222;Wiedergeburt aus deutschem Geiste&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vor<br \/>\ngenau 80 Jahren nahm die Uni Hamburg \u2013 wenige Monate<br \/>\nnach dem Ende von NS-Diktatur und Krieg \u2013<br \/>\nden Lehrbetrieb wieder auf. Am morgigen Donnerstagabend erinnert eine<br \/>\nDiskussionsveranstaltung an diese Zeit und fragt nach Lehren aus der<br \/>\nGeschichte (Eintritt frei, <a href=\"https:\/\/www.uni-hamburg.de\/newsroom\/im-fokus\/2025\/1015-80-jahre-danach.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infos<br \/>\nhier<\/a>).<br \/>\nDer Geschichtsprofessor Rainer Nicolaysen schildert den Neubeginn im<br \/>\nHerbst 1945, lesen Sie hier einen Auszug aus seinem Artikel.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Als<br \/>\ndie Hamburger Universit\u00e4t am 6. November 1945 mit einem Festakt im<br \/>\nGro\u00dfen Saal der Musikhalle, der heutigen Laeiszhalle, wiederer\u00f6ffnet<br \/>\nwurde, stand der betont feierliche Charakter der Veranstaltung in<br \/>\neigent\u00fcmlichem Kontrast zur Tr\u00fcmmerlandschaft, die weite Teile der<br \/>\nStadt durchzog. Erst ein halbes Jahr war vergangen seit der<br \/>\nkampflosen Besetzung Hamburgs durch britische Truppen am 3. Mai 1945<br \/>\nund der Schlie\u00dfung der Hansischen Universit\u00e4t, wie die 1919<br \/>\ngegr\u00fcndete Hamburgische Universit\u00e4t seit 1935 in NS-ideologischer<br \/>\nAufladung hie\u00df.<br \/>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei<br \/>\nihrer Wiederer\u00f6ffnung erkl\u00e4rte der parteilose, kurz darauf der SPD<br \/>\nbeigetretene Schulsenator Heinrich Landahl, ein prominenter<br \/>\nReformp\u00e4dagoge der Weimarer Zeit, die Universit\u00e4t stehe vor einem<br \/>\nneuen Anfang, &#8222;einer Wiedergeburt aus neuem Geiste, dem deutschen<br \/>\nGeiste, der zu sich selbst zur\u00fcckkehrt&#8220;. Fortan werde sie ihren<br \/>\ndritten, den &#8222;sauberen, sachlichen Namen&#8220; Universit\u00e4t Hamburg<br \/>\ntragen, wobei es nicht so sehr auf den Namen, sondern auf die Sache<br \/>\nankomme \u2013 &#8222;und da sollen von jetzt ab nur noch die strengsten<br \/>\nMa\u00dfst\u00e4be gelten&#8220;. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nIm<br \/>\nNationalsozialismus hatten sich die deutschen Universit\u00e4ten, die<br \/>\nsich gern als St\u00e4tten der Wahrheitsfindung, als H\u00fcter von Geist und<br \/>\nKultur verstanden, ma\u00dflos kompromittiert \u2013 wissenschaftlich wie<br \/>\nmoralisch. Wie an allen damals 23 Universit\u00e4ten in Deutschland waren<br \/>\n1933 auch in Hamburg die Gegner von Republik und Demokratie in der<br \/>\nMehrheit gewesen. Z\u00fcgig und weitgehend reibungslos vollzog sich an<br \/>\nder Hamburgischen Universit\u00e4t die Einf\u00fcgung ins<br \/>\nnationalsozialistische Herrschaftssystem. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nEtwa<br \/>\nzwanzig Prozent des Lehrk\u00f6rpers wurden aus rassistischen oder<br \/>\nanderen politischen Gr\u00fcnden entlassen, j\u00fcdische und politisch<br \/>\nmissliebige Studierende nach und nach aus der Hochschule gedr\u00e4ngt.<br \/>\nDiese ver\u00e4nderte sich im &#8222;Dritten Reich&#8220; grundlegend und stellte<br \/>\nsich in Forschung und Lehre teils gezielt, teils mittelbar in den<br \/>\nDienst des NS-Regimes.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wie<br \/>\ndie wenigen Unbelasteten im Herbst 1945 den Universit\u00e4tsbetrieb<br \/>\nerneuern sollten und welche Entt\u00e4uschungen sie dabei erwarteten,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/41\/wiedereroeffnung-universitaet-hamburg-zweiter-weltkrieg-neuanfang?=&amp;icode=01w0040k0059Inhemanew2104&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=elbvertiefung&amp;utm_campaign=zplus&amp;utm_content=&amp;wt_zmc=emanew.int.zabo.elbvertiefung.zplus....x\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lesen<br \/>\nSie weiter in der ungek\u00fcrzten Fassung auf zeit.de<\/a>.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        DER SATZ            <\/p>\n<p>                                        \u00a9\u00a0Marcus Brandt\/\u200bdpa<\/p>\n<p>        &#8222;Es geht nicht um eine Strafe, die bei einem Mord, sollte sich der Vorwurf bewahrheiten, zwingend lebenslang w\u00e4re. Es geht um die dauerhafte Unterbringung des 23-J\u00e4hrigen in der Psychiatrie.&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im<br \/>\nApril war die Schriftstellerin Alexandra Fr\u00f6hlich auf ihrem Hausboot<br \/>\nin Moorfleet get\u00f6tet worden. Nun begann der Prozess gegen den<br \/>\nmutma\u00dflichen T\u00e4ter, ihren Sohn. ZEIT:Hamburg-Autorin Elke Spanner<br \/>\nwar vor Gericht dabei und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hamburg\/2025-11\/mord-hausboot-alexandra-froehlich-sohn-prozess?=&amp;icode=01w0040k0059Inhemanew2104&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=elbvertiefung&amp;utm_campaign=zplus&amp;utm_content=&amp;wt_zmc=emanew.int.zabo.elbvertiefung.zplus....x\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtet<br \/>\nhier dar\u00fcber<\/a>.\n<\/p>\n<p>        DAS K\u00d6NNTE SIE INTERESSIEREN        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nDie<br \/>\nVeranstaltungsreihe &#8222;\u00c4rztekanzel&#8220; in St. Nikolai am Klosterstern<br \/>\nsteht in diesem Jahr unter dem Motto <a href=\"https:\/\/www.hauptkirche-stnikolai.de\/beitraege\/aertekanzel-2025\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Br\u00fcchige<br \/>\nWelt \u2013 Br\u00fcchiges Selbst. Medizin trifft Literatur&#8220;<\/a>.<br \/>\nIn den Vortr\u00e4gen und Gespr\u00e4chen mit \u00c4rzten, Schriftstellern und<br \/>\nLiteraturwissenschaftlern geht es um menschliche Grenzerfahrungen,<br \/>\nKontrollverlust und Br\u00fcche im Leben. Heute Abend ist der<br \/>\nSchriftsteller David Wagner zu Gast und spricht mit der<br \/>\nLiteraturwissenschaftlerin Sophie Witt \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von<br \/>\nLiteratur und Medizin und sein Buch Leben.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\n&#8222;Br\u00fcchige<br \/>\nWelt \u2013 Br\u00fcchiges Selbst&#8220;, 5.11., 20 Uhr; St Nikolai am<br \/>\nKlosterstern, Harvestehuder Weg 118; das komplette Programm der<br \/>\nVeranstaltungsreihe <a href=\"https:\/\/www.hauptkirche-stnikolai.de\/aerztekanzel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">finden Sie hier<\/a>.\n<\/p>\n<p>        MEINE STADT            <\/p>\n<p>                            Herbst am Wittenbergener Strand in Rissen            \u00a9\u00a0Angelika Mossdorf<\/p>\n<p>        HAMBURGER SCHNACK        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nIm<br \/>\nReha-Zentrum in Lurup sitzen zwei Personen nebeneinander auf den<br \/>\nTrimmr\u00e4dern. Der Mann sagt: &#8222;So, zehn Minuten, drei Kilometer, das<br \/>\nreicht.&#8220; Dann<br \/>\nblickt er zur Nachbarin und meint: &#8222;Oh, Sie haben ja schon vier<br \/>\nKilometer.&#8220; Sie: &#8222;Ja, ich muss noch drei, ich will noch nach<br \/>\nAltona.&#8220; Darauf er: &#8222;Ach, da nehme ich den Bus.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Geh\u00f6rt<br \/>\nvon A. Franzen\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das war<br \/>\ndie Elbvertiefung, der t\u00e4gliche Hamburg-Newsletter der ZEIT. Wenn Sie<br \/>\nm\u00f6chten, dass er t\u00e4glich um 6 Uhr in Ihrem Postfach landet, k\u00f6nnen Sie<br \/>\nihn <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/serie\/elbvertiefung\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier kostenlos abonnieren<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Liebe Leserin, lieber Leser, ich freue mich, dass wir in dieser Woche die Tage zusammen beginnen. 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