{"id":552110,"date":"2025-11-05T05:39:35","date_gmt":"2025-11-05T05:39:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552110\/"},"modified":"2025-11-05T05:39:35","modified_gmt":"2025-11-05T05:39:35","slug":"eu-analyse-sieht-reformtempo-der-ukraine-kritisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552110\/","title":{"rendered":"EU-Analyse sieht Reformtempo der Ukraine kritisch"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/kallas-154.jpg\" alt=\"Kaja Kallas\" title=\"Kaja Kallas | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 04.11.2025 16:58 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Wer in die EU will, muss auch etwas bieten &#8211; und die Reformanstrengungen der Beitrittskandidaten werden j\u00e4hrlich bewertet. Montenegro zeigt sich dabei als Mustersch\u00fcler, die Ukraine muss &#8211; trotz Fortschritten &#8211; nachsitzen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Ukraine muss ihr Reformtempo erh\u00f6hen, wenn sie ihre Ziele auf dem Weg zu einem EU-Beitritt erreichen will. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas und Erweiterungskommissarin Marta Kos in Br\u00fcssel vorgestellt haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kallas attestierte der Ukraine Fortschritte: Die umfassenden Reformen w\u00e4hrend des russischen Angriffskriegs zeigten das beachtliche Bem\u00fchen des Landes um eine EU-Mitgliedschaft. In dem Text hei\u00dft es, die Ukraine habe im vergangenen Jahr trotz ihrer \u00e4u\u00dferst schwierigen Lage ein bemerkenswertes Engagement im EU-Beitrittsprozess gezeigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">J\u00fcngste negative Entwicklungen m\u00fcssten allerdings entschieden r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden, so etwa der Druck auf Antikorruptionsbeh\u00f6rden und die Zivilgesellschaft.\u00a0Zudem mahnen die Autoren des Berichts an, die Angleichung an EU-Standards beim Schutz der Grundrechte sowie Verwaltungs- und Dezentralisierungsreformen voranzutreiben.<\/p>\n<p>    Selenskyj appelliert an Orb\u00e1n<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj forderte unterdessen Ungarn dazu auf, den Beitritt der Ukraine nicht weiter zu blockieren. &#8222;Wir k\u00e4mpfen um unser \u00dcberleben und w\u00fcrden uns sehr w\u00fcnschen, dass der ungarische Ministerpr\u00e4sident uns unterst\u00fctzt oder zumindest nicht blockiert&#8220;, sagte Selenskyj bei einer Veranstaltung des Senders Euronews, dem er per Video zugeschaltet war. Der ungarische Regierungschef Viktor Orb\u00e1n, der gute Kontakte zum russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin pflegt, lehnt eine ukrainische Kandidatur ab. Seiner Meinung nach ist Kiew nicht bereit f\u00fcr einen EU-Beitritt.<\/p>\n<p>    Sorge vor zu gro\u00dfen Erwartungen in der Ukraine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die ukrainische Regierung hat sich selbst das Ziel gesetzt, die EU-Beitrittsverhandlungen bis Ende 2028 abzuschlie\u00dfen. In der Analyse der notwendigen Reformfortschritte wird nun aber deutlich vor dem Risiko gewarnt, dass damit zu gro\u00dfe Erwartungen gesch\u00fcrt werden k\u00f6nnten. Die Kommission unterst\u00fctze das ehrgeizige Ziel, weise jedoch darauf hin, dass hierf\u00fcr eine Beschleunigung des Reformtempos erforderlich sei, hei\u00dft es dort.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neben der Ukraine wurden auch das kleine Nachbarland Moldau sowie die Westbalkanstaaten Montenegro, Albanien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Kosovo als EU-Beitrittsanw\u00e4rter von der EU-Kommission bewertet. &#8222;Wir m\u00fcssen unsere Union auf eine gr\u00f6\u00dfere EU vorbereiten&#8220;, sagte Erweiterungskommissarin Kos.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am meisten Hoffnungen auf einen baldigen Beitritt d\u00fcrfen sich Montenegro und Albanien machen. Kos lobte den Balkanstaat Montenegro mit seinen rund 600.000 Einwohnern. Er habe &#8222;erhebliche Fortschritte auf dem Weg zum EU-Beitritt gemacht&#8220;. Auch Albanien zeige &#8222;beispiellose Fortschritte&#8220;, sagte sie. Montenegro ist unter den Kandidaten am weitesten fortgeschritten und strebt an, die Verhandlungen mit der EU bis Ende kommenden Jahres abzuschlie\u00dfen. Albanien hofft, diesen Schritt Ende 2027 zu vollziehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zur T\u00fcrkei und Georgien gab es ebenfalls Analysen, in beiden F\u00e4llen liegt der Beitrittsprozess allerdings wegen demokratischer und rechtsstaatlicher Defizite auf Eis. Deutliche Kritik gab es auch an Serbien. Die Regierung habe das Tempo der f\u00fcr einen Beitritt erforderlichen Reformen verlangsamt, sagte Kos.<\/p>\n<p>    Erweiterung erfordert das Ja aller Mitgliedsl\u00e4nder<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Jede Entscheidung \u00fcber eine Erweiterung der EU erfordert die einstimmige Unterst\u00fctzung der derzeit 27 Mitgliedsl\u00e4nder. Laut einer im September ver\u00f6ffentlichten Eurobarometer-Umfrage bef\u00fcrworten 56 Prozent der EU-B\u00fcrger eine Erweiterung. In Frankreich sind es allerdings nur 43 Prozent, in Deutschland sind es 49 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.11.2025 16:58 Uhr Wer in die EU will, muss auch etwas bieten &#8211; und die Reformanstrengungen der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":552111,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[9048,548,663,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-552110","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-erweiterung","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115495486394894380","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/552110","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=552110"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/552110\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/552111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=552110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=552110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=552110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}