{"id":552208,"date":"2025-11-05T06:37:11","date_gmt":"2025-11-05T06:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552208\/"},"modified":"2025-11-05T06:37:11","modified_gmt":"2025-11-05T06:37:11","slug":"grosses-ki-rechenzentrum-kommt-nach-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552208\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfes KI-Rechenzentrum kommt nach M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Von einer &#8222;neuen industriellen Revolution&#8220; f\u00fcr Deutschland und Europa war \u00f6fter die Rede, als die Deutsche Telekom und der US-Chiphersteller Nvidia ihre gemeinsamen Pl\u00e4ne in Berlin vorgestellt haben. Die beiden Unternehmen investieren eine Milliarde Euro, um eine neue KI-Fabrik zu bauen. Die physische Infrastruktur kommt von der Telekom, Nvidia als f\u00fchrendes Unternehmen auf dem Markt liefert die Chips: In dem Rechenzentrum sollen bis zu 10.000 Hochleistungshalbleiter installiert werden. Der Konzern SAP steuert Softwarel\u00f6sungen bei.<\/p>\n<p>Ganz genauer Standort soll geheim bleiben<\/p>\n<p>Medienberichten zufolge soll die &#8222;Industrial AI Cloud&#8220;, wie das Projekt offiziell hei\u00dft, im M\u00fcnchner Tucherpark entstehen. Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus H\u00f6ttges, sagt: &#8222;Wir h\u00e4tten uns keinen besseren Standort als M\u00fcnchen vorstellen k\u00f6nnen.&#8220; Dass er die genaue Adresse nicht nennen will, daf\u00fcr bittet er um Verst\u00e4ndnis: &#8222;Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, es geht um sehr, sehr viele, sehr sensible Daten.&#8220; Das Zentrum soll deshalb auch drei bis vier Stockwerke unter der Erde liegen.<\/p>\n<p>Dass die Entscheidung auf M\u00fcnchen fallen w\u00fcrde, dar\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/rechenzentrum-in-muenchen-bayern-soll-ki-standort-werden,V0vQU5U\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">war schon spekuliert worden<\/a>. H\u00f6ttges zufolge liegt das auch daran, dass es mit den Genehmigungen dort schnell ging. Die neue KI-Infrastruktur soll n\u00e4mlich schon im ersten Quartal 2026 in Betrieb gehen. <\/p>\n<p>M\u00fcnchen biete aber auch besondere Sicherheitsanforderungen und die M\u00f6glichkeit, regenerative Energie zu nutzen. Au\u00dferdem gebe es in der Stadt durch gute Universit\u00e4ten wie die TUM &#8222;gute Leute, mit denen wir arbeiten k\u00f6nnen&#8220;. Und: Laut Timotheus H\u00f6ttges haben die Politiker die Relevanz von k\u00fcnstlicher Intelligenz f\u00fcr die Industrie erkannt und f\u00f6rderten das Projekt.<\/p>\n<p>Dass zwei Minister da sind, zeigt, wie wichtig das Projekt ist<\/p>\n<p>Dass der Regierung das Thema wichtig ist, machte Technologieministerin Dorothee B\u00e4r (CSU) deutlich. Sie sagte bei ihrer Rede: &#8222;Dass wir zu zweit da sind, das d\u00fcrfen wir vom Bundeskanzler aus gar nicht, wenn sich es nicht lohnen w\u00fcrde.&#8220; Auch Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sprach von einem &#8222;gro\u00dfen Tag f\u00fcr Deutschland und Europa&#8220; und sagte, nach der Elektrizit\u00e4t und der Digitalisierung sei KI ein weiterer Meilenstein. K\u00fcnstliche Intelligenz werde Probleme l\u00f6sen k\u00f6nnen, die bisher unl\u00f6sbar schienen.<\/p>\n<p>Sowohl B\u00e4r, als auch Wildberger sprachen davon, wie wichtig es sei, souver\u00e4n zu bleiben. Denn: Timotheus H\u00f6ttges zufolge kommen beim Umgang mit Daten nur Mitarbeiter aus Deutschland und Europa zum Einsatz. Damit sollen Konzerne, der Mittelstand und Start-ups K\u00fcnstliche Intelligenz k\u00fcnftig unter hohen Sicherheits- und Datenschutzstandards entwickeln, trainieren und nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unter den ersten Kunden der &#8222;Industrial AI Cloud&#8220; sind etwa der Industriekonzern Siemens, der M\u00fcnchner Robotikexperte Agile Roberts und das KI-Unternehmen Perplexity.<\/p>\n<p>Bayerns Digitalminister Mehring spricht von &#8222;Hammer-Coup&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber das Projekt freut sich auch der bayerische Digitalminister Fabian Mehring (Freie W\u00e4hler). Das sei ein &#8222;Hammer-Coup f\u00fcr unseren Digitalstandort Bayern und M\u00fcnchens n\u00e4chster Schritt auf dem Weg zum digitalen Powerhouse Europas&#8220;, sagte er dem BR.<\/p>\n<p>Und: &#8222;Die Idee unserer bayerischen Staatsregierung, dass Bayern Heimat f\u00fcr Hightech sein soll, dass wir dieses Land ganz gezielt zu einem Top-Standort f\u00fcr die Zukunftstechnologien im Herzen von Europa entwickeln, dieser Plan geht gerade voll auf&#8220;.<\/p>\n<p>KI-Professor betont Vorteile von Autonomie und Datensicherheit<\/p>\n<p>Dass das geplante KI-Zentrum ein wichtiger Schritt f\u00fcr den technologischen Fortschritt ist, sieht auch Hussam Amrouch von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen so. Amrouch entwickelt mit seinem Team selbst KI-Chips und wei\u00df, was der Aufbau einer solchen Infrastruktur konkret bedeutet.<\/p>\n<p>&#8222;Es erlaubt uns, unsere eigenen KI-Modelle zu bauen und die Abh\u00e4ngigkeit von USA oder Asien zu verringern&#8220;, sagte Amrouch im BR-Interview. &#8222;Bisher schicken wir die Daten dorthin, wo die Rechenzentren stehen \u2013 und haben keinerlei Kontrolle dar\u00fcber, was dort dann mit den Daten passiert.&#8220; <\/p>\n<p>Durch den Aufbau einer eigenen KI-Infrastruktur auf bayerischem Boden w\u00fcrde man die Privatsph\u00e4re und Sicherheit der Daten gew\u00e4hrleisten. &#8222;Wenn wir diese Infrastruktur hier in M\u00fcnchen haben, k\u00f6nnen wir viel schneller Ideen testen und entwickeln und sind nicht von anderen abh\u00e4ngig, die uns den Zugang drosseln oder verweigern k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von einer &#8222;neuen industriellen Revolution&#8220; f\u00fcr Deutschland und Europa war \u00f6fter die Rede, als die Deutsche Telekom und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":552209,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,13997,29,30,1256,1268,2310,2339,11757,10310,8932],"class_list":{"0":"post-552208","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-br-hauptstadtstudio","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-kuenstliche-intelligenz","13":"tag-muenchen","14":"tag-nvidia","15":"tag-oberbayern","16":"tag-rechenzentrum","17":"tag-sap","18":"tag-telekom"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115495714475729467","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/552208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=552208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/552208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/552209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=552208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=552208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=552208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}