{"id":552876,"date":"2025-11-05T13:04:18","date_gmt":"2025-11-05T13:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552876\/"},"modified":"2025-11-05T13:04:18","modified_gmt":"2025-11-05T13:04:18","slug":"europa-rate-antibiotikaresistenter-blutinfektionen-duerfte-in-den-naechsten-jahren-steigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552876\/","title":{"rendered":"Europa: Rate antibiotikaresistenter Blutinfektionen d\u00fcrfte in den n\u00e4chsten Jahren steigen"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            05\/11\/2025 &#8211; 13:53 MEZ\n            <\/p>\n<p>Blutbahninfektionen durch resistente Bakterien d\u00fcrften in Europa deutlich zunehmen. Der demografische Wandel verst\u00e4rkt den Trend in den kommenden Jahren, zeigt eine neue Analyse.<\/p>\n<p>Von antimikrobieller Resistenz (AMR) spricht man, wenn Bakterien oder andere Erreger so weit mutieren, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Diese \u201eSuperkeime\u201c verursachen weltweit rund eine Million Todesf\u00e4lle pro Jahr.<\/p>\n<p>In Europa steigen die Raten resistenter Infektionen voraussichtlich bis 2030 kontinuierlich an, hei\u00dft es in der in der Fachzeitschrift <a href=\"https:\/\/plos.io\/3Jc5WWd\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>PLOS Medicine<\/strong><\/a> ver\u00f6ffentlichten Studie. Die Entwicklung unterscheidet sich jedoch je nach Land, Geschlecht, Altersgruppe und Bakterien-Antibiotika-Kombination.<\/p>\n<p>Unter Einbezug von Demografie und Infektionslage reichen die prognostizierten Zuw\u00e4chse von 22,2 Prozent (Streptococcus-pneumoniae-Infektionen bei Frauen) bis 61,5 Prozent (Klebsiella-pneumoniae-Infektionen bei M\u00e4nnern).<\/p>\n<p>Bei sechs der acht untersuchten Erreger steigen die Infektionsraten bei M\u00e4nnern st\u00e4rker als bei Frauen. Besonders deutlich f\u00e4llt der Anstieg bei Menschen ab 74 Jahren aus, verglichen mit j\u00fcngeren Gruppen.<\/p>\n<p>Blutbahninfektionen k\u00f6nnen lebensbedrohlich sein und etwa eine Sepsis ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Studie zeigt: Die Belastung durch resistente Infektionen wird k\u00fcnftig nicht \u00fcberall gleich sein\u201c, sagt Gwenan Knight, Seniorautorin und Co-Direktorin des Antimicrobial Resistance Centre an der London School of Hygiene &amp; Tropical Medicine.<\/p>\n<p>\u201eAlter und Geschlecht spielen in Prognosen zur antimikrobiellen Resistenz noch selten eine Rolle, dabei entscheiden sie mit dar\u00fcber, wer am st\u00e4rksten betroffen ist\u201c, f\u00fcgte sie hinzu.<\/p>\n<p>Das Team wertete Daten aus mehr als 12,8 Millionen routinem\u00e4\u00dfigen Bluttests auf bakterielle Infektionen aus. Sie stammen aus 29 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und decken den Zeitraum von 2010 bis 2019 ab. Daraus leiteten die Forschenden ab, wie sich die Raten resistenter Blutbahninfektionen bis 2050 entwickeln k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ein genaueres Bild der besonders gef\u00e4hrdeten Gruppen soll Forschenden und Politik helfen, gezielte Ma\u00dfnahmen zu planen. Ziel ist, Todesf\u00e4lle und gesundheitliche Sch\u00e4den durch resistente Infektionen zu verringern.<\/p>\n<p>Doch gro\u00df angelegte Ziele k\u00f6nnten au\u00dfer Reichweite liegen.<\/p>\n<p>Globale Gesundheitsbeh\u00f6rden peilen an, die Antibiotikaresistenz bis 2030 um zehn Prozent zu senken. Den Prognosen zufolge l\u00e4sst sich das aber nur f\u00fcr etwa zwei Drittel der Bakterien-Antibiotika-Kombinationen erreichen.<\/p>\n<p>Knight sagt: Angesichts der Zahl resistenter Infektionen \u201ew\u00e4re es bereits ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit, wenn resistente Blutbahninfektionen nicht weiter zunehmen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 05\/11\/2025 &#8211; 13:53 MEZ Blutbahninfektionen durch resistente Bakterien d\u00fcrften in Europa deutlich zunehmen. 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