{"id":552973,"date":"2025-11-05T13:56:17","date_gmt":"2025-11-05T13:56:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552973\/"},"modified":"2025-11-05T13:56:17","modified_gmt":"2025-11-05T13:56:17","slug":"energieversorger-klagen-gegen-bauunternehmer-groener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/552973\/","title":{"rendered":"Energieversorger klagen gegen Bauunternehmer Gr\u00f6ner"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/groener-112.jpg\" alt=\"Christoph Gr\u00f6ner\" title=\"Christoph Gr\u00f6ner | dpa\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>exklusiv<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 05.11.2025 13:02 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Unternehmen der Gr\u00f6ner-Gruppe haben offenbar Rechnungen f\u00fcr Wasser und Heizen nicht bezahlt, wie MDR-Recherchen zeigen. Energieunternehmen in Berlin und Leipzig ziehen vor Gericht. Mieter in K\u00f6ln bangen davor, im Kalten zu sitzen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Marcel Siepmann und Tom Fugmann, MDR\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Fr\u00fchjahr 2023 wurde das Geld im Firmengeflecht von Christoph Gr\u00f6ner offenbar so knapp, dass selbst Rechnungen f\u00fcr Heizung und Wasser nur noch teilweise bezahlt werden konnten. MDR-Investigativ und &#8222;Zeit&#8220; konnten Dokumente einsehen, die belegen, dass Gr\u00f6ner-Unternehmen 2023 \u00fcber 850.000\u20ac Rechnungen der Berliner Wasserbetriebe nicht bezahlt hatten. Wie das landeseigene Unternehmen mitteilte, wartet es aktuell auf Zahlungen in H\u00f6he von 1,24 Millionen Euro von Gr\u00f6ner-Firmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Anwalt von Christoph Gr\u00f6ner wollte die gesamte Summe auf Nachfrage nicht best\u00e4tigen. Zu den unbezahlten Rechnungen vor zwei Jahren schreibt er, dass Energiekosten aus den Jahren 2020 &#8211; 2022 nicht unmittelbar auf Mieter umgelegt werden konnten. Die aktuellen Forderungen erkl\u00e4rt er mit Kosten in Millionenh\u00f6he f\u00fcr Dienstleistungen der Wasserbetriebe bei einem Bauprojekt der CG-Gruppe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die offenen Forderungen, versichert der Anwalt, w\u00fcrden vollst\u00e4ndig bezahlt werden. Darauf wollen die Berliner Wasserbetriebe allerdings nicht mehr warten. Sie wollen Teile der Au\u00dfenst\u00e4nde gerichtlich eintreiben.<\/p>\n<p>    Gr\u00f6ner-Firmen im Insolvenzverfahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">H\u00e4user, Grundst\u00fccke, Luxus-Immobilien: Jahrelang war das Imperium von Bauunternehmer Christoph Gr\u00f6ner gewachsen. Doch seit \u00fcber einem Jahr <strong>herrscht Krise<\/strong>. Als Zinsen und Baupreise stiegen, geriet die Baubranche unter Druck &#8211; auch die Gr\u00f6ner Gruppe blieb davon nicht verschont. Baustellen stehen still, Handwerker klagen wegen unbezahlter Rechnungen und die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen Christoph Gr\u00f6ner.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Vorwurf entbehre jeder Grundlage und werde sich nach gr\u00fcndlichen Ermittlungen als unbegr\u00fcndet erweisen, so Gr\u00f6ners Anwalt. &#8222;Aus einer Insolvenz bzw. Zahlungsunf\u00e4higkeit und\/oder \u00dcberschuldung l\u00e4sst sich keinesfalls zwangsl\u00e4ufig und ohne weiteres der Vorwurf einer Insolvenzverschleppung ableiten&#8220;, schreibt er weiter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehrere Gr\u00f6ner-Firmen befinden sich im Insolvenzverfahren &#8211; darunter die Gr\u00f6ner Group GmbH. Die Zahlungsschwierigkeiten kriegen vor allem Geldgeber, Investoren und Baufirmen zu sp\u00fcren und &#8211; wie Recherchen von MDR Investigativ und &#8222;Zeit&#8220; zeigen &#8211; mehrere kommunale Energieversorger.<\/p>\n<p>    Klagen von Berliner Energieversorgern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu geh\u00f6rt auch der W\u00e4rmeversorger BEW Berliner Energie und W\u00e4rme. Das Unternehmen wurde erst vor Kurzem zur\u00fcck in \u00f6ffentliche Hand geholt &#8211; seit Mai 2024 geh\u00f6rt es wieder vollst\u00e4ndig dem Land Berlin. Damit auch die Au\u00dfenst\u00e4nde gegen\u00fcber den Gr\u00f6ner-Firmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus Unternehmenskreisen der BEW hei\u00dft es, es handele sich um offene Forderungen von rund einer halben Million Euro. Um die Gelder nicht abschreiben zu m\u00fcssen, ziehe die BEW wegen Teilen der Au\u00dfenst\u00e4nde vor Gericht, teilt sie MDR Investigativ mit. Der Anwalt von Christoph Gr\u00f6ner will die offenen Forderungen der BEW nicht best\u00e4tigen. \u00d6ffentlich \u00e4u\u00dfert sich auch die BEW nicht zur H\u00f6he der Au\u00dfenst\u00e4nde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Landgericht Berlin sind vier Klageverfahren von Berliner Energieversorgungsunternehmen gegen Gr\u00f6ner-Unternehmen in einer Gesamth\u00f6he von 156.537,79 Euro bekannt. In allen Verfahren wurden die Gr\u00f6ner-Unternehmen zur Zahlung verurteilt. Drei der Verfahren sind noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>    K\u00fcndigungen und abgestellte Heizungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bereits im Fr\u00fchjahr 2025 berichtete MDR Investigativ \u00fcber einen Mieter in Leipzig, dessen Heizung seit April 2024 nicht mehr lief. Obwohl der Gewerbemieter immer p\u00fcnktlich seine Nebenkosten gezahlt hatte. Von den Leipziger Stadtwerken habe er erfahren, dass der Vermieter, ein Gr\u00f6ner-Unternehmen, Rechnungen f\u00fcr die Immobilie nicht bezahlt habe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Inzwischen hat sich die Situation zugespitzt: Er hat eine K\u00fcndigung zum Ende des Jahres erhalten. Weiteren Mietern aus dem Geb\u00e4ude sei ebenfalls gek\u00fcndigt worden. Der Anwalt von Christoph Gr\u00f6ner schreibt, dass es sich bei dem Projekt um eine Projektentwicklung handeln w\u00fcrde, die zum Verkauf steht. Die Bewirtschaftung der R\u00e4ume sei deshalb nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch bei anderen Leipziger Mietern sei die Heizung zeitweise abgestellt worden, berichten Gewerbetreibende. Die Leipziger Stadtwerke teilen MDR Investigativ mit, dass Unternehmen, die dem Wirken von Gr\u00f6ner zugeordnet werden, Zahlungen von Rechnungen im mittleren sechsstelligen Bereich schuldig bleiben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Anwalt von Gr\u00f6ner will die Summe nicht best\u00e4tigen. Zur H\u00f6he der Forderungen hatte sich Gr\u00f6ner zuletzt im April 2025 auf LinkedIn ge\u00e4u\u00dfert. Er schrieb, dass es allein gegen\u00fcber dem Gr\u00f6ner Family Office Au\u00dfenst\u00e4nde von 420.000 Euro g\u00e4be, wovon 160.000 Euro strittig seien. Die Leipziger Stadtwerke haben mehrere Verfahren gegen Unternehmen von Gr\u00f6ner gef\u00fchrt. Alle abgeschlossenen Verfahren habe man gewonnen oder seien w\u00e4hrend des Prozesses gekl\u00e4rt worden, teilen die Leipziger Stadtwerke mit.<\/p>\n<p>    Mieter bangen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in K\u00f6ln scheinen Rechnungen nicht bezahlt worden zu sein. In einem Haus in der K\u00f6lner Innenstadt bangen Mieter darum, dass ihnen die Heizung abgestellt werden k\u00f6nnte. 14 Wohnungen befinden sich in dem Mietshaus. Seit Ende August kursiert unter den Bewohnern ein Schreiben an einen der Mieter. Darin informiert das K\u00f6lner Energieunternehmen Rheinenergie den Anwohner dar\u00fcber, dass der Vermieter, ebenfalls ein Gr\u00f6ner-Unternehmen, vertragliche Pflichten seit einiger Zeit nicht erf\u00fclle. Deshalb k\u00f6nne zur &#8222;Vermeidung weiterer Forderungsr\u00fcckst\u00e4nde&#8220; die Energie- und Wasserversorgung eingestellt werden. Zur Abstellung ist es bislang nicht gekommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Michael Berger lebt seit \u00fcber 15 Jahren in dem Haus. Seinen Namen haben wir auf seinen Wunsch hin ge\u00e4ndert. Ihn plagt vor allem die Ungewissheit, wie es weitergeht. Er erz\u00e4hlt uns, dass er seine Nebenkosten immer pflichtbewusst \u00fcberwiesen habe. MDR Investigativ und &#8222;Zeit&#8220; konnten die Betriebskostenabrechnungen der vergangenen Jahre einsehen. Die zeigen, dass der Mieter in den Jahren 2021 bis 2023 sogar mehr Heizkosten gezahlt hat, als tats\u00e4chlich angefallen sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch anstatt den Betrag zur\u00fcckzuzahlen, verlangt der Vermieter, die Gr\u00f6ner Residential, noch mehr Geld. Das Unternehmen fordert den Mieter f\u00fcr das Jahr 2023 auf, \u00fcber 1.000\u20ac aufgrund gestiegener Betriebskosten nachzuzahlen &#8211; unter anderem f\u00fcr den Hausmeisterdienst. Bei unserem Besuch im Oktober wirkt der Flur ungeputzt. &#8222;Im Haus passiert kaum etwas&#8220;, beklagt sich Berger. &#8222;Wenn es irgendwelche Missst\u00e4nde gibt, wird es den Mietern nicht erkl\u00e4rt&#8220;.<\/p>\n<p>    Gr\u00f6ner zeigt sich optimistisch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut dem Anwalt von Gr\u00f6ner gehe es bei den offenen Forderungen der Rheinenergie um R\u00fcckst\u00e4nde eines bis 2023 ans\u00e4ssigen Gewerbemieters. Die Forderungen h\u00e4tten keinerlei Einfluss auf die Energieversorgung der Mieter. Eine Abrechnung der Nebenkosten sei durchweg ordnungsgem\u00e4\u00df erfolgt, also rechtzeitig und inhaltlich beanstandungsfrei. Schuld am ungereinigten Zustand des Hauses seien Baufirmen, die das Haus &#8222;im nicht ordnungsgem\u00e4\u00dfen Zustand&#8220; hinterlassen h\u00e4tten. Zur H\u00f6he der Schulden der Gr\u00f6ner Residential bei Rheinenergie will sich der Anwalt nicht \u00e4u\u00dfern. Auch Rheinenergie will auf Anfrage keine Summe nennen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Christoph Gr\u00f6ner k\u00e4mpft um sein Lebenswerk. Mit der CG Group als neue Konzernmutter soll das Baugesch\u00e4ft weitergehen. In einem k\u00fcrzlich erschienenen Interview mit dem Tagesspiegel verbreitet der Baupromi Optimismus: Seine Unternehmensgruppe bleibe handlungsf\u00e4hig. &#8222;Auch wenn es noch offene Forderungen gibt, wird es mir gelingen, das im Gro\u00dfen und Ganzen zu bezahlen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mieter wie Berger k\u00f6nnen nur hoffen, dass auch die Rechnungen der Energieversorger vollst\u00e4ndig bezahlt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"exklusiv Stand: 05.11.2025 13:02 Uhr Unternehmen der Gr\u00f6ner-Gruppe haben offenbar Rechnungen f\u00fcr Wasser und Heizen nicht bezahlt, wie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":552974,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[75403,29,30,23804,13,1551,14,15911,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-552973","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-immobilen","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-groener","12":"tag-headlines","13":"tag-insolvenz","14":"tag-nachrichten","15":"tag-nebenkosten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115497440846602849","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/552973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=552973"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/552973\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/552974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=552973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=552973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=552973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}