{"id":553209,"date":"2025-11-05T16:06:12","date_gmt":"2025-11-05T16:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/553209\/"},"modified":"2025-11-05T16:06:12","modified_gmt":"2025-11-05T16:06:12","slug":"nrw-handwerksbetriebe-sorgen-sich-um-ihre-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/553209\/","title":{"rendered":"NRW-Handwerksbetriebe sorgen sich um ihre Zukunft"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eWir sind im dritten Jahr einer wirtschaftlichen Stagnation. Das Handwerk zeigt sich zwar robust, aber zunehmend nicht mehr widerstandsf\u00e4hig. Das Handwerk l\u00e4uft mit angezogener Handbremse.\u201c Das sagte Andreas Ehlert, Pr\u00e4sident der Handwerkskammer D\u00fcsseldorf, als er am Mittwoch das halbj\u00e4hrliche Konjunkturgutachten f\u00fcr das Handwerk vorstellte. Seit Herbst 2023 gebe es keine Dynamik mehr, die Stimmung bleibe weiter getr\u00fcbt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Gesch\u00e4ftsklimaindex steht bei 105 Punkten und liegt drei Punkte schlechter als 2024. Und: Er liegt zw\u00f6lf Punkte unter dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre. Die wirtschaftliche Lage in allen vier Wirtschaftsr\u00e4umen \u2013 D\u00fcsseldorf, Linker Niederrhein, Ruhr-West und Bergisches Land \u2013 stagnierte in etwa gleich. Nur D\u00fcsseldorf hebt sich mit einem Index von 109 leicht vom Kammerdurchschnitt ab. Unter Druck steht das Handwerk vor allem bei Umsatz, Auftragslage, Personal und Investitionen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Umsatzklima f\u00e4llt auf 88 Punkte (2024: 93), einen \u201eganz schlechten Wert\u201c hat mit 85 Punkten das Auftragsklima. Die Auslastung der Betriebe liege bei 76 Prozent. Hauptursachen sind laut Ehlert der verhaltene Konsum der Privathaushalte einerseits und kaum Investitionen der Unternehmen andererseits. \u201eDie Menschen halten ihr Geld zur\u00fcck. Sie haben Sorgen vor der Zukunft\u201c, sagt Ehlert. Und diese Verunsicherung und Zur\u00fcckhaltung wirkten sich auf das Handwerk aus. Besonders sp\u00fcrbar sei das im wichtigen Handwerksbereich \u201eBau\u201c, vor allem Neubau: Der Wohnungsbau schw\u00e4chele, Baugenehmigungen \u201eziehen zart an\u201c, bezahlbarer Wohnraum f\u00fcr Mieter sei Mangelware.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ebenso sp\u00fcrbar seien Personalprobleme &#8211; und das seit drei Jahren. \u201eDas Handwerk verliert Fachkr\u00e4fte\u201c, weil mehr Angestellte in Rente gehen, als Nachwuchs da ist. \u201eEs gelingt uns nicht, ausreichend junge Leute in die Betriebe zu bekommen.\u201c Und w\u00e4hrend im Handwerk Personal abgebaut wird \u2013 j\u00e4hrlich etwa ein Prozent \u2013 meldet jeder dritte Betrieb offene Stellen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ebenfalls wieder im Negativbereich ist das Investitionsklima, das sich auf 87 Punkte verschlechterte. Auch das ist laut Ehlert ein Zeichen wirtschaftlicher Unsicherheiten. \u201eNur 14 Prozent der Betriebe wollen in den kommenden Monaten mehr investieren.\u201c 31 Prozent wollen weniger investieren. Tats\u00e4chlich sei es wichtig, in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu investieren. \u201eDas Handwerk denkt zurzeit nicht in Wachstum, sondern in Bestandssicherung\u201c, sagte Ehlert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Von der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung sei in den Betrieben bisher nichts Konkretes angekommen, so Ehlert. Zwar zeigt er sich ein wenig optimistisch bez\u00fcglich des Sonderverm\u00f6gens Infrastruktur, das einen wichtigen Impuls f\u00fcr das Handwerk senden k\u00f6nnte. Daf\u00fcr m\u00fcsse allerdings zus\u00e4tzlich zu den ohnehin geplanten Ausgaben Geld flie\u00dfen \u2013 vor allem in die Infrastruktur, wie Stra\u00dfen, und Schienen. Und: Die neuen Mittel m\u00fcssten den Kommunen schnell zur Verf\u00fcgung stehen. Auch w\u00e4re es f\u00fcr das Handwerk vorteilhaft, wenn Fach- und Teillose mit ber\u00fccksichtigt und der Mittelstand bei der Auftragsvergabe mitbedacht w\u00fcrden, und nicht nur Gro\u00dfbetriebe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ehlert betont auch, dass das Sonderverm\u00f6gen des Bundes allein nicht ausreiche, dass sich die Wirtschaft im Handwerk nachhaltig erhole. Er fordert daher Geschwindigkeit seitens der Politik. Konkret: eine Reform des Sozialstaates, einen B\u00fcrokratieabbau und eine Entlastung bei den Energiepreisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir sind im dritten Jahr einer wirtschaftlichen Stagnation. 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