{"id":55334,"date":"2025-04-23T17:55:08","date_gmt":"2025-04-23T17:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/55334\/"},"modified":"2025-04-23T17:55:08","modified_gmt":"2025-04-23T17:55:08","slug":"ukraine-krieg-sehr-schaedlich-fuer-friedensverhandlungen-trump-geht-selenskyj-erneut-hart-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/55334\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: \u201eSehr sch\u00e4dlich f\u00fcr Friedensverhandlungen\u201c \u2013 Trump geht Selenskyj erneut hart an"},"content":{"rendered":"<p>Angeblich hat Donald Trump ein \u201eletztes Angebot\u201c vorgelegt, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Dazu geh\u00f6rt die Anerkennung der bisherigen Eroberungen Russlands. Den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj geht er erneut hart an.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj f\u00fcr dessen Weigerung scharf kritisiert, die Besetzung der Krim zu akzeptieren. Er warf ihm vor, damit den Krieg zu verl\u00e4ngern. \u201eWenn er die Krim haben will, warum haben sie dann nicht schon vor elf Jahren um sie gek\u00e4mpft, als sie ohne einen Schuss an Russland \u00fcbergeben wurde?\u201c, schrieb auf seiner Plattform Truth Social. Es seien solche aufhetzende \u00c4u\u00dferungen, die es schwierig machten, diesen Krieg beizulegen. \u201eDiese Aussage ist sehr sch\u00e4dlich f\u00fcr die Friedensverhandlungen mit Russland\u201c, schrieb er.<\/p>\n<p>Selenskyj hatte Gebietsabtretungen an Russland zuvor kategorisch ausgeschlossen. \u201eDa gibt es nichts zu bereden. Das steht au\u00dferhalb unserer Verfassung\u201c, sagte der Staatschef in Kiew mit Blick auf von Russland annektierte ukrainische Gebiete wie die Schwarzmeerhalbinsel Krim.<\/p>\n<p>Zuvor war ein f\u00fcr Mittwoch geplantes Treffen von Spitzendiplomaten der USA, Gro\u00dfbritanniens, Frankreichs und der Ukraine in letzter Minute abgesagt worden. Der gastgebende britische Au\u00dfenminister David Lammy teilte mit, stattdessen w\u00fcrden an dem Treffen ausschlie\u00dflich Berater teilnehmen und Wege zum Frieden in der Ukraine diskutieren. Das US-Au\u00dfenministerium teilte am Dienstag mit, Au\u00dfenminister Marco Rubio werde wegen Terminschwierigkeiten nicht nach London reisen.<\/p>\n<p>Ungeachtet der Absage des Au\u00dfenministertreffens traf am Mittwoch eine ranghohe ukrainische Delegation in London ein. Der Leiter des ukrainischen Pr\u00e4sidialamtes, Andrij Jermak, teilte auf der Plattform X mit, der Delegation geh\u00f6rten Au\u00dfenminister Andrij Sybiha und Verteidigungsminister Rustem Umerow sowie er selbst an. \u201eDer Weg zum Frieden ist nicht einfach, aber die Ukraine war und bleibt den Bem\u00fchungen zum Frieden verpflichtet\u201c, sagte Jermak. Die ukrainischen Vertreter w\u00fcrden \u00fcber M\u00f6glichkeiten diskutieren, eine vollst\u00e4ndige und bedingungslose Waffenruhe als ersten Schritt zu einer umfassenden L\u00f6sung zu erreichen. Allerdings konnten sich beide Seiten bisher nicht auf eine begrenzte Waffenruhe von 30 Tagen verst\u00e4ndigen. Russland wies einen solchen Vorschlag der USA zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Trump legte \u201eletztes Angebot\u201c f\u00fcr Ukraine-Frieden vor <\/p>\n<p>Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen Friedensrahmen vorgeschlagen, der eine inoffizielle Anerkennung der russischen Kontrolle \u00fcber fast alle seit Kriegsbeginn 2022 besetzten Gebiete in der Ukraine vorsieht. Dies meldet der Nachrichtendienst \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.axios.com\/2025\/04\/22\/trump-russia-ukraine-peace-plan-crimea-donbas\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.axios.com\/2025\/04\/22\/trump-russia-ukraine-peace-plan-crimea-donbas&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Axios<\/a>\u201c unter Berufung auf Quellen mit direkter Kenntnis des Vorschlags. <\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge w\u00fcrden die USA im Rahmen des vergangene Woche vorgelegten Plans die seit 2014 gegen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255989808\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255989808&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> verh\u00e4ngten Sanktionen aufheben. Zudem w\u00fcrde ein kleiner Teil des von Russland besetzten Gebiets in Charkiw an die Ukraine zur\u00fcckgegeben werden. <\/p>\n<p>Das Dokument ist demnach nur eine Seite lang und wird als Pr\u00e4sident Trumps \u201eletztes Angebot\u201c (\u201efinal offer\u201c) bezeichnet. Das Wei\u00dfe Haus betont, es sei bereit, sich zur\u00fcckzuziehen, falls keine baldige Einigung erzielt wird.<\/p>\n<p>Trumps Vorschlag w\u00fcrde erhebliche Zugest\u00e4ndnisse von Selenskyj verlangen. Gebietsabtretungen an Russland schlie\u00dft er kategorisch aus: \u201eDa gibt es nichts zu bereden. Das steht au\u00dferhalb unserer Verfassung\u201c, sagte der Staatschef mit Blick auf von Russland annektierte ukrainische Gebiete wie die Krim.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin Berichten zufolge angeboten hat, die aktuellen Frontlinien einzufrieren, um eine Einigung zu erm\u00f6glichen, lehnte er zuvor andere Teile des US-Vorschlags ab, etwa den Einsatz einer europ\u00e4ischen Friedenstruppe auf ukrainischem Gebiet.<\/p>\n<p>Was Russland gem\u00e4\u00df Trumps Vorschlag erh\u00e4lt:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine offizielle Anerkennung der russischen Kontrolle \u00fcber die Krim durch die USA.<\/li>\n<li>Eine faktische (\u201ede facto\u201c) Anerkennung der russischen Besetzung nahezu der gesamten Region Luhansk sowie der besetzten Teile von Donezk, Cherson und Saporischschja.<\/li>\n<li>Die Zusicherung, dass die Ukraine nicht Mitglied der Nato wird. Allerdings erw\u00e4hnt der Text, dass die Ukraine der Europ\u00e4ischen Union beitreten k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>Die Aufhebung der seit 2014 verh\u00e4ngten Sanktionen.<\/li>\n<li>Verst\u00e4rkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA, insbesondere in den Bereichen Energie und Industrie.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was die Ukraine gem\u00e4\u00df Trumps Vorschlag erh\u00e4lt:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine \u201erobuste Sicherheitsgarantie\u201c durch eine Ad-hoc-Gruppe europ\u00e4ischer L\u00e4nder sowie m\u00f6glicherweise weiterer nicht europ\u00e4ischer Staaten mit \u00e4hnlichen Interessen. Das Dokument bleibt jedoch vage, wie diese Friedensmission funktionieren soll, und erw\u00e4hnt keine Beteiligung der USA.<\/li>\n<li>Die R\u00fcckgabe eines kleinen Teils der Region Charkiw, den Russland derzeit besetzt h\u00e4lt.<\/li>\n<li>Freier Zugang zum Fluss Dnipro, der in Teilen der S\u00fcd-Ukraine entlang der Frontlinie verl\u00e4uft.<\/li>\n<li>Entsch\u00e4digungen und Unterst\u00fctzung beim Wiederaufbau, wobei im Dokument nicht angegeben wird, woher die Mittel daf\u00fcr stammen sollen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Elemente des Plans<\/p>\n<ul>\n<li>Das Kernkraftwerk Saporischschja \u2013 die gr\u00f6\u00dfte Nuklearanlage Europas \u2013 wird als ukrainisches Territorium betrachtet, aber von den USA betrieben. Der erzeugte Strom wird sowohl an die Ukraine als auch an Russland geliefert.<\/li>\n<li>Das Dokument verweist auf das US-ukrainische Abkommen \u00fcber Mineralien, das Trump zufolge am Donnerstag unterzeichnet werden soll.<\/li>\n<\/ul>\n<p>dpa\/rtr\/AP\/AFP\u2018\/fhs\/rct\/jr\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angeblich hat Donald Trump ein \u201eletztes Angebot\u201c vorgelegt, um den Ukraine-Krieg zu beenden. 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