{"id":55415,"date":"2025-04-23T18:44:24","date_gmt":"2025-04-23T18:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/55415\/"},"modified":"2025-04-23T18:44:24","modified_gmt":"2025-04-23T18:44:24","slug":"stadtentwicklung-in-berlin-aufwertung-verhindert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/55415\/","title":{"rendered":"Stadtentwicklung in Berlin: Aufwertung verhindert"},"content":{"rendered":"<p>\nDie Erweiterung eines Milieuschutzgebiets in Berlin-Kreuzberg macht den Abrisspl\u00e4nen eines Investors einen Strich durch die Rechnung. Gegen den wurde Haftbefehl erlassen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Berlin taz | Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat beschlossen, das Milieuschutzgebiet \u201eKreuzberg-Nord\u201c um den Hafenplatz und Umgebung zu erweitern. In dem Bereich zwischen Sch\u00f6neberger Stra\u00dfe, Askanischem Platz und Stresemannstra\u00dfe \u201ewird ein hohes bauliches Aufwertungspotenzial vermutet\u201c, hie\u00df es zur Begr\u00fcndung. Ob daraus auch Aufwertungsdruck und Verdr\u00e4ngungsgefahr resultieren, werde derzeit gepr\u00fcft.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">\u201eDer Hafenplatz und sein Umfeld liegen in direkter Nachbarschaft zum Potsdamer- und Leipziger Platz\u201c, so Baustadtrat Florian Schmidt (Gr\u00fcne). Daher sei das Gebiet von besonderem Interesse f\u00fcr spekulative Immobiliengesch\u00e4fte. Das h\u00e4tten auch die <a href=\"https:\/\/taz.de\/Immobilieninvestor-Ioannis-Moraitis\/!6018051\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bestrebungen der Eigent\u00fcmer am Hafenplatz<\/a> gezeigt, die einen Totalabriss der Wohnsiedlung und maximale Bebauung wollen. Nun sende man \u201eein klares Signal an den Immobilienmarkt, dass der Schutz der angestammten Bev\u00f6lkerung vor Verdr\u00e4ngung h\u00f6chste Priorit\u00e4t hat.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Das Unternehmen Hedera Bauwert des Investors Ioannis Moraitis will am Hafenplatz <a href=\"https:\/\/taz.de\/Stadtentwicklung-in-Berlin\/!6076213\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">400 Plattenbau-Wohnungen aus den 1970er Jahren abrei\u00dfen<\/a> und 900 Wohnungen sowie Gewerber\u00e4ume errichten. Moraitis ist an zahlreichen Immobilien\u00adprojekten beteiligt, viele sind jedoch nicht fertiggestellt. Wiederholt haben Bezirke wegen des Leerstands Zwangsgelder gegen die Hedera-Gruppe festgesetzt. Laut der Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg gab es bis 2024 mehr als 130 Verfahren gegen Moraitis, unter anderem wegen unvollendeter Bauprojekte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Zudem sollen Baufirmen, Hand\u00adwer\u00adke\u00adr*in\u00adnen und In\u00adge\u00adnieu\u00adr*in\u00adnen nicht bezahlt worden sein. Manche von ihnen haben ihr Geld eingeklagt, gegen Moraitis wurde daher am 11. April ein ziviler Haftbefehl erlassen. Der 42-j\u00e4hrige Bauunternehmer war zuvor nicht zu einem Termin erschienen, bei dem er \u00fcber sein Verm\u00f6gen Auskunft geben sollte.<\/p>\n<p>      Bezirk hat andere Pl\u00e4ne<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Wie es mit dem Hafenplatz weitergeht ist unklar. Derzeit wird gepr\u00fcft, ob die <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gericht-bestaetigt-Milieuschutzgebiet\/!5784357\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Voraussetzungen f\u00fcr ein Milieuschutzgebiet<\/a> vorliegen, das Ergebnis wird ab Oktober erwartet. Bis dahin m\u00fcssen bauliche \u00c4nderungen genehmigt und k\u00f6nnen zur\u00fcckgestellt werden. \u201eMit dem Aufstellungsbeschluss ist ein Abriss der Wohnsiedlung somit nahezu ausgeschlossen\u201c, so ein Sprecher des Bezirksamtes zur taz. Die Hedera sieht das anders: F\u00fcr die Entwicklung des Hafenplatzes w\u00fcrden weiterhin \u201ealle Optionen auf dem Tisch liegen\u201c, so eine Sprecherin zur taz.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Der Bezirk will den Hafenplatz hingegen \u201ebehutsam nachverdichten\u201c und erarbeitet derzeit einen st\u00e4dtebaulichen Rahmenplan. Der sieht vor, dass gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen Grundst\u00fccke und Immobilien kaufen, auch per Vorkaufsrecht.<\/p>\n<p class=\"column  is-8-tablet mgh-auto-tablet headline typo-head-small pv-xsmall mobile-order-1\">taz lesen kann jede:r<\/p>\n<p class=\"article column first  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-2\">\nAls Genossenschaft geh\u00f6ren wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zug\u00e4nglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht h\u00f6rt \u2013 immer aus \u00dcberzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen m\u00fcssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Daf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen k\u00f6nnen, brauchen wir mehr Unterst\u00fctzung. 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