{"id":554544,"date":"2025-11-06T04:44:17","date_gmt":"2025-11-06T04:44:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/554544\/"},"modified":"2025-11-06T04:44:17","modified_gmt":"2025-11-06T04:44:17","slug":"stuttgarter-club-geschlossen-white-noise-aus-spaltet-community-was-passiert-mit-der-szene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/554544\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Club geschlossen: White Noise-Aus spaltet Community \u2013 Was passiert mit der Szene?"},"content":{"rendered":"<p>Das White Noise hat k\u00fcrzlich sein Aus bekannt gegeben. Die Stuttgarter Community reagiert gespalten. Was bedeutet das f\u00fcr die Szene und die geplanten Veranstaltungen?<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.nachtleben-in-stuttgart-stuttgarter-szene-treff-white-noise-schliesst.6a595e93-79b1-4228-8fff-2823f1cb0648.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlie\u00dfung des Stuttgarter Szenetreffs White Noise<\/a> hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen. Denn mit der Verk\u00fcndung ver\u00f6ffentlichten die Betreiber auch ein Statement, das ihre Gr\u00fcnde f\u00fcr die Schlie\u00dfung von Bar und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Club\" title=\"Club\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Club<\/a> in der Eberhardstra\u00dfe darlegt. Demnach hatte das White Noise seit dem Fr\u00fchjahr 2025 mit Falschaussagen und Boykottversuchen im Netz zu k\u00e4mpfen, die zu Veranstaltungsabsagen und dem Wegbleiben von G\u00e4sten gef\u00fchrt haben sollen. <\/p>\n<p>Es steht Aussage gegen Aussage <\/p>\n<p>Vorangegangen war der Schlie\u00dfung ein Vorfall bei einem Event in der White Noise Bar im M\u00e4rz dieses Jahres, bei dem ein T\u00fcrsteher die Stuttgarter DJ Afro Punk angegriffen haben soll. Der Fall wurde \u2013 trotz vermittelnder Gespr\u00e4che \u2013 bis heute nicht final aufgekl\u00e4rt, denn seitens der Beteiligten gibt es verschiedene Versionen davon, wie der Abend verlaufen sein soll. Bis heute steht Aussage gegen Aussage (<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.nachtleben-in-stuttgart-wurde-dj-afro-punk-von-einem-tuersteher-angegriffen.53720426-9f66-41e9-bb46-0324838df126.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wir berichteten<\/a>). <\/p>\n<p>Wie steht es aktuell um eine Aufarbeitung? Wie wirkt sich diese Debatte auf die G\u00e4ste des Szenetreffs und die Community aus? Und was bedeutet das Ganze f\u00fcr Veranstaltende, die mit ihren Events urspr\u00fcnglich im White Noise heimisch waren?<\/p>\n<p>Auch sieben Monate nach dem Vorfall bleiben die Fronten verh\u00e4rtet. Ein Kontakt zwischen der DJ und dem White Noise besteht aktuell nicht mehr. Die Debatte auf Social Media hingegen dauert an. Direkt nach dem Vorfall im M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte Sandra Moraa alias DJ Afro Punk auf ihrem Instagram-Kanal mehrere Statements, in denen sie ihre Sichtweise auf den Vorfall schilderte (<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.nachtleben-in-stuttgart-wurde-dj-afro-punk-von-einem-tuersteher-angegriffen.53720426-9f66-41e9-bb46-0324838df126.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wir berichteten<\/a>). Ein Punkt, den nicht nur die White-Noise-Betreiber kritisieren.<\/p>\n<p>\u201eDer Diskurs l\u00e4uft seit Monaten und hat sich zunehmend von \u00fcberpr\u00fcfbaren Fakten entfernt. Auf Social Media vermischen sich Meinungen, Emotionen und unbelegte Behauptungen, wodurch kein Raum f\u00fcr sachliche Kl\u00e4rung bleibt\u201c, so White-Noise-Betreiberin Ninette Sander. \u201eWir m\u00f6chten Geschehnisse auf einer Ebene behandeln, die respektvollen und faktenbasierten Austausch erm\u00f6glicht.\u201c Aus diesem Grund wolle sie sich nicht weiter \u00f6ffentlich zum Geschehenen \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Aufarbeitung des Vorfalls sei verloren gegangen <\/p>\n<p>Auch das Clubkollektiv, das bei der Vermittlung zwischen DJ und White Noise involviert war, h\u00e4lt die Verschiebung der Diskussion ins Netz nicht f\u00f6rderlich f\u00fcr eine Aufkl\u00e4rung. Was dabei verlorengegangen sei, sei die Aufarbeitung des eigentlichen Vorfalls, sagt Vorstandsmitglied Hannah Japes. Niemand k\u00f6nne leugnen, dass es im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Nachtleben\" title=\"Nachtleben\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nachtleben<\/a> zu solchen Vorf\u00e4llen kommt. \u201eDurch all die Geschehnisse danach ist der Vorfall an sich aber sehr in den Hintergrund ger\u00fcckt\u201c, so Japes. \u201eDabei wollen beide Seiten das gar nicht\u201c, sagt sie. \u201eEs gibt doch eigentlich ein gro\u00dfes gemeinsames Interesse \u2013 auch, wenn es darum geht, Orte wie das White Noise als Anlaufstelle, etwa f\u00fcr Flinta-Personen, in der Stadt zu erhalten.\u201c <\/p>\n<p>DJ: \u201eTrage Verantwortung f\u00fcr meine G\u00e4ste\u201c <\/p>\n<p>Sandra Moraa hingegen sieht nach wie vor keinen Grund daf\u00fcr, die \u00d6ffentlichkeit aus der Debatte herauszuhalten \u2013 viel mehr f\u00fchle sie sich selbst in der Verantwortung \u2013 auch anderen gegen\u00fcber. \u201eIch wurde als das eigentliche Problem dargestellt. Nach so einem Angriff muss ich mich aber \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern, besonders weil viele G\u00e4ste den Vorfall miterlebt haben oder betroffen waren\u201c, sagt sie. \u201eIch kann nicht sagen, ihr seid bei mir sicher und dann schweigen, wenn so etwas passiert. Ich trage Verantwortung f\u00fcr meine G\u00e4ste.\u201c\ufeff<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.ce5b3caa-cd69-4018-b07f-920e4cdca7f5.original1024.media.jpeg\"\/>     Sandra Moraa, auch bekannt unter ihrem K\u00fcnstlernamen \u201eDJ Afro Punk\u201c    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>Sie selbst habe beim Gespr\u00e4ch mit Ninette Sander und einer Vermittlerin das Gef\u00fchl gehabt, das Treffen diene \u201eeher dazu, mich davon abzuhalten, weiter \u00f6ffentlich \u00fcber den Vorfall zu sprechen und alles intern zu regeln, nicht aber, um den Konflikt wirklich aufzuarbeiten.\u201c Die White Noise-Betreiberin m\u00f6chte sich auf Anfrage nicht mehr dazu \u00e4u\u00dfern. <\/p>\n<p>Im Verlauf der Debatte hatten sich viele Nutzerinnen und Nutzer online auf die Seite Moraas gestellt. In den Kommentarspalten unter ihren Instagram-Beitr\u00e4gen sprachen sie der DJ ihre Solidarit\u00e4t aus.<\/p>\n<p> Debatte spaltet die Community \u2013 Veranstaltungen vor dem Aus? <\/p>\n<p>Und auch im realen (Nacht-)Leben zeigt sich diese Solidarit\u00e4t \u2013 viele G\u00e4ste bleiben weg. Das betrifft jedoch nicht nur das White Noise, sondern auch Veranstaltende in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>. So etwa Roya Hakimi. Sie hat bislang die queere Flinta-Partyreihe \u201eMy Purple Heart\u201c im White Noise mitveranstaltet. \u201eIch empfinde es so, dass sich die Flinta-Community seit dem Vorfall im M\u00e4rz im White Noise gespalten hat\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p>Es gebe die eine Seite, die eher neutral zu dem Ganzen stehe oder nichts von dem Vorfall mitbekommen habe \u2013 und es gebe die andere Seite, die hinter DJ Afro Punk stehe, sich aus der Partyszene rund um das White Noise herausgenommen habe und nun andere Lokale besuche, beschreibt Hakimi ihre Beobachtungen. \u201eF\u00fcr uns war es ohnehin schwer mit unserer Partyreihe Fu\u00df zu fassen. Unsere erste Party war dann zwar super besucht, die Folgepartys liefen dann aber schon nicht mehr so toll.\u201c <\/p>\n<p>Mit einer Party am 29. November k\u00f6nne das Format zwar auf den Club Romy S. in der Langen Stra\u00dfe ausweichen. Laut Hakimi k\u00f6nnte es jedoch darauf hinauslaufen, dass diese Party eventuell die Letzte sein wird. \u201eDie Community ist so sehr gespalten, uns fallen deshalb Teile unseres Publikums weg\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p>Auch Dirk Wein, der bislang die Party-Reihe \u201eLovepop\u201c, im White Noise veranstaltet hat, beobachtet diese Entwicklung. \u201eSeitdem waren bei Veranstaltungen teils zwischen 100 und 150 Leute weniger da als zuvor\u201c, sagt er. <\/p>\n<p> \u201eLovepop\u201c mit neuem Konzept <\/p>\n<p>Das Romy S. bietet nun nicht nur dem queeren Flinta-Format \u201eMy Purple Heart\u201c einen neuen Veranstaltungsort, auch die \u201eLovepop\u201c-Events ziehen k\u00fcnftig dorthin um. \u201eBis jetzt ist es dauerhaft dort geplant\u201c, so Dirk Wein. Die erste \u201eLovepop\u201c-Party im Romy S. steigt am kommenden Samstag (8.11.). Es sei abzuwarten, wie die Publikumszahlen dann dort aussehen, so der Veranstalter. Zumindest alle Termine f\u00fcr das n\u00e4chste halbe Jahr seien gesichert.\ufeff<\/p>\n<p>\u201eWeil das Romy S. nicht wie im White Noise zwei, sondern nur einen Dancefloor hat, k\u00f6nnen wir die Genres Pop und Elektronische Musik nicht an einem Abend abdecken und m\u00fcssen das Konzept \u00e4ndern\u201c, so Wein. \u201eWir teilen das Programm der Lovepop in verschiedene Veranstaltungen auf.\u201c Darunter beispielsweise die Pop-Edition, die Retroklub-Ausgabe mit Hits der Achtziger und Neunziger, die queere House-Partyreihe \u201eMr. Wendy\u201c und das Elektro- und Techno-Event \u201eElectrolove\u201c.<\/p>\n<p> Romy S. als Rettungsanker f\u00fcr queeres Nachtleben? <\/p>\n<p>Romy S.-Betreiber Yusuf Oksaz zeigt sich auf Nachfrage unserer Redaktion zuversichtlich. \u201eF\u00fcr uns ist das alles kein Neuland, wir haben schon seit 10 bis 15 Jahren queere Veranstaltungen im Programm. Auch jetzt bieten wir den Events gerne eine Plattform.\u201c Im Romy S. freue man sich auf die kommenden Veranstaltungen. \u201eOb sie fruchten, wie man sich das vorstellt, das k\u00f6nnen wir jetzt nat\u00fcrlich noch nicht voraussehen.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das White Noise hat k\u00fcrzlich sein Aus bekannt gegeben. Die Stuttgarter Community reagiert gespalten. 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