{"id":555044,"date":"2025-11-06T09:26:16","date_gmt":"2025-11-06T09:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555044\/"},"modified":"2025-11-06T09:26:16","modified_gmt":"2025-11-06T09:26:16","slug":"geborgenes-u-boot-experten-geben-einblick-in-innenleben-der-u16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555044\/","title":{"rendered":"Geborgenes U-Boot: Experten geben Einblick in Innenleben der U16"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-156.webp\" alt=\"\u00dcberreste des vor Scharh\u00f6rn gesunkenen U-Bootes U 16 aus dem Ersten Weltkrieg, geborgen am 01.09.2025.\" title=\"\u00dcberreste des vor Scharh\u00f6rn gesunkenen U-Bootes U 16 aus dem Ersten Weltkrieg, geborgen am 01.09.2025. | picture alliance \/ kolbert-press | kolbert-press\/Burghard Schreyer\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 06.11.2025 09:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Das U-Boot U16 war 1919 vor Scharh\u00f6rn gesunken &#8211; mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter wurde es geborgen. Heute wollen Experten erste Einblicke in das Innenleben des Wracks geben, etwa durch 3D-Scans. Die Bergung hatte Kritik geerntet.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Sebastian Duden<\/p>\n<p class=\"\">Seit 1919 lag das 1911 gebaute ehemalige kaiserliche Unterseeboot U16 vor Scharh\u00f6rn nahe Cuxhaven. Dann hatte das Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamt (WSA) es im September <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/u-boot-wrack-in-der-nordsee-u16-ist-vollstaendig-geborgen,wrack-116.html\" title=\"U-Boot-Wrack in der Nordsee: U16 vollst\u00e4ndig geborgen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bergen lassen<\/a> &#8211; ohne Genehmigung der eigentlich zust\u00e4ndigen Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (BIMA). Da das Wrack bei der Bergung auch noch zerbrach, gab es einen Aufschrei aus der arch\u00e4ologischen Fachwelt.<\/p>\n<p>    U-Boot-Wrack sollte verschrottet werden<\/p>\n<p class=\"\">Die Verantwortlichen des Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamtes (WSA) hatten eigentlich gute Motive, als sie sich entschieden, das Wrack zu bergen. Es drohte aus ihrer Sicht zu einer Gefahr f\u00fcr den nahen Schifffahrtsweg in der Elbm\u00fcndung zu werden. Sie wollten es nach der Bergung verschrotten lassen. Allerdings handelt es sich bei dem Wrack eben nicht nur um einen gro\u00dfen Haufen Metall, es handelt sich um ein vollst\u00e4ndig erhaltenes Wrack der ehemaligen kaiserlichen Marine. Mehr als 100 Jahre alt, laut einem Marine-Historiker von der Besatzung wahrscheinlich selbst versenkt, weil die deutschen Seeleute es nach Kriegsende nicht an die Engl\u00e4nder \u00fcbergeben wollten. Vergleichbare U-Boote gibt es eigentlich nicht an Land.<\/p>\n<p>    Eigentumsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr Wracks sind klar geregelt<\/p>\n<p class=\"\">Derartige Wracks geh\u00f6ren der Bundesrepublik Deutschland und werden stellvertretend von der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (BIMA) betreut. Prinzipiell sei die bem\u00fcht, so wie international \u00fcblich, solche Wracks an Ort und Stelle zu belassen,\u00a0wie Verantwortliche der BIMA dem NDR Niedersachsen mitteilten.\u00a0Sie h\u00e4tte auch zwingend in die \u00dcberlegungen des Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamtes (WSA) mit eingebunden werden m\u00fcssen. Und das geschah laut BIMA nicht.<\/p>\n<p>    Arch\u00e4ologen kritisieren Vorgehen bei Bergung<\/p>\n<p class=\"\">Auch Arch\u00e4ologen <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/zerbrochenes-u-boot-wrack-u16-bergung-der-super-gau,uboot-140.html\" title=\"Zerbrochenes U-Boot-Wrack U16: Bergung &quot;der Super-Gau&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kritisierten deutlich das Vorgehen<\/a> des WSA. Die Bergung eines solchen Wracks h\u00e4tte aus ihrer Sicht, wenn \u00fcberhaupt, dringend arch\u00e4ologisch begleitet werden m\u00fcssen, um Sch\u00e4den zu vermeiden und um Funde richtig sichern zu k\u00f6nnen. Dass das nicht geschah, wurde vor allem vom Hamburger Landesarch\u00e4ologen bem\u00e4ngelt, der f\u00fcr den Bereich um die Insel Scharh\u00f6rn offiziell zust\u00e4ndig ist. Das Wrack war bei der Bergung zudem zerbrochen, wurde an die Luft geholt und war damit Oxidation und Verwesung ausgesetzt. F\u00fcr die Fachwelt begann damit auch ein Wettlauf um die Zeit. W\u00e4hrend Arch\u00e4ologen Druck auf die Beh\u00f6rden machten, bem\u00fchten sich die ersten Museen um die \u00dcberreste von U16.<\/p>\n<p>    Der Schulterschluss in Cuxhaven<\/p>\n<p class=\"\">Heute pr\u00e4sentieren alle Verantwortlichen zusammen erste Ergebnisse in Cuxhaven. Die Presse ist ins Museum &#8222;Windst\u00e4rke 10&#8220; eingeladen. Die Liste der Gastgeber ist lang: Verantwortliche der meisten beteiligten Beh\u00f6rden, Politiker, Wissenschaftler, es wirkt wie ein demonstrativer Schulterschluss nach den Wirren der vergangenen Monate.<\/p>\n<p>    U16: Gro\u00dfe Teile kommen in Harzer Technikmuseum<\/p>\n<p class=\"\">U16 wurde mittlerweile abtransportiert, gro\u00dfe Teile werden in Zukunft im\u00a0Technikmuseum Harz in Benneckenstein\u00a0zu sehen sein. Viele kleinere Teile kommen aber in andere Ausstellungen. In Cuxhaven werden heute auch Fundst\u00fccke pr\u00e4sentiert, neben Alltagsgegenst\u00e4nden unter anderem wohl auch ein Torpedorohr.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-150.webp\" alt=\"Cuxhaven: Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt zerbrochen in zwei Teile im Hafen. \" title=\"Cuxhaven: Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt zerbrochen in zwei Teile im Hafen.  | dpa-Bildfunk, Sina Schuldt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Beim ersten Versuch war das mehr als 100 Jahre alte U16 zerbrochen. An der Bergung gibt es weiterhin Kritik.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-120.webp\" alt=\"Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt im Hafen von Cuxhaven.\" title=\"Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt im Hafen von Cuxhaven. | dpa\/Sina Schuldt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Bergung brach das Boot in zwei H\u00e4lften. Beide Teile befinden sich nun im Hafen von Cuxhaven.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-154.webp\" alt=\"U 16: Feldpostkarte von Georg Cording, Nordseekriegsschauplatz vom 1. Juni 1915 an Mariechen Westerholt, Osternburg im Gro\u00dfherzogtum Oldenburg\" title=\"U 16: Feldpostkarte von Georg Cording, Nordseekriegsschauplatz vom 1. Juni 1915 an Mariechen Westerholt, Osternburg im Gro\u00dfherzogtum Oldenburg | Wikimedia \/ Public Domain - gemeinfrei, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=44579316\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>1919 sank das deutsche U-Boot U 16 in der Nordsee bei Scharh\u00f6rn. Mehr als 100 Jahre lag es im Schlick. Dann wurde es gehoben &#8211; in zwei Teilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.11.2025 09:33 Uhr Das U-Boot U16 war 1919 vor Scharh\u00f6rn gesunken &#8211; mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":555045,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[27353,29,30,2989,94311,13,14,15,7292,104422,5226,12,10,8,9,11,19519,73436,50087,64711],"class_list":{"0":"post-555044","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-cuxhaven","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-geschichte","12":"tag-gesunken","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-nordsee","17":"tag-scharhoern","18":"tag-schifffahrt","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews","24":"tag-u-boot","25":"tag-u16","26":"tag-uboot","27":"tag-wrack"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115502041911776462","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/555044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=555044"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/555044\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/555045"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=555044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=555044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=555044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}