{"id":555383,"date":"2025-11-06T12:32:11","date_gmt":"2025-11-06T12:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555383\/"},"modified":"2025-11-06T12:32:11","modified_gmt":"2025-11-06T12:32:11","slug":"personalmangel-fuehrt-zu-flugstreichungen-dw-06-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555383\/","title":{"rendered":"Personalmangel f\u00fchrt zu Flugstreichungen \u2013 DW \u2013 06.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>Ab Freitag wird die Luft f\u00fcr den <a target=\"_blank\" class=\"external-link\" title=\"Externer Link \u2014 Flugverkehr\" href=\"https:\/\/corporate.dw.com\/de\/luftfahrt\/t-72923909\" rel=\"nofollow noopener\">Flugverkehr<\/a> in den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> d\u00fcnn. Denn das Personal an den Airports wird knapp &#8211; sowohl im Tower als auch in den Terminals. Ausl\u00f6ser ist die andauernde Haushaltssperre.<\/p>\n<p>Wegen Engp\u00e4ssen bei der Flugsicherung plant die US-Luftfahrtbeh\u00f6rde FAA ab Freitag an 40 Airports eine Reduzierung des Flugverkehrs um zehn Prozent. Davon k\u00f6nnten Tausende Fl\u00fcge betroffen sein. Welche Flugh\u00e4fen und Fluggesellschaften es treffen wird, teilten US-Verkehrsminister Sean Duffy und die FAA bei ihrer Ank\u00fcndigung noch nicht mit. Die Rede war von Standorten mit einem hohen Verkehrsaufkommen.<\/p>\n<p>Hintergrund sind Gehaltsausf\u00e4lle der Fluglotsen infolge des sogenannten <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/government-shutdown\/t-67378506\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shutdowns<\/a>, der fast alle Bundesbeh\u00f6rden und \u00f6ffentlichen Einrichtungen l\u00e4hmt. Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/republikanische-partei-usa\/t-69953360\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Republikaner<\/a> von US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> und die oppositionellen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/demokratische-partei-usa\/t-69952967\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Demokraten<\/a> haben sich noch immer nicht auf einen Haushalt geeinigt. Das hei\u00dft, Bundesbeh\u00f6rden zahlen ihren Beamten und Mitarbeitern derzeit keine L\u00f6hne und Geh\u00e4lter.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74640668\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74640668_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2025 | Bryan Bedford bei einer Pressekonferenz in der FAA (05.11.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>FAA-Chef Bedford: &#8222;Noch nie so eine Situation erlebt&#8220;Bild: Tasos Katopodis\/Getty Images<\/p>\n<p>Die genauen Auswirkungen auf Flugreisende sind noch unklar. US-Medien berichteten von Tausenden Fl\u00fcgen, die m\u00f6glicherweise betroffen sein k\u00f6nnten. Im US-Luftraum gibt es laut FAA pro Tag im Schnitt gut 44.000 Fl\u00fcge.<\/p>\n<p>&#8222;In meiner 35-j\u00e4hrigen Karriere in der Luftfahrtbranche habe ich noch nie eine Situation erlebt, in der wir solche Ma\u00dfnahmen ergreifen mussten&#8220;, sagte FAA-Chef Bryan Bedford am Mittwoch. &#8222;Wir befinden uns in Sachen Shutdown auf Neuland.&#8220;<\/p>\n<p>Lufthansa und Condor bislang nicht betroffen<\/p>\n<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/lufthansa\/t-17280779\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lufthansa<\/a> und Condor melden bislang keine Flugstreichungen. Man beobachte die Lage genau und stehe mit den Beh\u00f6rden in Kontakt, versicherten Sprecherinnen der beiden Airlines aus Deutschland.<\/p>\n<p>Der Shutdown dauert schon 36 Tage. Das hei\u00dft, auch die Fluglotsen bekommen nun schon den zweiten Monat in Folge kein Geld. Betroffen sind mehr als 60.000 Lotsen und Mitarbeiter der Verkehrssicherheitsbeh\u00f6rde TSA.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74640372\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74640372_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA New York 2025 | Sean Duffy vor unscharfem Hintergrund (28.10.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>US-Verkehrsminister Duffy: Appell an Lotsen und Flughafenmitarbeiter zur Arbeit zu kommenBild: Shannon Stapleton\/REUTERS<\/p>\n<p>Nach Darstellung von Verkehrsminister Duffy nehmen Flugsicherungskr\u00e4fte aufgrund des finanziellen Drucks inzwischen Nebenjobs an. Er appellierte an sie, trotz der Shutdowns und der fehlenden Gehaltsauszahlungen zur Arbeit zu kommen. Doch viele Lotsen und Mitarbeiter des Sicherheitschecks melden sich lieber krank.<\/p>\n<p>Drohendes Chaos an Thanksgiving<\/p>\n<p>Die Lage k\u00f6nnte vor zwei langen Feiertagswochenenden im November f\u00fcr Chaos an Flugh\u00e4fen sorgen &#8211; insbesondere vor dem Erntedankfest (Thanksgiving) am 27. November, f\u00fcr das viele US-Familien zusammenkommen. An gro\u00dfen Flugh\u00e4fen wie Houston in Texas kam es bereits in den vergangenen Wochen zu stundenlangen Verz\u00f6gerungen und Flugausf\u00e4llen. Das Wei\u00dfe Haus hat davor gewarnt, dass vermehrte Fehlzeiten zu Chaos an den Check-in-Schaltern f\u00fchren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74640426\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74640426_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2025 | Blick durch ein Gitter auf das Kapitol in der D\u00e4mmerung (05.11.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Kapitol in Washington, Sitz des US-Kongresses: Luftfahrt- und Reisebranche fordert Shutdown-EndeBild: Hu Yousong\/Xinhua\/IMAGO<\/p>\n<p>Die laufende Haushaltssperre gilt seit dem 1. Oktober. Sie kann nur durch die Verabschiedung eines neuen Etats beendet werden, wozu die regierenden Republikaner allerdings auf die Mithilfe der Opposition angewiesen sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihre Zustimmung fordern die Demokraten zus\u00e4tzliche Gelder f\u00fcr Bed\u00fcrftige, deren Krankenversicherungen zum Ende des Jahres auf der Kippe stehen. Trumps Republikaner zeigen sich in diesem Punkt aber bislang nicht kompromissbereit.<\/p>\n<p>L\u00e4ngster Shutdown der Geschichte<\/p>\n<p>Der Shutdown ist mittlerweile <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-shutdown-geschlossen-regierung-stillstand-kongress-republikaner-demokraten\/a-74622739\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der l\u00e4ngste in der US-Geschichte<\/a> und hat immer gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen.\u00a0Insgesamt sind rund 1,4 Millionen Bundesmitarbeiter im Zwangsurlaub oder arbeiten ohne Bezahlung. Gro\u00dfe Fluggesellschaften, Luftfahrtgewerkschaften und die gesamte Reisebranche haben den Kongress in Washington &#8211; also die Abgeordneten in beiden Parlamentskammern &#8211; aufgefordert, die Haushaltssperre zu beenden.<\/p>\n<p>R\u00fcckblick 2019: Auch w\u00e4hrend der ersten Amtszeit von Pr\u00e4sident Trump gab es eine Haushaltssperre. Auch damals meldeten sich Flughafenmitarbeiter krank, anstatt ohne Bezahlung zu arbeiten &#8211; was zu erheblichen Versp\u00e4tungen im Luftverkehr f\u00fchrte. Vor bald sechs Jahren war das ein wichtiger Faktor, sodass Republikaner und Demokraten doch zueinanderfanden, gemeinsam einen Haushalt verabschiedeten und den Shutdown damit nach 35 Tagen beendeten.<\/p>\n<p>AR\/se (dpa, afp, ap)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab Freitag wird die Luft f\u00fcr den Flugverkehr in den USA d\u00fcnn. 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