{"id":555634,"date":"2025-11-06T14:49:19","date_gmt":"2025-11-06T14:49:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555634\/"},"modified":"2025-11-06T14:49:19","modified_gmt":"2025-11-06T14:49:19","slug":"geborgenes-u-boot-teile-von-u16-kommen-in-museen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555634\/","title":{"rendered":"Geborgenes U-Boot: Teile von U16 kommen in Museen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-198.webp\" alt=\"Teile des Wracks von U16\" title=\"Teile des Wracks von U16 | NDR, Sebastian Duden\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 06.11.2025 14:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Das U-Boot U16 war 1919 vor Scharh\u00f6rn gesunken &#8211; mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter wurde es geborgen. Am Donnerstag haben Experten dar\u00fcber informiert, wie es mit dem Wrack weitergeht. Die Bergung hatte Kritik geerntet.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Sebastian Duden<\/p>\n<p class=\"\">Etwa ein Viertel des Wracks soll k\u00fcnftig in Museen ausgestellt werden, sagte Henning Ha\u00dfmann vom Nieders\u00e4chsischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege (NLD) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in\u00a0Cuxhaven. Gro\u00dfe Teile, darunter der mittlere Rumpfteil von U16 mit Turm, sollen im Fahrzeug- und Technikmuseum Benneckenstein in Sachsen-Anhalt pr\u00e4sentiert werden. Das Milit\u00e4rhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden soll den Angaben zufolge die Bewaffnung ausstellen. Im Nordholzer Luftschiff- und Marinefliegermuseum &#8222;Aeronauticum&#8220; wird unter anderem ein gro\u00dfes Segment aus der Oberseite des Achterschiffs zu sehen sein, das Cuxhavener Wrack- und Fischereimuseum &#8222;Windst\u00e4rke 10&#8220; \u00fcbernimmt etwa die Ankerkette und Kleinteile aus dem Leben an Bord.<\/p>\n<p>    Weitere Museen \u00fcbernehmen kleine Teile des Boots<\/p>\n<p class=\"\">Auch im Deutschen Marinemuseum in\u00a0Wilhelmshaven, im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg und im Hamburger Museum f\u00fcr Arch\u00e4ologie sollen kleine Teile des U-Boots gezeigt werden. Andere Teile sollen f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung gestellt, der Rest wird verschrottet. Das gesamte Boot zu konservieren und auszustellen, w\u00e4re Experten zufolge zu teuer gewesen.<\/p>\n<p>    U16 nach mehr als 100 Jahren unter Wasser geborgen<\/p>\n<p class=\"\">Seit 1919 lag das 1911 gebaute ehemalige kaiserliche Unterseeboot U16 vor Scharh\u00f6rn nahe Cuxhaven. Dann hatte das Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamt (WSA) es im September <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/u-boot-wrack-in-der-nordsee-u16-ist-vollstaendig-geborgen,wrack-116.html\" title=\"U-Boot-Wrack in der Nordsee: U16 vollst\u00e4ndig geborgen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bergen lassen<\/a> &#8211; ohne Genehmigung der eigentlich zust\u00e4ndigen Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (BIMA). Da das Wrack bei der Bergung zerbrach, gab es <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/zerbrochenes-u-boot-wrack-u16-bergung-der-super-gau,uboot-140.html\" title=\"Zerbrochenes U-Boot-Wrack U16: Bergung &quot;der Super-Gau&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">heftige Kritik<\/a> aus der arch\u00e4ologischen Fachwelt.<\/p>\n<p>    U-Boot-Wrack sollte verschrottet werden<\/p>\n<p class=\"\">Die Verantwortlichen des WSA hatten eigentlich gute Motive, als sie sich entschieden, das Wrack zu bergen. Es drohte aus ihrer Sicht zu einer Gefahr f\u00fcr den nahen Schifffahrtsweg in der Elbm\u00fcndung zu werden. Sie wollten es nach der Bergung verschrotten lassen. Allerdings handelt es sich bei dem Wrack eben nicht nur um einen gro\u00dfen Haufen Metall, es handelt sich um ein vollst\u00e4ndig erhaltenes Wrack der ehemaligen kaiserlichen Marine. Mehr als 100 Jahre alt, laut einem Marine-Historiker von der Besatzung wahrscheinlich selbst versenkt, weil die deutschen Seeleute es nach Kriegsende nicht an die Engl\u00e4nder \u00fcbergeben wollten. Vergleichbare U-Boote gibt es eigentlich nicht an Land.<\/p>\n<p>    Eigentumsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr Wracks sind klar geregelt<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-156.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-156.webp\" alt=\"\u00dcberreste des vor Scharh\u00f6rn gesunkenen U-Bootes U 16 aus dem Ersten Weltkrieg, geborgen am 01.09.2025.\" title=\"Im September wurde das U-Boot in zwei Teilen geborgen. | picture alliance \/ kolbert-press | kolbert-press\/Burghard Schreyer\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Im September wurde das U-Boot in zwei Teilen geborgen.<\/p>\n<p class=\"\">Derartige Wracks geh\u00f6ren der Bundesrepublik Deutschland und werden stellvertretend von der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (BIMA) betreut. Prinzipiell sei die bem\u00fcht, so wie international \u00fcblich, solche Wracks an Ort und Stelle zu belassen,\u00a0wie Verantwortliche der BIMA dem NDR Niedersachsen mitteilten.\u00a0Sie h\u00e4tte auch zwingend in die \u00dcberlegungen des WSA mit eingebunden werden m\u00fcssen. Und das geschah laut BIMA nicht.<\/p>\n<p>    Arch\u00e4ologen kritisieren Vorgehen bei Bergung<\/p>\n<p class=\"\">Auch Arch\u00e4ologen <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/zerbrochenes-u-boot-wrack-u16-bergung-der-super-gau,uboot-140.html\" title=\"Zerbrochenes U-Boot-Wrack U16: Bergung &quot;der Super-Gau&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kritisierten deutlich das Vorgehen<\/a> des WSA. Die Bergung eines solchen Wracks h\u00e4tte aus ihrer Sicht, wenn \u00fcberhaupt, dringend arch\u00e4ologisch begleitet werden m\u00fcssen, um Sch\u00e4den zu vermeiden und um Funde richtig sichern zu k\u00f6nnen. Dass das nicht geschah, wurde vor allem vom Hamburger Landesarch\u00e4ologen bem\u00e4ngelt, der f\u00fcr den Bereich um die Insel Scharh\u00f6rn offiziell zust\u00e4ndig ist. Das Wrack war bei der Bergung zudem zerbrochen, wurde an die Luft geholt und war damit Oxidation und Verwesung ausgesetzt. F\u00fcr die Fachwelt begann damit auch ein Wettlauf um die Zeit. W\u00e4hrend Arch\u00e4ologen Druck auf die Beh\u00f6rden machten, bem\u00fchten sich die ersten Museen um die \u00dcberreste von U16.<\/p>\n<p>    Der Schulterschluss in Cuxhaven<\/p>\n<p class=\"\">Bei der Pressekonferenz am Donnerstag pr\u00e4sentierten alle Verantwortlichen gemeinsam in Cuxhaven Teile des Wracks und informierten \u00fcber das weitere Vorgehen. Die Liste der Gastgeber war lang: Verantwortliche der meisten beteiligten Beh\u00f6rden, Politiker, Wissenschaftler, es wirkte wie ein demonstrativer Schulterschluss nach den Wirren der vergangenen Monate.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-150.webp\" alt=\"Cuxhaven: Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt zerbrochen in zwei Teile im Hafen. \" title=\"Cuxhaven: Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt zerbrochen in zwei Teile im Hafen.  | dpa-Bildfunk, Sina Schuldt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Beim ersten Versuch war das mehr als 100 Jahre alte U16 zerbrochen. An der Bergung gibt es weiterhin Kritik.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-120.webp\" alt=\"Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt im Hafen von Cuxhaven.\" title=\"Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt im Hafen von Cuxhaven. | dpa\/Sina Schuldt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Bergung brach das Boot in zwei H\u00e4lften. Beide Teile befinden sich nun im Hafen von Cuxhaven.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uboot-154.webp\" alt=\"U 16: Feldpostkarte von Georg Cording, Nordseekriegsschauplatz vom 1. Juni 1915 an Mariechen Westerholt, Osternburg im Gro\u00dfherzogtum Oldenburg\" title=\"U 16: Feldpostkarte von Georg Cording, Nordseekriegsschauplatz vom 1. Juni 1915 an Mariechen Westerholt, Osternburg im Gro\u00dfherzogtum Oldenburg | Wikimedia \/ Public Domain - gemeinfrei, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=44579316\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>1919 sank das deutsche U-Boot U 16 in der Nordsee bei Scharh\u00f6rn. Nach mehr als 100 Jahren wurde es gehoben. Teile des Wracks sind k\u00fcnftig in Museen zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.11.2025 14:54 Uhr Das U-Boot U16 war 1919 vor Scharh\u00f6rn gesunken &#8211; mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":555635,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[27353,29,30,2989,94311,13,14,15,7292,104422,5226,12,10,8,9,11,19519,73436,50087,64711],"class_list":{"0":"post-555634","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-cuxhaven","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-geschichte","12":"tag-gesunken","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-nordsee","17":"tag-scharhoern","18":"tag-schifffahrt","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews","24":"tag-u-boot","25":"tag-u16","26":"tag-uboot","27":"tag-wrack"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115503311960646216","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/555634","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=555634"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/555634\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/555635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=555634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=555634"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=555634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}