{"id":55581,"date":"2025-04-23T20:16:09","date_gmt":"2025-04-23T20:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/55581\/"},"modified":"2025-04-23T20:16:09","modified_gmt":"2025-04-23T20:16:09","slug":"wahnsinn-beim-fc-schalke-04-fussball-zweitligist-wird-zum-unersaettlichen-trainerfresser-35-trainer-verbraucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/55581\/","title":{"rendered":"Wahnsinn beim FC Schalke 04: Fu\u00dfball-Zweitligist wird zum uners\u00e4ttlichen Trainerfresser &#8211; 35 Trainer verbraucht"},"content":{"rendered":"<p>                    Update<br \/>\n                    Kennen Sie noch alle Namen?<br \/>\n                So viele Trainer hat der FC Schalke 04 seit 2000 verschlissen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              23.04.2025, 21:05 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der n\u00e4chste Trainer auf Schalke ist Geschichte. Dass Kees van Wonderen gehen muss, ist allerdings keine \u00dcberraschung mehr. Nun beginnt die Suche abermals. Ein Name wird hei\u00df gehandelt. Die Sehnsucht in Gelsenkirchen nach einer nachhaltigen L\u00f6sung ist gro\u00df.<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Jahrtausend ist gerade einmal 25 Jahre alt und der FC Schalke hat schon 35 Trainer besch\u00e4ftigt &#8211; inklusive aller Interimsl\u00f6sungen sowie Doppel- und Dreifachanstellungen. Der kriselnde Gigant aus Gelsenkirchen hat sich mit diesem ungez\u00fcgelten Hunger den Titel &#8222;Trainer fressendes Monster&#8220; verdient. Auf dem aktuellen Beutezug wurde nun Kees van Wonderen verspeist. Der Niederl\u00e4nder hatte seinen Aus bei den Schalkern zum Saisonende zuletzt bereits sehr erfolgreich anmoderiert, als er die Klubf\u00fchrung \u00fcberraschend derbe in den Senkel stellte.<\/p>\n<p>Die reagierte erst emp\u00f6rt und nun konsequent. Aber f\u00fcr die Schalker war es auch keine schwere Entscheidung mehr. Auch wenn sie nat\u00fcrlich das Gegenteil sagen. Die Zeit von van Wonderen war von Beginn an unruhig. Schon nach den ersten, nicht erfolgreichen Spielen gab es Ger\u00fcchte \u00fcber ein Blitz-Aus. Zu gro\u00df war die Panik geworden, dass der Klub, der dem eigenen Verst\u00e4ndnis nach, noch immer in den Europapokal geh\u00f6rt, in die 3. Liga abst\u00fcrzen k\u00f6nnte. Der Niederl\u00e4nder blieb und konnte die Mannschaft stabilisieren. Ohne sie aber so sehr weiterzuentwickeln, dass er nachhaltig Werbung f\u00fcr eine Zukunft auf Schalke betreiben konnte.<\/p>\n<p>Was doch offenbar intern f\u00fcr so wenig Wertsch\u00e4tzung sorgte, dass es nach dem erstaunlichen 2:2 zuletzt gegen den Hamburger SV aus van Wonderen herausbrach. \u00dcber vier Spiele setzt sich der gemeinsame Weg noch fort, ehe dann ein friedlicher Abschluss geschaffen werden soll. Der Niederl\u00e4nder zieht sich nach der nun offiziell verk\u00fcndeten Trennung bereits das B\u00fc\u00dferhemd an: &#8222;Mir ist bewusst, dass Zeit und Ort aus heutiger Sicht nicht optimal waren&#8220;, wurde er in einer Vereinsmitteilung zitiert.<\/p>\n<p>&#8222;Neuer Trainer soll erkennbare Handschrift mitbringen&#8220;<\/p>\n<p>Damit endet der n\u00e4chste Versuch der Schalker, den sich den wild rotierenden Klub sportlich nachhaltig unter Kontrolle zu bringen. Wer nun folgt, unklar. Als Raupe Nimmersatt des Fu\u00dfballs geht der Klub abermals auf die Suche. Sie soll endlich nachhaltig sein. Das Beuteprofil ist bereits klar umrissen: &#8222;Der neue Trainer soll eine erkennbare Handschrift mitbringen, die zur Spielphilosophie von Schalke 04 passt. In aller K\u00fcrze: Mit Ball wollen wir mutig und zielstrebig nach vorne spielen, gegen den Ball intensiv und emotional arbeiten&#8220;, sagte Klubchef Matthias Tillmann. Gespr\u00e4che mit potenziellen Kandidaten soll es noch keine gegeben haben, dennoch h\u00e4lt sich der Name Markus Anfang hartn\u00e4ckig in der Ger\u00fcchtek\u00fcche. Erst am Dienstagabend war der vermeintliche Wunschkandidat beim 1. FC Kaiserslautern gefeuert worden &#8211; und w\u00e4re damit verf\u00fcgbar.<\/p>\n<\/p>\n<p>Er w\u00e4re im 25. Jahr dieses neuen Millenniums der 36. Trainer in dieser schillernden Liste an gro\u00dfen Namen und \u00fcberraschenden Ideen. Da w\u00e4re der Jahrhunderttrainer Huub Stevens, der seine gro\u00dfe \u00c4ra mit den Eurofightern 1997 einl\u00e4utete und sie 2002 zum ersten Mal beendete. Dreimal kehrte er noch zur\u00fcck. 2011 folgte er auf Ralf Rangnick, der sich nach einem Burnout w\u00e4hrend seiner zweiten Amtszeit in Gelsenkirchen zur\u00fcckgezogen hatte. Zu Beginn der Saison 2012\/13 schaffte Stevens mit den &#8222;K\u00f6nigsblauen&#8220; den bis zu diesem Zeitpunkt besten Bundesligastart der Vereinsgeschichte. Am 16. Dezember 2012 beurlaubte der Klub Stevens nach einer Serie siegloser Spiele und dem Absturz auf Rang sieben. Zwei weitere Interims-Jobs folgten noch.<\/p>\n<p>Gemessen an der L\u00e4nge der Amtszeit, die 1996 begann, ist Stevens mit 2090 Tagen im Amt der erfolgreichste Trainer. Auf ihn folgen Mirko Slomka (2006 bis 2008), 830 Tage, und Jens Keller mit 660 Tagen. Unter Slomka begann die gro\u00dfartige Karriere von Manuel Neuer, der Trainer ersetzte im November 2006 die langj\u00e4hrige Stammkraft Frank Rost gegen das damals 20 Jahre alte Talent. Am Ende der Saison stand aber wieder einmal nur die Vizemeisterschaft. Am vorletzten Spieltag wurde der m\u00f6gliche Titel durch eine Niederlage ausgerechnet beim Erzrivalen BVB verspielt. Der &#8222;Kicker&#8220; sch\u00fcttete damals ein F\u00fcllhorn an Horrornoten aus: Mesut \u00d6zil bekam eine glatte f\u00fcnf, Kevin Kuranyi eine 5,5 und Lincoln, Fabian Ernst und Christian Pander sogar jeweils die Sechs. Nur Neuer \u00fcberzeugte mit einer 2,0 war aber machtlos. Der VfB Stuttgart jubelte schlie\u00dflich.<\/p>\n<p> Der historische Absturz unter David Wagner<\/p>\n<p>Richtig wild wurde es auf Schalke auch im Jahr 2020. David Wagner war damals in der Verantwortung. Auf eine starke Hinrunde folgte ein historischer Absturz. Saison\u00fcbergreifend blieb Schalke 18 Bundesligaspiele in Serie ohne Sieg. Negativer H\u00f6hepunkt dieser Serie war ein 0:8 beim FC Bayern M\u00fcnchen zum Auftakt der Spielzeit 2020\/21. Nach dem darauf folgenden 1:3 gegen Werder Bremen stellte der Verein den Trainer frei. Er war der erst vierte Trainer nach Rinus Michels (K\u00f6ln 1983), Morten Olsen (K\u00f6ln 1995) und Dieter Hecking (Hannover 2009), der schon nach dem zweiten Spieltag entlassen wurde. Auf Wagner folgten wilde Ideen: Elf Spiele lang durfte sich Manuel Baum versuchen, ehe Stevens nochmal f\u00fcr zwei Partien einsprang. Dann \u00fcbernahm der aus der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung l\u00e4ngst verschwundene Christian Gross. Ein v\u00f6llig absurder Versuch, der nach nur einem Sieg aus ebenfalls elf Spielen endete. Acht davon gingen verloren. Kurz vor seiner Entlassung sollen sich mehrere F\u00fchrungsspieler gegen den Trainer gestellt und seinen Rauswurf gefordert haben. Schalke dementierte.<\/p>\n<p>Schillernde, aber l\u00e4ngst vergessene Namen in der Schalker Historie sind auch Fred Rutten und Roberto di Matteo, der als Mann vom FC Chelsea kam. Und eine aufw\u00fchlende Zeit erlebte. In der sich zuspitzenden Krise auf Schalke wurde unter anderem Kevin-Prince Boateng freigestellt. Zwei Spieltage sp\u00e4ter flog auch di Matteo raus.<\/p>\n<p>Ebenfalls nicht r\u00fchmlich endete die Zeit von Frank Kramer. Mit ihm startete Schalke im Sommer 2022 nach dem gleicherma\u00dfen furiosen wie erfolgreichen Endspurt in der 2. Liga unter dem alten Helden Mike B\u00fcskens in die Bundesliga. Schnell wurde Kramer als &#8222;Billig&#8220;-L\u00f6sung der finanziell schwachen &#8222;Knappen&#8220; bezeichnet. Nach zw\u00f6lf Spieltagen zog der Klub die Rei\u00dfleine. Schalke war abgeschlagen letzter, hatte lediglich zwei Spiele gewonnen. Als Cheftrainer folgte Thomas Reis, der die Mannschaft im Abstiegskampf wachr\u00fcttelte, aber das Wunder nicht mehr schaffte. Und dennoch war das Umfeld verliebt in diesen kumpeligen Malocher, der nach dem Abstieg aber ebenfalls schnell vom Heldensockel fiel. Mit Kees van Wonderen endet nun die n\u00e4chste Trainerreise. Und die Suche nach Nummer 36 l\u00e4uft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Update Kennen Sie noch alle Namen? 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