{"id":555821,"date":"2025-11-06T16:37:14","date_gmt":"2025-11-06T16:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555821\/"},"modified":"2025-11-06T16:37:14","modified_gmt":"2025-11-06T16:37:14","slug":"washington-richter-billigt-boeing-deal-mit-washington-zu-max-abstuerzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/555821\/","title":{"rendered":"Washington | Richter billigt Boeing-Deal mit Washington zu Max-Abst\u00fcrzen"},"content":{"rendered":"<p>Washington (dpa) &#8211; F\u00fcr Boeing soll es nach einer US-Gerichtsentscheidung keine weitere Strafverfolgung wegen zweier t\u00f6dlicher Abst\u00fcrze von Flugzeugen des Typs 737 Max geben. Der zust\u00e4ndige Richter im Bundesstaat Texas billigte eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Flugzeugbauer und dem US-Justizministerium. Boeing wird als Teil des Deals weitere gut 1,1 Milliarden Dollar (etwa 950 Millionen Euro) zahlen.\u00a0<\/p>\n<p>Bei den Ungl\u00fccken im Oktober 2018 und M\u00e4rz 2019 waren 346 Menschen ums Leben gekommen. Zentraler Ausl\u00f6ser war eine Assistenzsoftware, die die Piloten unterst\u00fctzen sollte, aber unter bestimmten Umst\u00e4nden zu stark in die Steuerung eingriff. Mitarbeiter des Flugzeugbauers hatten bei der Zertifizierung der 737 Max durch US-Beh\u00f6rden spezielle Schulungen f\u00fcr die Software f\u00fcr unn\u00f6tig erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Boeing soll nach der Vereinbarung eine weitere Strafe von 243,6 Millionen Dollar zahlen und zus\u00e4tzlich 444,5 Millionen Dollar in einen Fonds f\u00fcr Hinterbliebene einbringen. 455 Millionen Dollar sollen zur St\u00e4rkung der Sicherheit und Qualit\u00e4t ausgegeben werden. Der Richter lehnte zugleich die Forderung einiger Opferfamilien ab, einen Sonderermittler einzusetzen.<\/p>\n<p>Zwischenfall l\u00f6ste neue Ermittlungen aus<\/p>\n<p>Der Konzern vermied seinerzeit eine Strafverfolgung unter anderem mit dem Versprechen, Ma\u00dfnahmen gegen Betrug sowie ein Ethik-Programm umzusetzen. Auch zahlte der Konzern eine erste Strafe von 243,6 Millionen Dollar und 500 Millionen Dollar an Opferfamilien.<\/p>\n<p>Dann passierte ein dramatischer Zwischenfall im Januar 2024, bei dem im Steigflug ein Rumpffragment einer so gut wie neuen Boeing herausbrach. Dank der F\u00e4higkeiten der Piloten und gl\u00fccklicher Umst\u00e4nde wurde niemand ernsthaft verletzt. Das US-Justizministerium kam danach jedoch zu dem Schluss, dass Boeing gegen Auflagen aus der Vereinbarung zu den beiden Max-Abst\u00fcrzen versto\u00dfen hatte, und nahm das Strafverfahren wieder auf.<\/p>\n<p>Richter kippte erste neue Vereinbarung<\/p>\n<p>Im Juli 2024 bekannte sich Boeing daraufhin schuldig, die US-Regierung bei der Zertifizierung von Flugzeugen betrogen zu haben. Das \u00f6ffnete die T\u00fcr f\u00fcr ein neues \u00dcbereinkommen, das unter anderem eine weitere Millionenstrafe sowie einen Aufpasser des Justizministeriums f\u00fcr den Konzern vorsah.\u00a0<\/p>\n<p>Familien von Opfern der Abst\u00fcrze kritisierten den Deal heftig und forderten Milliardenstrafen sowie andere Konsequenzen f\u00fcr Boeing. Das Gericht in Texas lehnte die damalige neue Vereinbarung daraufhin ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington (dpa) &#8211; F\u00fcr Boeing soll es nach einer US-Gerichtsentscheidung keine weitere Strafverfolgung wegen zweier t\u00f6dlicher Abst\u00fcrze von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":555822,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,5308,3364,29,12592,30,198,1015,1209,2624,64],"class_list":{"0":"post-555821","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-computer","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-flugzeugbau","13":"tag-germany","14":"tag-internet","15":"tag-justiz","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-unfaelle","18":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115503736108522329","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/555821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=555821"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/555821\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/555822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=555821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=555821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=555821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}