{"id":556293,"date":"2025-11-06T20:55:12","date_gmt":"2025-11-06T20:55:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/556293\/"},"modified":"2025-11-06T20:55:12","modified_gmt":"2025-11-06T20:55:12","slug":"die-haelfte-der-buerger-mietet-wohnen-ist-fuer-viele-in-deutschland-eine-belastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/556293\/","title":{"rendered":"Die H\u00e4lfte der B\u00fcrger mietet: Wohnen ist f\u00fcr viele in Deutschland eine Belastung"},"content":{"rendered":"<p>                    Die H\u00e4lfte der B\u00fcrger mietet<br \/>\n                Wohnen ist f\u00fcr viele in Deutschland eine Belastung<\/p>\n<p>\t\t\t\t              06.11.2025, 21:44 Uhr<\/p>\n<p><strong>In Deutschland herrscht seit langem Krisenstimmung auf dem Wohnungsmarkt. Jetzt wird klar, wer davon besonders stark betroffen ist. Eine Expertin des Mieterbunds schl\u00e4gt L\u00f6sungen vor, die den Weg aus der Krise weisen.<\/strong><\/p>\n<p>Wohnen in Deutschland wird f\u00fcr immer mehr Menschen zur existenziellen Herausforderung. Wohn- und Mietkosten belasteten zunehmend auch B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit mittleren Einkommen, hei\u00dft es in einem aktuellen Bericht des Deutschen Mieterbunds auf Basis von Umfragen und \u00f6ffentlichen Statistiken. &#8222;Verdr\u00e4ngung und Platzmangel treffen l\u00e4ngst nicht mehr nur die Schw\u00e4chsten&#8220;, sagte Verbandspr\u00e4sidentin Melanie Weber-Moritz. &#8222;Auch die Mittelschicht ger\u00e4t zunehmend unter Druck.&#8220;<\/p>\n<p>In Deutschland wohnen demnach inzwischen mehr als die H\u00e4lfte der Menschen zur Miete, Tendenz steigend, wie Weber-Moritz betont. Insbesondere in niedrigeren Einkommensgruppen steigt die Quote derjenigen, die in Mietverh\u00e4ltnissen leben. Am weitesten verbreitet ist diese Wohnform dem Mieterbund zufolge bei Alleinerziehenden (fast 77 Prozent), Alleinstehenden (74,4 Prozent) oder Menschen mit nicht-deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit (80,7 Prozent).<\/p>\n<p>Steigende Mieten f\u00fchren dazu, dass diese Menschen zunehmend von den Wohnkosten \u00fcberlastet sind, diese also mehr als 30 Prozent des verf\u00fcgbaren Einkommens ausmachen. Bei von Armut betroffenen Menschen war das im vergangenen Jahr bei 37,5 Prozent der Befragten der Fall, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>12 Prozent der B\u00fcrger gelten als extrem \u00fcberlastet<\/p>\n<p>Aber auch bei nicht armen Menschen, deren Einkommen mindestens 60 Prozent des bundesweiten Medians ausmacht, habe sich die Quote der von Wohnkosten \u00dcberlasteten seit 2020 auf rund 7 Prozent mehr als verdoppelt. &#8222;Auch Haushalte mit mittleren Einkommen geraten in Zahlungsr\u00fcckst\u00e4nde&#8220;, sagte Weber-Moritz.<\/p>\n<p>\u00dcber alle Einkommensgruppen hinweg gaben der Analyse zufolge bundesweit gut 12 Prozent der Bev\u00f6lkerung mehr als 40 Prozent ihres Einkommens f\u00fcrs Wohnen aus. Ab dieser Quote gelten Haushalte als extrem \u00fcberlastet. Bei den Mieterinnen und Mietern betraf das dem Mieterbund zufolge mehr als 13 Prozent. Besonders Familien mit Kindern seien von steigenden Mietquoten betroffen.<\/p>\n<p>Hinzu komme, dass gerade diese Gruppen immer h\u00e4ufiger in beengten Wohnverh\u00e4ltnissen lebten. Das sei bei mehr als 11 Prozent der Bev\u00f6lkerung der Fall, hie\u00df es. Bei Armutsbetroffenen sei es demnach mehr als jeder Vierte, bei Familien mit mindestens drei Kindern sogar nahezu jede Dritte. Umgekehrt h\u00e4tten vor allem Menschen mit h\u00f6heren Einkommen deutlich mehr Platz als sie br\u00e4uchten.<\/p>\n<p> Wer eine Wohnung hat, gibt diese nicht wieder her<\/p>\n<p>Bei der Umfrage des Mieterbunds gaben fast ein Drittel der Befragten an, gerne umziehen zu wollen, jedoch keinen passenden oder bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Eigent\u00fcmerverband Haus und Grund f\u00fchrt das vor allem auf hohe Mieten bei Neuvermietung zur\u00fcck. &#8222;W\u00e4hrend im Jahr 2015 Familien mit Kindern nach einem Umzug im Durchschnitt 17,9 Prozent ihres Haushaltseinkommens f\u00fcr die Miete aufwanden, waren es 10 Jahre sp\u00e4ter 19,4 Prozent&#8220;, hei\u00dft es in einer eigenen Untersuchung des Verbands zur Bezahlbarkeit von Mieten, \u00fcber die zuvor das &#8222;Handelsblatt&#8220; berichtet hatte.<\/p>\n<p>Bei Alleinlebenden nahm der Anteil am Einkommen im Zuge eines Umzugs im selben Zeitraum um 2 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent zu. Diese Entwicklung verst\u00e4rke den sogenannten &#8222;Lock-in-Effekt&#8220;, schreibt Haus und Grund: Wer eine Wohnung hat, gibt diese nach M\u00f6glichkeit nicht wieder her. Zwar betonte der Eigent\u00fcmerverband, dass die durchschnittliche Mietbelastung in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren weitgehend stabil geblieben sei.<\/p>\n<p>Gleichzeitig r\u00e4umt der Verband aber ein, dass in st\u00e4dtischen Regionen durchaus eine extreme \u00dcberlastung durch Wohnkosten vorliegen kann, diese also 40 Prozent des Einkommens \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Expertin: Es braucht soziale Wohnungspolitik <\/p>\n<p>&#8222;Der Markt allein kann und wird diese Krise nicht l\u00f6sen&#8220;, sagte Weber-Moritz vom Mieterbund. Man brauche mehr und dauerhaften sozialen Wohnraum und eine konsequent am Gemeinwohl ausgerichtete Wohnungspolitik des Bundes. Es brauche zudem eine Begrenzung von Nebenkosten und eine faire Verteilung von Klimaschutzkosten im Geb\u00e4udesektor.<\/p>\n<p>Mietbegrenzungen bei Neubauten lehne der Mieterbund hingegen ab, weil das dazu f\u00fchre, dass Investoren nicht mehr in den Neubau investierten. Allerdings sprach sich Weber-Moritz daf\u00fcr aus, das Neubaudatum anzuheben. Bisher g\u00e4lten noch Bauten aus dem Jahr 2015 als Neubau und fielen damit nicht unter Mietpreisregulierungen. &#8222;Ein aktuelleres Datum w\u00e4re sinnvoll&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die H\u00e4lfte der B\u00fcrger mietet Wohnen ist f\u00fcr viele in Deutschland eine Belastung 06.11.2025, 21:44 Uhr In Deutschland&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":556294,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,134737,29,5772,30,13,984,3317,2295,90934,14,3923,15,3921,12,626,2192],"class_list":{"0":"post-556293","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutscher-mieterbund","14":"tag-deutschland","15":"tag-einkommen","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-international","19":"tag-miete","20":"tag-mieter","21":"tag-mieterhoehungen","22":"tag-nachrichten","23":"tag-nachrichten-aus-deutschland","24":"tag-news","25":"tag-news-aus-deutschland","26":"tag-schlagzeilen","27":"tag-wohnung","28":"tag-wohnungsbau"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115504750647401753","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/556293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=556293"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/556293\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/556294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=556293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=556293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=556293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}