{"id":556817,"date":"2025-11-07T01:53:12","date_gmt":"2025-11-07T01:53:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/556817\/"},"modified":"2025-11-07T01:53:12","modified_gmt":"2025-11-07T01:53:12","slug":"toedliche-fahrlaessigkeit-un-chef-rechnet-schonungslos-mit-klimapolitik-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/556817\/","title":{"rendered":"&#8222;T\u00f6dliche Fahrl\u00e4ssigkeit&#8220;: UN-Chef rechnet schonungslos mit Klimapolitik ab"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;T\u00f6dliche Fahrl\u00e4ssigkeit&#8220;<br \/>\n                UN-Chef rechnet schonungslos mit Klimapolitik ab<\/p>\n<p>\t\t\t\t              06.11.2025, 19:24 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher. Mit seinen anhaltend hohen Temperaturen k\u00f6nnte 2025 laut WHO das zweit- oder drittw\u00e4rmste Jahr seit der industriellen Revolution werden. Die verheerende Zwischenbilanz nimmt UN-Chef Guterres zum Anlass f\u00fcr eine Standpauke an die Regierungschefs. <\/strong><\/p>\n<p>Zehn Jahre nach dem historischen Pariser Klimaabkommen hat UN-Chef Ant\u00f3nio Guterres Staats- und Regierungschefs aus aller Welt ermahnt und radikale Schritte im Kampf gegen die Erderw\u00e4rmung gefordert. &#8222;Die bittere Wahrheit ist, dass wir es nicht geschafft haben unter 1,5 Grad zu bleiben&#8220;, sagte der UN-Generalsekret\u00e4r bei einem Gipfel in Bel\u00e9m am Rande des Amazonas-Regenwaldes. Vor dem offiziellen Start der 30. Weltklimakonferenz kommende Woche hat Brasilien zu dem Krisentreffen eingeladen.<\/p>\n<p>Guterres verwies auf wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die im Pariser Klimaabkommen angestrebte 1,5-Grad-Grenze sp\u00e4testens zu Beginn der 2030er Jahre befristet \u00fcberschritten wird &#8211; mit fatalen Folgen. Jedes Zehntelgrad bedeute mehr Hunger, mehr Vertreibung und mehr Leid. Zurzeit sei der Kampf gegen die Klimakrise unzureichend, denn die Welt steuere auf eine Erw\u00e4rmung von weit \u00fcber zwei Grad zu und der Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase steige weiter. &#8222;Das ist moralisches Versagen &#8211; und t\u00f6dliche Fahrl\u00e4ssigkeit.&#8220;<\/p>\n<p>Der UN-Chef rief zu einem schnellen Kurswechsel auf. So d\u00fcrften keine neuen Kohlekraftwerke und \u00d6l- und Gasprojekte mehr genehmigt werden. Auch forderte Guterres, bis 2030 die weltweite Entwaldung komplett zu stoppen.<\/p>\n<p>&#8222;COP der Wahrheit&#8220; an symbolischem Ort<\/p>\n<p>Der Gastgeber, Brasiliens Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da Silva, warnte davor, die Ziele des Pariser Abkommens nun aufzugeben. &#8222;Die COP30 wird die COP der Wahrheit sein&#8220;, sagte Lula. Es sei das erste Mal, dass ein Klimagipfel im Amazonas stattfinde &#8211; und es gebe &#8222;kein gr\u00f6\u00dferes Symbol f\u00fcr die Sache der Umwelt als den Amazonas-Regenwald&#8220; mit seinen Tausenden Arten und Pflanzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Schutz dieses und anderer Tropenw\u00e4lder will Brasilien viel Geld sammeln und einen neuen, milliardenschweren Fonds etablieren. L\u00e4nder, die ihre Tropenw\u00e4lder erhalten, sollen belohnt werden. F\u00fcr jeden zerst\u00f6rten Hektar sollen hingegen scharfe Geldstrafen f\u00e4llig werden und in den Fonds flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ob sich der Konsens von Paris vor zehn Jahren wiederbeleben l\u00e4sst, bleibt jedoch fraglich. Die Franzosen brachten den Hammer, mit dem das historische Abkommen 2015 besiegelt wurde, in dieser Hoffnung mit nach Bel\u00e9m. Der britische Premier Keir Starmer beklagte, heute sei der Konsens leider nicht mehr vorhanden. Gro\u00dfbritannien stehe jedoch weiter &#8222;voll und ganz&#8220; hinter der Netto-Null-Agenda, die auch der Wirtschaft zugute komme.<\/p>\n<p> Prinz William angereist &#8211; USA nicht dabei<\/p>\n<p>Aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich reiste auch Thronfolger Prinz William an, dessen Familie sich seit Jahrzehnten dem Kampf gegen die Klimakrise verschrieben hat. Er erinnerte daran, dass diese keine entfernte Bedrohung sei &#8211; sondern schon heute kleine D\u00f6rfer wie riesige St\u00e4dte betreffe. &#8222;Keine Ecke der Welt wird nicht betroffen sein&#8220;, sagte William. Es sei nun Zeit, sich die Frage zu stellen, welches Verm\u00e4chtnis man hinterlassen wolle.<\/p>\n<p>Der chinesische Vize-Ministerpr\u00e4sident, Ding Xuexiang, verwies auf den starken Ausbau erneuerbarer Energien in seinem Land &#8211; das weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase ausst\u00f6\u00dft. Gr\u00fcnes Wirtschaften sei der Trend der Zeit und schaffe Jobs, dem f\u00fchle sich seine Regierung verpflichtet. Ausdr\u00fccklich warb er daf\u00fcr, Barrieren im Welthandel einzurei\u00dfen, die auch die Verbreitung gr\u00fcner Technologien behinderten &#8211; ohne den schwelenden Zollstreit mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump ausdr\u00fccklich zu erw\u00e4hnen. Die USA haben sich mit Trump erneut aus dem Pariser Klimaabkommen verabschiedet.<\/p>\n<\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz wird erst am Freitag in Bel\u00e9m f\u00fcr einen Kurzbesuch erwartet. F\u00fcr einen Aufenthalt von 21 Stunden wird er insgesamt etwa genau so lange mit seinem Regierungsflieger unterwegs sein.<\/p>\n<p>Klimakrise zeigt zerst\u00f6rerisches Gesicht<\/p>\n<p>Die Weltwetterorganisation (WMO) zieht zum Auftakt eine verheerende Zwischenbilanz f\u00fcr das laufende Jahr: Viele Regionen Afrikas und Asiens erlebten verheerende \u00dcberschwemmungen, in Europa und den USA gab es Waldbr\u00e4nde und mehrere schwere tropische Wirbelst\u00fcrme. 2025 d\u00fcrfte mit seinen anhaltend und alarmierend hohen Temperaturen das zweit- oder drittw\u00e4rmste Jahr seit der industriellen Revolution sein. 2024 war das bislang hei\u00dfeste Jahr mit etwa 1,55 Grad \u00fcber der Referenzmarke.<\/p>\n<p>Die Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re, allen voran CO2, haben 2024 wieder Rekordwerte erreicht und stiegen 2025 weiter an. Die Ausdehnung des arktischen Meereises war nach dem Winter so niedrig wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Meeresspiegelanstieg sei wegen nat\u00fcrlicher Ph\u00e4nomene zwar leicht zur\u00fcckgegangen, setze seinen Aufw\u00e4rtstrend aber fort.<\/p>\n<\/p>\n<p>Immerhin in der EU sind die Netto-Emissionen im vergangenen Jahr um weitere sch\u00e4tzungsweise 2,5 Prozent zur\u00fcckgegangen, wie die Europ\u00e4ische Umweltagentur (EEA) mitteilte. Bis 2024 sind die Emissionen der EU im Vergleich zu 1990 nunmehr um etwas mehr als 37 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;T\u00f6dliche Fahrl\u00e4ssigkeit&#8220; UN-Chef rechnet schonungslos mit Klimapolitik ab 06.11.2025, 19:24 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":556818,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[96993,47788,5697,29,106,775,30,13,69317,134849,4553,1548,952,14,5302,15,64329,16,9758,12,10,8,9,11,134848],"class_list":{"0":"post-556817","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-abholzung","9":"tag-amazonas","10":"tag-brasilien","11":"tag-deutschland","12":"tag-donald-trump","13":"tag-friedrich-merz","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-klimaerwaermung","17":"tag-klimakonferenzen","18":"tag-klimapolitik","19":"tag-klimaschutz","20":"tag-klimawandel","21":"tag-nachrichten","22":"tag-naturkatastrophen","23":"tag-news","24":"tag-pariser-klimaabkommen","25":"tag-politik","26":"tag-prinz-william","27":"tag-schlagzeilen","28":"tag-top-news","29":"tag-top-meldungen","30":"tag-topmeldungen","31":"tag-topnews","32":"tag-weltklimakonferenzen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115505922308068822","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/556817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=556817"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/556817\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/556818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=556817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=556817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=556817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}