{"id":557632,"date":"2025-11-07T09:51:14","date_gmt":"2025-11-07T09:51:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557632\/"},"modified":"2025-11-07T09:51:14","modified_gmt":"2025-11-07T09:51:14","slug":"brennpunkt-esslinger-bahnhof-container-treffpunkt-fuer-trinkerszene-entschaerft-das-die-situation-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557632\/","title":{"rendered":"Brennpunkt Esslinger Bahnhof: Container-Treffpunkt f\u00fcr Trinkerszene \u2013 Entsch\u00e4rft das die Situation? &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t   \t\t\t\t\t \t\t\t\t   \t      \t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Brennpunkt Esslinger Bahnhof: Container-Treffpunkt f\u00fcr Trinkerszene \u2013 Entsch\u00e4rft das die Situation?\" title=\"Brennpunkt Esslinger Bahnhof: Container-Treffpunkt f\u00fcr Trinkerszene \u2013 Entsch\u00e4rft das die Situation?\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.2b2d437d-d8e9-4c9c-ac80-879c256530a6.original700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tVon au\u00dfen macht der Szene-Treff  in der Esslinger Fleischmannstra\u00dfe  nicht viel her.\u00a0Foto: privat\t\t\t<\/p>\n<p>In Esslingen gibt es seit einigen Monaten einen Container-Treffpunkt f\u00fcr Menschen aus der Obdachlosen- und Trinkerszene. Nach den ersten Monaten zieht die Stadt Bilanz.<\/p>\n<p>P\u00f6beleien und herumlungernde Gruppen: Der Esslinger Bahnhofsvorplatz ist vielen Menschen nicht geheuer. Vor allem abends meiden Passanten die Gegend lieber. Die Stadt hat deshalb im Jahr 2022 eine Sozialraumanalyse erstellen lassen. Seitdem ist einiges passiert, auch wenn nicht alles sofort ins Auge sticht. Ein wichtiges Projekt ist neben einer mobilen Wache der Treffpunkt f\u00fcr sogenannte Stammsteher. So werden Menschen bezeichnet, die in schwierigen sozialen Verh\u00e4ltnissen leben und sich drau\u00dfen treffen, auch um mit Gleichgesinnten gemeinsam Alkohol zu konsumieren. Nicht alle von ihnen sind im eigentlichen Sinn obdachlos. <\/p>\n<p>Der Szenetreff, f\u00fcr den sich vor allem die CDU-Fraktion im Gemeinderat seinerzeit stark gemacht hatte, wurde in diesem Februar auf einer kleinen Schotterfl\u00e4che in der Fleischmannstra\u00dfe neben dem Rewe-Markt und der Beratungsstelle des gemeindepsychiatrischen Dienstes er\u00f6ffnet. Die zentrale Lage ist Teil des Konzepts. Urspr\u00fcnglich sollte der Doppelcontainer ab Juni 2024 genutzt werden. Es musste aber umgeplant werden, weil baurechtlich eine barrierefreie Toilette verlangt wurde. Damit verz\u00f6gerte sich der Start. Die j\u00fcngst im Ausschuss f\u00fcr Kultur, Sport und Soziales vorgestellten Erfahrungen sind deshalb nur als Zwischenbilanz des Projekts zu verstehen, betont die Stadt. <\/p>\n<p> Der Treff am Bahnhof, wie er inzwischen hei\u00dft, wird von der Evangelischen Gesellschaft (Eva) sozialp\u00e4dagogisch betreut, anfangs mit einem Stellenumfang von 40 Prozent, seit diesem Jahr sind es nur noch 20 Prozent. Denn von Anfang an war geplant, dass die Nutzer schrittweise selbst Aufgaben \u00fcbernehmen. Dieser partizipative Ansatz funktioniere sehr gut, so das Fazit von Carolin Bischoff, Abteilungsleiterin Soziale Beratung und Wohnen bei der Stadt. Es gibt in der Gruppe zwei Verantwortliche, die nicht nur auf- und abschlie\u00dfen, sondern auch auf die Einhaltung der Hausordnung und auf Sauberkeit achten. Dennoch hat die Stadt einen Security-Dienst beauftragt, der noch bis M\u00e4rz Kontrollg\u00e4nge durchf\u00fchrt. \u201eWir wollen verhindern, dass Besucher in dem Container \u00fcbernachten. Das ist auf keinen Fall erlaubt\u201c, erl\u00e4uterte Sozialamtsleiter Marius Osswald, bislang sei das aber noch nicht vorgekommen. <\/p>\n<p>\u201eSp\u00fcrbare Entlastung f\u00fcr den Esslinger Bahnhof\u201c <\/p>\n<p>Im Innern des Containers haben es sich die Besucher mit Sofa, Sideboard und einer kleinen Teek\u00fcche gem\u00fctlich eingerichtet. An einem Schwarzen Brett ist Platz f\u00fcr die Zettel mit Ideen und Anregungen. \u201eDie Gruppe wird zunehmend aktiv\u201c, sagte Carolin Bischoff in der Sitzung. So sollen k\u00fcnftig beispielsweise G\u00e4ste f\u00fcr Fachvortr\u00e4ge zu Themen wie Sucht oder Tierschutz eingeladen werden. \u201eEs ist erkennbar, dass durch die definierte Aufenthaltsfl\u00e4che eine sp\u00fcrbare Entlastung des Bahnhofsplatzes erreicht wird\u201c, formuliert die Verwaltung in der Sitzungsvorlage als Fazit der ersten Monate. Nur vereinzelt habe es Beschwerden von Anwohnern und Passanten gegeben. Gleichzeitig wurde aber auch angemerkt, dass sich mehr Menschen vor dem IKK-Geb\u00e4ude treffen und eine Art \u201eNebenszene\u201c entstehen k\u00f6nnte. Die Stadt will nun ausloten, ob auch diese Gruppe in den Treff eingebunden werden kann. <\/p>\n<p>Anziehungspunkt k\u00f6nnte nicht nur sein, dass dieser Bereich des Bahnhofsplatzes au\u00dferhalb der Alkoholverbotszone liegt, sondern auch dass es dort Sitzb\u00e4nke gibt. Die wurden vor dem Winter aber abgebaut. Sozialb\u00fcrgermeister Yalcin Bayraktar pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die B\u00e4nke im Fr\u00fchjahr auch im Hinblick auf die geplante Au\u00dfengastronomie im Qbus nicht wieder aufzustellen. Man wolle niemanden vertreiben, aber es stelle sich die Frage, wie man sozialplanerisch damit umgehe. \u201eF\u00fcr diese Klientel wurde ja gerade der Treffpunkt eingerichtet\u201c, so Bayraktar. <\/p>\n<p>  Wie k\u00f6nnte der triste Container am Esslinger Bahnhof sch\u00f6ner werden?  <\/p>\n<p>Der Ausschuss hat unterdessen zugestimmt, dass der Treffpunkt vorerst bis Ende 2027 fortgef\u00fchrt wird. Daf\u00fcr wird 2026 und 2027 jeweils ein Zuschuss von rund 17\u200a000 Euro an die Eva gezahlt. Von den Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen gab es viel Lob f\u00fcr das Projekt. Moniert wurde nur das triste \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild. Laut Stadt wird jetzt eine Ligusterhecke gepflanzt. Davon war allerdings bereits im Juni die Rede, ohne dass bis jetzt tats\u00e4chlich etwas w\u00e4chst. Die Idee von Stadtrat Matthias Vetter (Freie W\u00e4hler), dass bei einem Aktionstag Gemeinderatsmitglieder und Vertreter der Stadt bei der Versch\u00f6nerung mit anpacken, fand viel Zustimmung. Die Nutzer m\u00fcssten das aber wollen, betonte Bayraktar. Sozialamtsleiter Osswald d\u00e4mpfte zu gro\u00dfe Erwartungen. Denn laut Baurecht m\u00fcssen f\u00fcr den Container Stellpl\u00e4tze ausgewiesen werden, was bedeutet, dass der Vorplatz weitgehend freigehalten werden muss. <\/p>\n<p> Treff am Bahnhof <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Sozialraumanalyse<\/strong><br \/>Der Esslinger Bahnhofsvorplatz gilt seit Jahren als Brennpunkt. Dieses Problem hat die Stadt erkannt und eine Sozialraumanalyse in Auftrag gegeben. 2022 nahmen Forscherinnen der Universit\u00e4t T\u00fcbingen das Viertel zwischen der Schlachthaus-, Martin- und Bahnhofstra\u00dfe sowie Am Kronenhof genau unter die Lupe. Am Ende haben sie ein ganzes Paket an m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen, die das Sicherheitsgef\u00fchl und die Aufenthaltsqualit\u00e4t am Bahnhof verbessern sollen. Darunter war auch eine Art W\u00e4rmestube, wie sie nun mit dem Treff am Bahnhof realisiert wurde.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>\u00d6ffnungszeiten<\/strong><br \/>Der Treff ist von Montag bis Samstag von zehn bis 22 Uhr ge\u00f6ffnet. Es gibt eine barrierefreie Unisex-Toilette und Aufenthaltsr\u00e4ume. Im Sommer wird zeitweise auch die Schotterfl\u00e4che vor dem Container genutzt. Rund 50 Personen kommen t\u00e4glich in den Treff. Anfangs waren es vor allem M\u00e4nner, inzwischen kommen laut Stadt auch einige Frauen. Der Konsum von Alkohol ist erlaubt und drau\u00dfen darf geraucht werden. Cannabis ist untersagt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von au\u00dfen macht der Szene-Treff in der Esslinger Fleischmannstra\u00dfe nicht viel her.\u00a0Foto: privat In Esslingen gibt es seit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":557633,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,7088,3364,29,3439,134968,30,1584,11891,1441],"class_list":{"0":"post-557632","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-brennpunkt","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-esslingen","13":"tag-esslinger-bahnhof","14":"tag-germany","15":"tag-kriminalitaet","16":"tag-obdachlosigkeit","17":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115507802147985253","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/557632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=557632"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/557632\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/557633"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=557632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=557632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=557632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}