{"id":557724,"date":"2025-11-07T10:43:13","date_gmt":"2025-11-07T10:43:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557724\/"},"modified":"2025-11-07T10:43:13","modified_gmt":"2025-11-07T10:43:13","slug":"eine-tuer-nach-europa-mexiko-sucht-den-ausweg-aus-trumps-handelskrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557724\/","title":{"rendered":"Eine T\u00fcr nach Europa: Mexiko sucht den Ausweg aus Trumps Handelskrieg"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"1182\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/GettyImages-2244357941-1182x788.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"Mexikos Presidentin Claudia Sheinbaum\" loading=\"lazy\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tMexikos Presidentin Claudia Sheinbaum [Photo by Daniel Cardenas\/Anadolu via Getty Images]<\/p>\n<p>PARIS \u2013 Mehr als 84 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA. Doch mit der von Donald Trump erneut angefachten Handelsspannung k\u00f6nnte das Land schon bald versucht sein, verst\u00e4rkt auf die Europ\u00e4ische Union zu blicken.<\/p>\n<p>Am Freitag legt Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron einen kurzen Zwischenstopp in Mexiko ein. Der \u00c9lys\u00e9e spricht von einem Besuch, der die Bedeutung des \u201eMultilateralismus\u201c unterstreichen soll \u2013 zugleich geht es aber auch um engere wirtschaftliche Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Hinter der diplomatischen Rhetorik steht ein pragmatisches Ziel: Mexiko bei der Diversifizierung seiner Handelsbeziehungen zu unterst\u00fctzen \u2013 in einer Phase wachsender Spannungen mit dem gro\u00dfen Nachbarn im Norden.<\/p>\n<p>US-Medien <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/politics\/national-security\/trump-administration-planning-new-mission-mexico-cartels-current-forme-rcna241167\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">zufolge<\/a> erw\u00e4gt Washington, milit\u00e4rische Operationen auf mexikanischem Staatsgebiet durchzuf\u00fchren, um gegen Drogenkartelle vorzugehen. Pr\u00e4sidentin Claudia Sheinbaum hat diese Berichte zuletzt entschieden <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2025\/nov\/04\/claudia-sheinbaum-us-troops-mexico-cartels\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">zur\u00fcckgewiesen<\/a>.<\/p>\n<p>Ihr Spielraum gegen\u00fcber US-Pr\u00e4sident Donald Trump ist allerdings begrenzt: \u00dcber vier F\u00fcnftel der mexikanischen Exporte gehen in die USA, und seit dem 1. November gelten dort <a href=\"https:\/\/economictimes.indiatimes.com\/news\/international\/global-trends\/us-tariffs-on-heavy-trucks-buses-come-into-effect\/articleshow\/125010285.cms?from=mdr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">neue Z\u00f6lle<\/a> von 25 Prozent auf in Mexiko gefertigte Lkw sowie 10 Prozent auf Autobusse.<\/p>\n<p>Mexiko m\u00fcsse dringend neue Handelspartner finden, sagt Brenda Estefan, Professorin f\u00fcr Geopolitik an der IPADE Business School. <\/p>\n<p>\u201eMexiko kann es sich nicht leisten, mit Trump allein in einem dunklen Raum zu stehen.\u201c<\/p>\n<p><b>Blick nach Europa<\/b><\/p>\n<p>Der Warenhandel zwischen der EU und Mexiko <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/fr\/infographics\/eu-mexico-trade-facts-and-figures\/#:~:text=En%202024%2C%20les%20%C3%A9changes%20entre,son%20deuxi%C3%A8me%20march%C3%A9%20d&#039;exportation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">belief sich 2024<\/a> auf 82 Milliarden Euro \u2013 im Vergleich zu 662 Milliarden im Handel mit den USA eine deutlich kleinere Gr\u00f6\u00dfe. Doch das Wachstumspotenzial ist erheblich. Br\u00fcssel steht kurz davor, ein modernisiertes EU-Mexiko-Handelsabkommen zu ratifizieren, das Anfang des Jahres <a href=\"https:\/\/euractiv.de\/news\/eu-und-mexiko-besiegeln-aktualisiertes-handelsabkommen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">finalisiert<\/a> wurde.<\/p>\n<p>Das Abkommen soll viele Z\u00f6lle auf europ\u00e4ische Agrar- und Lebensmittelexporte abschaffen und ein Kapitel zum nachhaltigen Handel enthalten \u2013 mit verbindlichen Regeln zu Arbeitsrechten, Umweltschutz, Klimaschutz und verantwortungsvollen Unternehmenspraktiken.<\/p>\n<p>Laut dem Au\u00dfenhandelsexperten Jorge Molina ist das \u00fcberarbeitete Abkommen \u201edeutlich besser\u201c als das Vorg\u00e4ngerabkommen von 2000. Dennoch bleibe die starke wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von den USA ein entscheidendes Hindernis.<\/p>\n<p>\u201eDer industrialisierte Norden [Mexikos] hat sich nie vorgestellt, irgendwo anders als in die USA zu exportieren \u2013 und der Staat hat kaum Alternativen er\u00f6ffnet\u201c, so Molina.<\/p>\n<p><b>Umgang mit Trump<\/b><\/p>\n<p>Seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr versucht Pr\u00e4sidentin Sheinbaum vor allem, die von Trump immer wieder angedrohten Z\u00f6lle abzuwenden. Daf\u00fcr hat Mexiko unter anderem die Grenzsicherung verst\u00e4rkt und mehrere Dutzend Drogenh\u00e4ndler an die USA ausgeliefert.<\/p>\n<p>Nun liegt der Fokus auf der bevorstehenden Neuverhandlung des United States\u2013Mexico\u2013Canada Agreement (USMCA), das 2026 \u00fcberpr\u00fcft werden soll. Washington deutete an, das Abkommen aufzuk\u00fcndigen und durch bilaterale Vertr\u00e4ge zu ersetzen.<\/p>\n<p>\u201eTrumps Ziel ist es, Lieferketten aus Mexiko zur\u00fcck auf amerikanischen Boden zu holen\u201c, sagt David Recondo vom Centre de Recherches Internationales (CERI) an der Sciences Po.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte f\u00fcr Mexiko schwerwiegende Folgen haben: Bereits in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 gingen die Exporte in die USA um sechs Prozent zur\u00fcck, so Molina.<\/p>\n<p>\u201eWenn es keine stabile USMCA-L\u00f6sung gibt, bleibt mexikanischen Unternehmen kaum etwas anderes \u00fcbrig, als sich verst\u00e4rkt Europa zuzuwenden\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>(cm, jl)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mexikos Presidentin Claudia Sheinbaum [Photo by Daniel Cardenas\/Anadolu via Getty Images] PARIS \u2013 Mehr als 84 Prozent der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":557725,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-557724","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115508007070864799","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/557724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=557724"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/557724\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/557725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=557724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=557724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=557724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}