{"id":557817,"date":"2025-11-07T11:34:13","date_gmt":"2025-11-07T11:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557817\/"},"modified":"2025-11-07T11:34:13","modified_gmt":"2025-11-07T11:34:13","slug":"zwei-schon-zugelassene-medikamente-machen-alzheimer-rueckgaengig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557817\/","title":{"rendered":"Zwei schon zugelassene Medikamente machen Alzheimer r\u00fcckg\u00e4ngig"},"content":{"rendered":"<p>\t<strong class=\"article-intro\">Wissenschaftler in den USA haben zwei bereits zugelassene Krebsmedikamente gefunden, die m\u00f6glicherweise zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden k\u00f6nnten. Im Tiermodell machen diese krankhafte Prozesse im Gehirn r\u00fcckg\u00e4ngig.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"teaser_img\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/77579.1.jpg\" alt=\"Medizin, Gehirn, Medizintechnik, Hirnforschung, Neurotechnologie, Neurologie, 3D-Visualisierung, Kognition, Neurowissenschaft, Anatomie, Gehirnaktivit\u00e4t, Nervensystem, R\u00fcckenmark, Medizinische Bildgebung, Kopf-Querschnitt, Hirnstruktur, R\u00f6ntgenbild\" width=\"660\" height=\"371\" \/><\/p>\n<p>Erfolg bei M\u00e4usen<br \/>\nEine Arbeit, die k\u00fcrzlich in der Fachzeitschrift <a class=\"newslink\" href=\"https:\/\/www.cell.com\/cell\/fulltext\/S0092-8674(25)00737-8?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0092867425007378%3Fshowall%3Dtrue\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Cell<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurde, zeigt, dass die Wirkstoffe Letrozol und Irinotecan in Tiermodellen bestimmte Ver\u00e4nderungen im Gehirn von Alzheimer-M\u00e4usen teilweise revidieren konnten. Da beide Medikamente schon von der US-Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA zugelassen sind, k\u00f6nnten klinische Studien zur Erprobung bei Alzheimer-Erkrankten vergleichsweise z\u00fcgig starten.<\/p>\n<p>Das Forschungsteam untersuchte zun\u00e4chst, wie Alzheimer die Genaktivit\u00e4t im Gehirn ver\u00e4ndert. Anschlie\u00dfend nutzten die Wissenschaftler eine umfangreiche medizinische Datenbank, um nach Wirkstoffen zu suchen, die diese krankheitsbedingten Ver\u00e4nderungen in der Genexpression umkehren k\u00f6nnten. Bei der Auswertung von Patientendaten zeigte sich au\u00dferdem: Menschen, die im Rahmen einer Krebsbehandlung Letrozol oder Irinotecan erhalten hatten, entwickelten seltener eine Alzheimer-Diagnose als vergleichbare Patientengruppen.\n<\/p>\n<p>\nIn Experimenten an M\u00e4usen mit Alzheimer-Erkrankung testeten die Forscher die beiden Wirkstoffe schlie\u00dflich gemeinsam. Dabei stellten sie fest, dass sich die f\u00fcr Alzheimer typischen Ablagerungen bestimmter tau-Proteine im Gehirn deutlich reduzierten. Die behandelten Tiere schnitten zudem besser in Lern- und Ged\u00e4chtnistests ab &#8211; F\u00e4higkeiten, die bei Alzheimer stark nachlassen. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Kombination der Medikamente wirkt, weil sie unterschiedliche Zelltypen anspricht: Letrozol beeinflusst Nervenzellen, w\u00e4hrend Irinotecan vor allem auf sogenannte Gliazellen wirkt, die wichtige St\u00fctz- und Schutzfunktionen im Gehirn \u00fcbernehmen.<br \/>\nErhebliche Nebenwirkungen<br \/>\nTrotz der vielversprechenden Ergebnisse warnen die Forschenden vor voreiligen Schlussfolgerungen. Bisher liegen nur Daten aus Tierversuchen vor, und beide Medikamente sind mit teils erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Sollte sich der Ansatz in klinischen Studien best\u00e4tigen, m\u00fcssten Nutzen und Risiko sorgf\u00e4ltig gegeneinander abgewogen werden &#8211; zumal die Medikamente urspr\u00fcnglich f\u00fcr andere Erkrankungen entwickelt wurden.<\/p>\n<p>Da weltweit sch\u00e4tzungsweise mehr als 55 Millionen Menschen an Alzheimer leiden und die Zahl in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen d\u00fcrfte, k\u00f6nnte ein neuer medikament\u00f6ser Ansatz enorme Bedeutung haben. Die Forschenden hoffen nun, dass bald klinische Studien beginnen k\u00f6nnen, die auch eine individuellere Behandlung erm\u00f6glichen.\n<\/p>\n<p><b>Zusammenfassung<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Zwei zugelassene Krebsmedikamente zeigen Wirkung gegen Alzheimer<\/li>\n<li>Letrozol und Irinotecan kehrten im Tiermodell krankhafte Prozesse um<\/li>\n<li>Forscher untersuchten zun\u00e4chst Alzheimer-bedingte Ver\u00e4nderungen im Gehirn<\/li>\n<li>Medikamente reduzieren tau-Protein-Ablagerungen und verbessern kognitive Tests<\/li>\n<li>Die Wirkstoffe beeinflussen unterschiedliche Gehirnzellen und erg\u00e4nzen sich<\/li>\n<li>Klinische Studien k\u00f6nnten wegen bestehender Zulassung schnell starten<\/li>\n<li>Trotz positiver Tierversuche sind Nebenwirkungen sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen<\/li>\n<\/ul>\n<p>\n<b>Siehe auch:<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wissenschaftler in den USA haben zwei bereits zugelassene Krebsmedikamente gefunden, die m\u00f6glicherweise zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":557818,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[1582,1049,135061,135060,29,5497,21218,11740,84022,30,141,135054,232,135057,135055,135056,123546,135058,7790,133539,135059],"class_list":{"0":"post-557817","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-allgemein","9":"tag-alzheimer","10":"tag-cell-studie","11":"tag-demenzforschung","12":"tag-deutschland","13":"tag-fda","14":"tag-forschung-wissenschaft","15":"tag-gehirnforschung","16":"tag-genexpression","17":"tag-germany","18":"tag-gesundheit","19":"tag-gliazellen","20":"tag-health","21":"tag-irinotecan","22":"tag-krebsmedikamente","23":"tag-letrozol","24":"tag-mausmodell","25":"tag-medikamentenforschung","26":"tag-neurologie","27":"tag-tau-proteine","28":"tag-wirkstoffforschung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115508208180274694","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/557817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=557817"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/557817\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/557818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=557817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=557817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=557817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}