{"id":557943,"date":"2025-11-07T12:42:12","date_gmt":"2025-11-07T12:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557943\/"},"modified":"2025-11-07T12:42:12","modified_gmt":"2025-11-07T12:42:12","slug":"bahnstrecke-hamburg-hannover-staedte-fordern-neubau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/557943\/","title":{"rendered":"Bahnstrecke Hamburg-Hannover: St\u00e4dte fordern Neubau"},"content":{"rendered":"<p>In die Diskussion \u00fcber die Zukunft der Bahnstrecke Hamburg-Hannover kommt neue Dynamik. Nachdem zuletzt im September die Deutsche Bahn erkl\u00e4rt hatte, dass sie einen Neubau favorisiert und keinen Plan B in der Tasche habe, wenden sich nun mehrere St\u00e4dte entlang der Bahnstrecke an den Bundestag. Die St\u00e4dte Hannover, Hamburg und L\u00fcneburg <a href=\"https:\/\/presse.hannover-stadt.de\/pmDetail.cfm?pmid=29450\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">fordern in dem Appell <\/a>ebenfalls einen Neubau anstelle des vom Land Niedersachsen bevorzugten Ausbaus der Bestandsstrecke. Eine Entscheidung \u00fcber die Zukunft der Strecke wird f\u00fcr Ende 2025\/Anfang 2026 erwartet.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Strecke-Hamburg-Hannover-Deutsche-Bahn-pocht-auf-Neubau-10662885.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Bahn hatte im September erkl\u00e4rt<\/a>, dass sie sowohl eine Generalsanierung der \u00f6stlich \u00fcber Uelzen, Bad Bevensen und L\u00fcneburg verlaufenden Bestandsstrecke f\u00fcr erforderlich h\u00e4lt, als auch einen Neubau. Dieser w\u00fcrde dann entlang der Autobahn 7 verlaufen, durch Bergen und an Soltau sowie Seevetal vorbei nach Hamburg f\u00fchren, um in den 2030er-Jahren zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten zu schaffen.<\/p>\n<p>Was die Bahn dazu sagt<\/p>\n<p>Die Bahn argumentiert, dass sie 29 Varianten gepr\u00fcft habe und dabei vier Varianten in die engere Auswahl kamen. Sie wurden anhand von 200 Kriterien genauer untersucht. Die vorgeschlagene Vorzugsvariante erf\u00fclle die Kriterien des Deutschlandtakts und sei geeignet, Platz f\u00fcr mehr Personen- und G\u00fcterz\u00fcge zu schaffen. Zudem w\u00fcrden etliche Verbindungen verbessert. Die ICE-Fahrt zwischen Hamburg und Hannover verk\u00fcrze sich um 20 auf 59 Minuten. Das h\u00e4tte positive Auswirkungen auf das gesamte Bundesgebiet. F\u00fcr Soltau und Bergen g\u00e4be es deutlich schnellere Nahverkehrsanbindungen.<\/p>\n<p>Daran kn\u00fcpft auch der Appell der Kommunen an: Die Neubaustrecke sei f\u00fcr Norddeutschland und die Verkehrswende unverzichtbar, sagen sie. Sie berufen sich auf Untersuchungen der DB-Tochter DB InfraGO, der zufolge zwei zus\u00e4tzliche Gleise n\u00f6tig w\u00e4ren, um k\u00fcnftige Verkehre abzuwickeln. Der Ausbau von &#8222;Alpha-E&#8220; sieht hingegen nur ein Gleis vor. Die Bestandsstrecke sei zu 147 Prozent ausgelastet. Ein zus\u00e4tzliches Gleis bringe aber nur 20 Prozent Kapazit\u00e4tserh\u00f6hung und nicht 50. &#8222;Engp\u00e4sse und damit Versp\u00e4tungen w\u00fcrden bleiben&#8220;, hei\u00dft es im Schreiben, das auch von Hamburgs B\u00fcrgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) unterzeichnet wurde.<\/p>\n<p>Affront gegen Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident<\/p>\n<p>Als Nachteile eines Ausbaus nennt der gemeinsame Appell den Fl\u00e4chenbedarf, durch den viele Grundst\u00fccke mit H\u00e4usern beeintr\u00e4chtigt w\u00fcrden. Auch angrenzende Naturschutzgebiete w\u00e4ren betroffen und die Bestandsstrecke w\u00e4re jahrelang beeintr\u00e4chtigt. In Hamburg erhofft man sich von einem Neubau die Beseitigung des Engpasses am Hamburger Hauptbahnhof.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies (SPD), aber auch Nachbarlandkreise der Unterzeichner, d\u00fcrften angesichts des Appells sch\u00e4umen: Mit sehr deutlichen Worten wenden sich L\u00fcneburgs Oberb\u00fcrgermeisterin Claudia Kalisch (Gr\u00fcne), Hannovers Oberb\u00fcrgermeister Belit Onay (Gr\u00fcne) und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Gr\u00fcne) gegen den vor zehn Jahren verabredeten Plan &#8222;Alpha-E&#8220;. Dieser war das Ergebnis eines Dialogforums, das Lies damals noch als Verkehrsminister ins Leben gerufen hatte, um die unvereinbar scheinenden Interessen der verschiedenen Anlieger in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>&#8222;Schluss mit einem politisch verkl\u00e4rten Blick auf zehn Jahre alte Kompromisse&#8220;, wettert L\u00fcneburgs Oberb\u00fcrgermeisterin gegen den Plan. Damit gehen nicht nur gleich zwei gro\u00dfe St\u00e4dte in Niedersachsen in Opposition zum Land. Der gr\u00fcn-dominierte Appell d\u00fcrfte sicherlich auch in der rot-gr\u00fcnen Landesregierung f\u00fcr Diskussionen sorgen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In die Diskussion \u00fcber die Zukunft der Bahnstrecke Hamburg-Hannover kommt neue Dynamik. 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