{"id":558497,"date":"2025-11-07T18:14:40","date_gmt":"2025-11-07T18:14:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/558497\/"},"modified":"2025-11-07T18:14:40","modified_gmt":"2025-11-07T18:14:40","slug":"dresden-bis-goerlitz-6-besondere-stuecke-im-theater-im-november-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/558497\/","title":{"rendered":"Dresden bis G\u00f6rlitz: 6 besondere St\u00fccke im Theater im November 2025"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"sprung2\" class=\"jumpLabel\">Musiktheater in G\u00f6rlitz: &#8222;Ta bouche&#8220; am Gerhard-Hauptmann-Theater<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nNach der Urauff\u00fchrung war dieses St\u00fcck ein Hit in der Pariser Theaterszene: Zwischen 1922 und 1923 wurde &#8222;Ta bouche&#8220; von Maurice Yvain mehr als 400 Mal gespielt. Die Zeiten waren hart, doch das St\u00fcck zeigt ein Leben voller Vergn\u00fcgungswillen: Die Gr\u00e4fin und der Monsieur Pas du Vis lieben das sch\u00f6ne Leben und treffen sich regelm\u00e4\u00dfig an den sch\u00f6nsten Urlaubsorten. Da das aber kostet, haben beide bald Geldprobleme. Das sollen die Kinder l\u00f6sen und reich heiraten. Die beiden wiederum haben sich aber ineinander verliebt und wollen nicht einfach die Pl\u00e4ne ihrer Eltern erf\u00fcllen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEs folgen \u2013 ganz typisch f\u00fcr musikalische Kom\u00f6dien dieser Zeit \u2013 allerlei absurde Zuf\u00e4lle, immer neue Paarungen und Scheidungen, bis das Gl\u00fcck perfekt ist. Begleitet wird das mit humorvollen und mitrei\u00dfenden Nummern von Maurice Yvain, der als Chanson-Komponist\u00a0ge\u00fcbt darin war, eing\u00e4ngige Melodien zu erfinden. Die Inszenierung in G\u00f6rlitz versteht es dabei, sich ganz auf den Humor dieses fast vergessenen St\u00fccks einzulassen und sich dabei nicht allzu ernst zu nehmen. &#8222;Ta bouche \u2013 dein Mund&#8220; ist ein charmanter Operettenabend mit leichtem Tiefgang, wer ihn sehen will.\u00a0\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Ta Bouche (Dein Mund &#8230;)&#8220;<br \/>von Maurice Yvain, Yves Mirande und Albert Willemetz<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Theater G\u00f6rlitz<br \/>Demianiplatz 2<br \/>02826 G\u00f6rlitz<\/p>\n<p>Dauer: 140 Minuten, eine Pause<\/p>\n<p>Termine:<br \/>22. November, 19:30 Uhr\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung3\" class=\"jumpLabel\">Performance in Dresden: &#8222;Klassenbeste&#8220; nach Marlen Hobrack<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDieser Mut scheint ansteckend zu sein: Die Autorin und Soziologin Marlen Hobrack hat bereits mehrfach auf die eine oder andere Weise \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/ddr-buch-marlen-hobrack-frauen-arbeiter-klasse-kultur-news-100.html\" title=\"Marlen Hobrack: Was DDR-M\u00fctter ihren Kindern hinterlassen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leben mit ihrer Mutter <\/a>erz\u00e4hlt. Ihr erstes Buch &#8222;Klassenbeste&#8220; wurde im Feuilleton debattiert. In dem Essay hat Hobrack am Beispiel ihres eigenen Lebens dar\u00fcber geschrieben, wie uns Herkunft beeinflusst und wie schwer es wirklich ist, aufzusteigen. F\u00fcr Christiane Lehmann von der Dresdner B\u00fcrgerb\u00fchne war das Inspiration f\u00fcr einen gewagten Theaterabend: Sie hat Tochter-M\u00fctter-Paare eingeladen, um auf der B\u00fchne \u00fcber ihre Beziehung zu reden. Und es waren erstaunlich viele dazu bereit. &#8222;Herausgekommen ist ein 75-min\u00fctiger, intensiver Theaterabend, der in einer Mischung aus Videointerviews und Liveaktionen sehr pers\u00f6nliche Dinge verhandelt und dabei auch den einen oder anderen didaktischen Blick durch die soziologische Brille wirft&#8220;, berichtet <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/theater-klassenbeste-hobrack-schauspiel-buergerbuehne-kultur-news-100.html\" title=\"&quot;Klassenbeste&quot; in Dresden: Mutter-T\u00f6chter-Paare hinterfragen ihr Leben\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MDR KULTUR-Theaterkritiker Wolfgang Schilling<\/a>.\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Klassenbeste&#8220; nach Marlen Hobrack<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Kleines Haus<br \/>Glacisstra\u00dfe 28<br \/>01099 Dresden<\/p>\n<p>Dauer: 75 Minuten, keine Pause<\/p>\n<p>Termine:<br \/>20. November, 20 Uhr (Restkarten)<br \/>27. November, 20 Uhr\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung4\" class=\"jumpLabel\">Tanztheater in Bautzen: &#8222;Carmen + Bolero&#8220; im Deutsch-Sorbischen Volkstheater<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nIn diesem Jahr wird zum 150. Mal an den Tod des Komponisten Georges Bizet erinnert. Sein weltweit ber\u00fchmtestes Werk ist bestimmt die Oper &#8222;Carmen&#8220; (aktuell beispielsweise an der Oper Halle zu sehen), die besonders durch ihr spanisches Flair und Temperament \u00fcberzeugt. Nur: Bizet war nie in Spanien, seine Opernwelt lebt viel von Klischees und Vorurteilen. Die lassen sich auch in Natalie Wagners Tanztheater zu den ber\u00fchmtesten Melodien der Oper finden \u2013 seien es Stierjagden oder rote Kleider mit R\u00fcschen f\u00fcr Flamenco-Einlagen. Doch die Choreografin nutzt diese tradierten Bilder mit Fingerspitzengef\u00fchl, freut sich der Kritiker Rico Stehfest auf der Plattform &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tanznetz.de\/de\/article\/2025\/carmen-bolero-von-natalie-wagner-den-landesbuehnen-sachsen\" title=\"Zur Kritik zu &quot;Carmen\/Bolero&quot; auf &quot;tanznetz&quot;\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;d2875700-906a-46db-8a9e-2dfa10f550de&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Zur Kritik zu Carmen\/Bolero auf tanznetz&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tanznetz<\/a>&#8222;.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Handlung \u00fcber einen Soldaten, der einer Frau verf\u00e4llt und sie aus Eifersucht t\u00f6tet, wird h\u00f6chstens angedeutet. Vielmehr geht es um die gro\u00dfen Gef\u00fchle in der Geschichte, die noch vergr\u00f6\u00dfert werden, indem mehrere Personen die Hauptfiguren verk\u00f6rpern. &#8222;Was sie durchleben, ist ein Miteinander, das immer emotionaler wird und sich immer weiter in Macht und Kampf und Machtkampf steigert. Davon bleibt niemand verschont&#8220;, so Stehfest. Das wird im zweiten Teil noch gesteigert: Zu den hypnotischen Kl\u00e4ngen von Ravels &#8222;Bolero&#8220; bildet das Ensemble eine Masse, die sich ganz synchron bewegt, immer neue Bl\u00fcten aufbl\u00fchen l\u00e4sst und mit h\u00f6chster Energie \u00fcber die B\u00fchne jagt, begeistert sich der &#8222;tanznetz&#8220;-Kritiker.\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Carmen \u2013 Bolero&#8220;<br \/>Tanztheater mit Musik von Peter Andersohn nach &#8222;Carmen&#8220; von Georges Bizet und dem &#8222;Bolero&#8220; von Maurice Ravel<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Deutsch-Sorbisches Volkstheater<br \/>Seminarstra\u00dfe 12<br \/>02625 Bautzen<\/p>\n<p>Dauer: 90 Minuten, eine Pause<\/p>\n<p>Termine:<br \/>20. November, 19:30 Uhr\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung5\" class=\"jumpLabel\">Figurentheater in Dresden: &#8222;Eisler \u2013 Lost in Hollywood&#8220; am Societ\u00e4tstheater<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Nazis haben f\u00fcr Ver\u00e4nderung und Verschlechterung gesorgt. Unter anderem haben sie so viele kluge und kreative Menschen aus Deutschland vertrieben. Zu ihnen geh\u00f6rten auch Bertolt Brecht und seine Mitstreitenden. Auch Hanns Eisler, Komponist der DDR-Hymne und Namensgeber der weltweit renommierten Musikhochschule in Ost-Berlin, ging in die USA. Dort f\u00fchlte er sich jedoch nie wirklich zu Hause. Mit dem St\u00fcck &#8222;Eisler \u2013 Lost in Hollywood&#8220; erz\u00e4hlt die Compagnie Freaks und Fremde am Dresdner Societaetstheater aus dem Leben des Komponisten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nKleine Puppen von Eisler und Brecht sitzen da zusammen im Zigarettenrauch und reden \u00fcber die Welt. W\u00e4hrenddessen flimmern im Hintergrund historische Filmaufnahmen und die Performer Sabine K\u00f6hler und Heiki Ikkola singen gekonnt die Lieder von Hanns Eisler. Vor allem mit der Musik gelingt es, die triste Stimmung und die Niedergeschlagenheit des K\u00fcnstlers einzufangen. &#8222;Immer dann, wenn sich die komplexen Lieder, Texte und Videos \u00fcberlagern, entstehen besondere Welten, die Eislers Lost-Sein in der Welt verdeutlichen. Die Gruppe &#8222;Cie. Freaks und Fremde&#8220; haben einen temporeichen, unterhaltsamen Abend gebaut, der die Ambivalenz von Eislers Figur erz\u00e4hlt. Und damit ein inspirierendes, szenisches Denkmal setzt f\u00fcr einen wichtigen Zeitgenossen des vergangenen Jahrhunderts, der immer wieder gegen den Faschismus angesungen hat&#8220;, schreibt der Kritiker Vincent Koch auf &#8222;<a href=\"https:\/\/www.fidena.de\/publish\/viewfull.cfm?objectid=49a0a931%5Fc56a%5Fbf1b%5F15c7d4b4899bc4ee\" title=\"Zur Kritik zu &quot;Eisler&quot; auf &quot;Fidena&quot;\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;f0fe1fba-92f4-4a48-853e-4b7a70b6af3c&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Zur Kritik zu Eisler auf Fidena&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fidena<\/a>&#8222;.\u00a0\n<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen<br \/>\n&#8222;Eisler \u2013 Lost in Hollywood&#8220;<br \/>von Cie. Freaks und Fremde<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>Societ\u00e4tstheater<br \/>An der Dreik\u00f6nigskirche 1a<br \/>01097 Dresden<\/p>\n<p>Dauer: 80 MInuten, keine Pause<\/p>\n<p>Termine:<br \/>8. November, 20 Uhr<br \/>9. November, 18 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nIm Programm: MDR KULTUR &#8211; Das Radio, 17.01.2025 13:10 Uhr \/\/ MDR KLASSIK, 27.01.2025 09:10 Uhr \/\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Musiktheater in G\u00f6rlitz: &#8222;Ta bouche&#8220; am Gerhard-Hauptmann-Theater Nach der Urauff\u00fchrung war dieses St\u00fcck ein Hit in der Pariser&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":558498,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[86,6905,96,3364,29,2386,6909,89,98,92,30,99,95,87,88,91,80,84,6904,90,100,101,6908,93,81,85,82,97,6910,6906,83,859,6903,6907,94],"class_list":{"0":"post-558497","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-artour","9":"tag-bautzen","10":"tag-buehne","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-dresden","14":"tag-empfehlung","15":"tag-erlebnis-musik","16":"tag-feature","17":"tag-film","18":"tag-germany","19":"tag-hoerspiele","20":"tag-kino","21":"tag-kino-royal","22":"tag-kinoroyal","23":"tag-klassik","24":"tag-kultur","25":"tag-kulturfernsehen","26":"tag-lausitz","27":"tag-lebenslaeufe","28":"tag-lesezeit","29":"tag-lesung","30":"tag-listicle","31":"tag-literatur","32":"tag-mdr","33":"tag-mdr-figaro","34":"tag-mdr-kultur","35":"tag-oper","36":"tag-operette","37":"tag-radebeul","38":"tag-radio","39":"tag-sachsen","40":"tag-schauspiel","41":"tag-tanz","42":"tag-theater"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115509779687043318","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=558497"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558497\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/558498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=558497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=558497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=558497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}