{"id":558511,"date":"2025-11-07T18:24:14","date_gmt":"2025-11-07T18:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/558511\/"},"modified":"2025-11-07T18:24:14","modified_gmt":"2025-11-07T18:24:14","slug":"riesige-kluft-in-der-bundesliga-in-dieser-tabelle-sind-bayern-und-dortmund-im-keller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/558511\/","title":{"rendered":"Riesige Kluft in der Bundesliga: In dieser Tabelle sind Bayern und Dortmund im Keller"},"content":{"rendered":"<p>                    Riesige Kluft in der Bundesliga<br \/>\n                In dieser Tabelle sind Bayern und Dortmund im Keller<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Kevin Schulte<br \/>\n\t\t\t\t              07.11.2025, 18:04 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der FC Bayern und Borussia Dortmund ganz unten, oben thronen Heidenheim, Wolfsburg, Hoffenheim und Augsburg. In der Samstag-15.30-Uhr-Tabelle ist das Realit\u00e4t. Die Kernansto\u00dfzeit der Fu\u00dfball-Bundesliga ist zur Resterampe verkommen.<\/strong><\/p>\n<p>Wollen Sie den FC Bayern M\u00fcnchen und\/oder Borussia Dortmund ganz unten sehen, m\u00fcssen Sie die Tabelle drehen. Das gilt f\u00fcr die Fu\u00dfball-Bundesliga seit Jahren &#8211; und wird vermutlich bis in alle Ewigkeit so bleiben. Es gibt aber eine Ausnahme, und zwar die 15.30-Uhr-Tabelle. Hier sind die beiden gr\u00f6\u00dften und besten Klubs Deutschlands weit unten platziert. In guter Gesellschaft mit anderen Traditionsklubs: Borussia M\u00f6nchengladbach, Eintracht Frankfurt, 1. FC K\u00f6ln. <\/p>\n<p>Die Meisterschaft wird in dieser Spielzeit dagegen voraussichtlich an den 1. FC Heidenheim gehen. Klingt wie ein Fiebertraum, ist aber keiner, wenn man die Bundesliga-Vereine nach der Anzahl ihrer Samstagnachmittags-Spiele sortiert. Das geht aus der Ansto\u00dfzeiten-Auswertung von ntv.de hervor. Diese zeigt erneut eine riesige Kluft zwischen den gro\u00dfen Traditionsvereinen (egal, ob sportlich erfolgreich oder nicht) und kleineren Klubs, die oft unterhalb der Wahrnehmungsschwelle spielen.<\/p>\n<p>Die Deutsche Fu\u00dfball-Liga DFL hat in dieser Woche die zeitgenauen Ansetzungen bis einschlie\u00dflich zum 19. Spieltag bekannt gegeben. Die Auswertung ergibt, dass Borussia Dortmund und Borussia M\u00f6nchengladbach bis dahin im gesamten Saisonverlauf nur jeweils sechsmal samstags um 15.30 Uhr ran d\u00fcrfen. Rekordmeister Bayern, Aufsteiger K\u00f6ln und Champions-League-Teilnehmer Frankfurt spielen jeweils siebenmal samstags um 15.30 Uhr. Heidenheim kommt dagegen auf 16 (!) Ansetzungen am bei Fans beliebten Samstagnachmittag. Maximal m\u00f6glich w\u00e4ren 18 Ansetzungen zu dieser Zeit, da im Januar ein Spieltag wochentags ausgetragen wird. <\/p>\n<p>Bundesliga-Konferenz? Zu oft Resterampe<\/p>\n<p>Die Konferenz am Samstagnachmittag verkommt dagegen an zu vielen Spieltagen zu einer Art Resterampe. Nichts gegen den 1. FC Heidenheim, aber st\u00e4rker l\u00e4sst sich die geringe \u00fcberregionale Strahlkraft des Au\u00dfenseiter-Klubs von der Ostalb nicht zeigen als mit dem Samstag-15.30-Uhr-Ranking. Aber wo soll die Strahlkraft auch herkommen? Heidenheim hat 50.000 Einwohner, das Stadion fasst 15.000 Zuschauer, der FCH war jahrelang dritt- und zweitklassig, der Star ist mit gro\u00dfem Abstand Trainer Frank Schmidt.<\/p>\n<p>Mit deutlichem Abstand hinter Heidenheim rangieren drei Klubs, die einem ebenfalls nicht zuerst einfallen, wenn es um Strahlkraft geht. Der FC Augsburg spielt zw\u00f6lfmal zur Kult-Ansto\u00dfzeit samstags um 15.30 Uhr. Einzelspiel-Termine mit Beteiligung der Fuggerst\u00e4dter sind traditionell rar ges\u00e4t. Immerhin: Ins Samstagabend-Topspiel schaffte es der FCA dieses Jahr erstmals seit \u00fcber 10 Jahren wieder, als am 2. Spieltag der FC Bayern bei der Mannschaft von Sandro Wagner zu Gast war.<\/p>\n<\/p>\n<p>Auch der VfL Wolfsburg ist trotz Meisterschaft 2009 eine der grausten M\u00e4use der Liga. Das 30.000 Zuschauer fassende Heimstadion ist in den seltensten F\u00e4llen ausverkauft. Im Pokal gegen Holstein Kiel kamen zuletzt nur etwas \u00fcber 10.000 Fans, darunter \u00fcber 2000 Anh\u00e4nger der G\u00e4ste. <\/p>\n<p>Die TSG 1899 Hoffenheim spielt im Gegensatz zum VfL Wolfsburg diese Saison zwar guten Fu\u00dfball, nur interessiert sich daf\u00fcr auch im 18. Jahr ihrer Bundesliga-Zugeh\u00f6rigkeit so gut wie niemand. In der vergangenen Saison wurden die Partien mit Beteiligung der Kraichgauer auf Sky von 175.700 Menschen im Schnitt gesehen, hat die &#8222;Sport Bild&#8220; berichtet. Wolfsburg landete auf dem vorletzten Platz, mit einem Zuschauerschnitt von 204.800. Zu beachten ist, dass Partien gegen die Gro\u00dfklubs den TV-Schnitt genauso hochziehen wie die durchschnittliche Stadionauslastung. Spielen Hoffenheim oder Wolfsburg gegen die Bayern oder Dortmund, sitzt der \u00fcbergro\u00dfe Anteil der Zuschauer nicht wegen Hoffenheim oder Wolfsburg am Endger\u00e4t. Die Graue-Maus-Dichte in der Bundesliga ist gro\u00df.<\/p>\n<p>Hoffenheim? 347-mal am Samstagnachmittag<\/p>\n<p>In der vergangenen Saison stellte der VfL Bochum den Rekord f\u00fcr die meisten Eins\u00e4tze am Samstagnachmittag auf. 24-mal durfte der Tabellenletzte um 15.30 Uhr ran, Eintracht Frankfurt stellte mit gerade mal acht Partien am Samstagnachmittag einen neuen Bundesliga-Minusrekord auf.<\/p>\n<p>Die ewige Samstag-15.30-Uhr-Tabelle von ntv.de &#8211; seit Beginn des aktuellen Ansto\u00dfzeiten-Schemas 2009\/2010 &#8211; zeigt ein \u00e4hnliches Bild. Vorn stehen die publikumsschwachen Klubs. Die Ansetzungs-Kluft zwischen den sieben Vereinen, die seit der Saison 2009\/2010 ununterbrochen in der Bundesliga spielen, ist gigantisch. Hoffenheim (347 Samstagnachmittagsspiele) und Wolfsburg (341) spielen pro Saison durchschnittlich h\u00e4ufiger als 20-mal zur altehrw\u00fcrdigen Ansto\u00dfzeit. Der FSV Mainz 05 (321) kommt auf durchschnittlich 19 Samstagnachmittagsspiele pro Saison. Durchaus erstaunlich: Die Bayern (284) kommen auf mehr 15.30-Uhr-Ansetzungen als Leverkusen (268), Dortmund (261) und 15.30-Schlusslicht M\u00f6nchengladbach (244).<\/p>\n<p>Betrachtet man allein den Durchschnitt der 15.30-Uhr-Spiele, bekommen Hoffenheim und Wolfsburg an der Tabellenspitze harte Konkurrenz aus Augsburg und Freiburg. Beide erreichen ebenfalls einen Durchschnittswert von \u00fcber 20 Partien zur Kernansto\u00dfzeit.<\/p>\n<p>Den historischen Rekord f\u00fcr die meisten 15.30-Uhr-Spiele in einer Saison &#8211; gemessen seit 2009\/10 &#8211; h\u00e4lt Hannover 96 mit 28 Partien in der Saison 2009\/10. F\u00fcr den 1. FC Heidenheim ist das in der aktuellen Saison erreichbar.<\/p>\n<p>TV-Sender d\u00fcrfen mitentscheiden<\/p>\n<p>Bei der zeitgenauen Ansetzung der Spieltermine geht es aber nicht einzig um die TV-Zuschauer. Stadien sind nicht jeden Tag verf\u00fcgbar, weil teilweise auch noch andere Events dort stattfinden. Die Sicherheitsbeh\u00f6rden haben auch ein Wort mitzureden, um die Polizeieinsatzplanung an Spieltagen zu optimieren. Europapokal-Eins\u00e4tze der Klubs limitieren die Freiheit der Spielplangestalter zus\u00e4tzlich: Wer donnerstags in der Europa League oder Conference League spielt, muss in der Bundesliga zwangsl\u00e4ufig sonntags ran. Das gilt diese Saison f\u00fcr den VfB Stuttgart, den SC Freiburg und Mainz 05. Wer an einem Mittwoch in der Champions League spielt, kann am darauffolgenden Bundesliga-Spieltag nicht freitags spielen.<\/p>\n<p>Und dann d\u00fcrfen die \u00fcbertragenden Sender auch noch ein gewichtiges Wort mitreden. Das Erstzugriffsrecht f\u00fcr das Topspiel am Samstag um 18.30 Uhr hat Sky. An jedem Spieltag zur besten Sendezeit die Bayern oder Dortmund zu \u00fcbertragen, ist aber nicht m\u00f6glich. Maximal zehn Topspiele darf jeder Klub pro Saison bestreiten. Bislang waren es acht. Vorige Saison erreichten neben Bayern und Dortmund auch Frankfurt und M\u00f6nchengladbach dieses Limit. <\/p>\n<p>Nach Sky ist Dazn an der Reihe. Der Streamingdienst darf sich eine Partie f\u00fcr den Sonntag aussuchen, sofern durch die Europa-League- und Conference-League-Teilnehmer die Sonntagsspiele nicht ohnehin schon feststehen. Das dritte Zugriffsrecht hat dann wieder Sky. Der Sender kann sich ein Spiel f\u00fcr den Samstagnachmittag ausw\u00e4hlen oder die Pr\u00e4ferenz f\u00fcr den Freitag abgeben. Die DFL muss die Picks der beiden Bezahlsender schlie\u00dflich final absegnen.<\/p>\n<p>Kein Faktor beim Fernsehgeld<\/p>\n<p>Warum ist diese Diskrepanz in den Ansetzungen \u00fcberhaupt ein Problem? F\u00fcr Fu\u00dfballfans, die ihre Lieblingsmannschaft bei Heim- und\/oder Ausw\u00e4rtsspielen besuchen, ist der 15.30-Uhr-Spieltermin am Samstag in der Regel der beste. An- und Abreise sind ansonsten oftmals nicht mehr am selben Tag zu bewerkstelligen. Das geht dann richtig ins Geld.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem: Mannschaften, die gr\u00f6\u00dftenteils au\u00dferhalb des Samstagsnachmittags ihre Spiele absolvieren, tun dies in der Regel vor einem gr\u00f6\u00dferen Publikum. Sie konkurrieren nicht mit anderen Partien, spielen exklusiv. Das spielt sich jedoch nicht in den TV-Geldern wider. Die Fernsehzahlungen sind die gr\u00f6\u00dfte Einnahmequelle der Bundesligisten, aber fast ausschlie\u00dflich an das sportliche Abschneiden gekn\u00fcpft. Wer den Gro\u00dfteil der Fernsehzuschauer an die Bildschirme lockt, spielt keine Rolle.<\/p>\n<p>An diesem Wochenende spielen \u00fcbrigens sowohl Borussia Dortmund (beim Hamburger SV) als auch der FC Bayern M\u00fcnchen (bei Union Berlin) am Samstag um 15.30 Uhr. Zum ersten Mal in dieser Saison.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Riesige Kluft in der Bundesliga In dieser Tabelle sind Bayern und Dortmund im Keller Von Kevin Schulte 07.11.2025,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":558512,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1833],"tags":[17188,888,815,3364,29,5085,217,458,347,485,30,1209],"class_list":{"0":"post-558511","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dortmund","8":"tag-1-fc-heidenheim","9":"tag-borussia-dortmund","10":"tag-borussia-moenchengladbach","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-dfl","14":"tag-dortmund","15":"tag-fc-bayern-muenchen","16":"tag-fussball","17":"tag-fussball-bundesliga","18":"tag-germany","19":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115509819057822646","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=558511"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558511\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/558512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=558511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=558511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=558511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}