{"id":559134,"date":"2025-11-08T00:20:32","date_gmt":"2025-11-08T00:20:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/559134\/"},"modified":"2025-11-08T00:20:32","modified_gmt":"2025-11-08T00:20:32","slug":"die-art-cologne-sortiert-sich-neu-und-glaenzt-mit-einer-jungen-galerienszene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/559134\/","title":{"rendered":"Die Art Cologne sortiert sich neu und gl\u00e4nzt mit einer jungen Galerienszene"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBPll tspBPlm\">Ein milder Herbst begleitet die Er\u00f6ffnung der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wilde-milde-die-art-cologne-setzt-auf-malerei-12672173.html?icid=in-text-link_14780411\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art Cologne<\/a>, die dieses Mal weit luftiger wirkt als in den vergangenen Jahren. Was auch daran liegen mag, dass die Zahl der Teilnehmer um acht auf 167 Galerien gesunken ist. Messedirektor Daniel Hug weist auf \u00e4hnliche Zahlen Ende der 1960er Jahre hin, als die Art Cologne eine der wichtigsten Kunstmessen weltweit war. <\/p>\n<p> Art Cologne <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Die <strong>\u00e4lteste Kunstmesse der Welt<\/strong> findet zum 58. Mal in K\u00f6ln in den Messehallen statt.<strong> 167 Galerien<\/strong> zeigen bis zum <strong>9. November<\/strong> Kunst der Moderne bis in die Gegenwart. Die Art Cologne hat<strong> Samstag von 9 bis 20 Uhr<\/strong> und <strong>Sonntag von 9 bis 24 Uhr<\/strong> ge\u00f6ffnet (www.artcologne.de).<\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Von den Galeristen h\u00f6rt man allerdings auch, man k\u00f6nne und wolle sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht zwei benachbarte Messen leisten. In K\u00f6ln f\u00e4llt besonders auf, dass D\u00fcsseldorfer Galerien wie Sies + H\u00f6ke, Konrad Fischer und seit Neuestem Lucas Hirsch fehlen, die entsprechend im Fr\u00fchjahr an der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/entdecken-und-etablieren-die-siebte-ausgabe-der-kunstmesse-art-dusseldorf-13526890.html?icid=in-text-link_14780411\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art D\u00fcsseldorf<\/a> teilnehmen werden. <\/p>\n<p> Kunst aus New York <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Gr\u00f6\u00dfer geworden ist auf der K\u00f6lner Messe die Sektion Neumarkt mit 34 statt 26 Teilnehmern im Vorjahr. Hier setzt man auf junge K\u00f6lner Galerien wie Clementine Seedorf, DOD oder Cherry Hill. Letztere hat sich erst k\u00fcrzlich vom Off-Space zur Galerie gewandelt und zeigt auf der Messe unter anderem die skulpturalen Arbeiten \u201eRolodex\u201c der New Yorker K\u00fcnstlerin Anna Rubin f\u00fcr je 4000 Euro: Darin abgeheftete Prints lassen sich wie Daumenkinos betrachten. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/anna-rubin-rolodex-12-psychic-2025-2.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14782280\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAWig\"\/> Anna Rubin, \u201eRolodex 12 (Psychic)\u201c, 2025. <\/p>\n<p class=\"tspAFf9\"> \u00a9 Galerie Cherry Hill <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Die ebenfalls aus K\u00f6ln kommende Galerie Khoshbakht zeigt mit den materialaffinen Arbeiten von Mitchell Kehe (Preise 4000 bis 11.500 Euro) ebenfalls eine US-amerikanische Position. Generell halten die hiesigen Galerien der Messe die Treue: Daniel Buchholz etwa bietet eine 2001 entstandene Fotografie von Wolfgang Tillmans f\u00fcr 125.000 Euro an. <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Gut vertreten sind auch die Berliner Galerien. Buchmann und KTZ kehren nach einer Pause zur\u00fcck, Sweetwater ist ganz neu dabei. Letztere zeigt Friedemann Heckel mit Bildern, die mit der \u00c4sthetik der deutschen Nachkriegszeit spielen. <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Die <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/einfach-gigantisch-die-malerin-henni-alftan-macht-den-alltag-zum-ereignis-14528945.html?icid=in-text-link_14780411\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Galerie Spr\u00fcth Magers<\/a> nennt die Messe sogar ein Heimspiel, weil Monika Spr\u00fcth ihre Karriere als international etablierte Galeristin hier begonnen hat. Spr\u00fcth Magers hat einen regul\u00e4ren Stand und kollaboriert dar\u00fcber hinaus mit der Galerie von Michael Werner: Zusammen pr\u00e4sentieren sie wandf\u00fcllende Diagramme von Hanne Darboven (60.000 bis 800.000 Euro) und Figurenbilder von A.R. Penck (15.000 bis 375.000 Euro). <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Besonders gelungen ist die Zusammenarbeit zwischen dem Galeristen Max Goelitz (M\u00fcnchen\/Berlin) mit Temnikova &amp; Kasela aus Tallinn, die unter anderem Arbeiten von Jenna Sutela und Katja Novitskova zeigen. Zusammengef\u00fchrt hat sie Sutela, die in beiden Galerien vertreten ist. <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Den Eingang zum geteilten Stand flankiert ein abgeformtes Gesicht der K\u00fcnstlerin, durch das farbiges Licht pulst (23.500 Euro). Es imitiert neuronale Signale und simuliert einen Ruhezustand des Gehirns. Die Sektion, in der jene Kollaborationen stattfinden, steht dieses Mal nicht mehr isoliert auf der Messe, sondern f\u00fcgt sich organisch zwischen die anderen St\u00e4nde. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/714-1024.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14782205\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAWig\"\/> Drei Werke von Jenna Sutela am Stand der Galerien Max Goelitz und Temnikova &amp; Kasela, darunter das abgeformte Gesicht der K\u00fcnstlerin. <\/p>\n<p class=\"tspAFf9\"> \u00a9 Galerie Max Goelitz\u00a0 <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Internationale Galerien finden dagegen nur vereinzelt den Weg nach K\u00f6ln. Zaza\u2019 mit Standorten in Mailand und Neapel setzt laut eigener Aussage auf das bestehende Netzwerk in der Rheinstadt, ist zum ersten Mal dabei und pr\u00e4sentiert Arbeiten von Emanuele Marcuccio und Lydia Ourahmane. Letztere zeigt einen in Plastik vakuumierten Stand im Stand (50.000 Euro) \u2013 eine Kritik an globalisierten M\u00e4rkten und somit der Messe selbst. <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Die brasilianische Galerie Yehudi Hollander-Pappi macht ihren Aufschlag mit einem Paukenschlag. In ihrem futuristisch gestalteten Stand befindet sich eine raumgreifende Installation von Adriano Amaral f\u00fcr 80.000 Euro: Sie besteht aus einer oktagonalen Kapsel, in der sich ein von einem Tuch bedeckter Sch\u00e4del auf und ab bewegt und aus einer milchigen Fl\u00fcssigkeit auftaucht. <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Es ist die erste Messe der Galerie au\u00dferhalb Brasiliens, Matheus Yehudi begr\u00fcndet seine Entscheidung mit der Verbundenheit zu K\u00f6ln und den historischen k\u00fcnstlerischen Positionen, die die Stadt gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Daniel Hug verweist darauf, dass die Zahl anreisender Kuratoren und Kuratorinnen sowie Direktoren und Direktorinnen diverser Museen um das Dreifache gestiegen ist. Internationale Sammler sind auf der Messe daf\u00fcr weniger zu sehen. In London oder Paris herrscht mehr Aufbruchsstimmung, und das VIP-Programm ist reichhaltiger. <\/p>\n<p class=\"tspBPll\">In K\u00f6ln reagiert man seitens der Galerien und hat die Satellitenmesse \u201eNeu C\u00f6ln\u201c gegr\u00fcndet. Initiiert von JUBG, Arjan Stockhausen, Cherry Hill und Nora Langen soll sie sich \u00e4hnlich dem Basel Social Club als Nukleus der jungen Szene w\u00e4hrend der Messewoche etablieren. <\/p>\n<p> Mehr zum Kunstmarkt lesen Sie hier <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/fotografie-nrw-staatspreis-an-fotokunst-star-gursky-uberreicht-14755922.html?icid=topic-list_14780411___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFn4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fotografie NRW-Staatspreis an Fotokunst-Star Gursky \u00fcberreicht <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/wenn-das-sehen-reicher-wird-die-kunstmesse-munich-highlights-mixt-epochen-von-gotik-bis-gegenwart-14594132.html?icid=topic-list_14780411___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFn4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wenn das Sehen reicher wird Die Kunstmesse Munich Highlights mixt Epochen von Gotik bis Gegenwart <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/die-ubersehenen-kunstlerinnen-des-informel-im-girls-club-der-avantgarde-14267507.html?icid=topic-list_14780411___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFn4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die \u00fcbersehenen K\u00fcnstlerinnen des Informel Im Girls-Club der Avantgarde <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBPll\">Dazu tr\u00e4gt ein Programm aus Konzerten, Lesungen und Performances bei. An der T\u00fcr kam es zur Er\u00f6ffnung zu Wartezeiten bis zu einer Stunde, drinnen gab es weder Objektschilder noch separate St\u00e4nde der 35 teilnehmenden Galerien. Die im Riphahn-Bau neben dem Kunstverein beheimatete Veranstaltung soll im Einvernehmen mit der Art Cologne entstanden sein \u2013 JUBG bleibt der Messe in diesem Jahr\u00a0jedoch fern. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein milder Herbst begleitet die Er\u00f6ffnung der Art Cologne, die dieses Mal weit luftiger wirkt als in den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":559135,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,2076,29,214,9718,30,1420,27668,1794,3800,215],"class_list":{"0":"post-559134","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-ausstellung","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-galerien","13":"tag-germany","14":"tag-koeln","15":"tag-kunst-in-berlin","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-messen","18":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115511219014468603","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=559134"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559134\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/559135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=559134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=559134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=559134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}