{"id":559474,"date":"2025-11-08T03:31:11","date_gmt":"2025-11-08T03:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/559474\/"},"modified":"2025-11-08T03:31:11","modified_gmt":"2025-11-08T03:31:11","slug":"nordrhein-westfalen-prozess-in-bielefeld-schleuserbande-vor-gericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/559474\/","title":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen: Prozess in Bielefeld: Schleuserbande vor Gericht"},"content":{"rendered":"<p>                    Nordrhein-Westfalen<br \/>\n                Prozess in Bielefeld: Schleuserbande vor Gericht<\/p>\n<p>\t\t\t\t              08.11.2025, 04:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Touristenvisa, Bordelle, Rotationsprinzip: Die Anklage gegen eine bundesweite Gruppe offenbart, wie Frauen und Transsexuelle aus Thailand in Deutschland systematisch ausgebeutet wurden.<\/strong><\/p>\n<p>Bielefeld (dpa\/lnw) &#8211; Sie reisten mit Touristenvisa ein und mussten dann \u00fcber Jahre ihre Schulden in Bordellen in Deutschland abarbeiten. Vor dem Landgericht Bielefeld steht ab Dienstag (11.11.) eine Gruppe, die Frauen und Transsexuelle aus Thailand gewerbs- und bandenm\u00e4\u00dfig in die Bundesrepublik geschleust hat. Dabei wurden Summen zwischen 18.000 und 36.000 Euro f\u00fcr die Flugreisen f\u00e4llig. Laut Staatsanwaltschaft war den zehn Angeklagten aus L\u00f6hne, Bad Oeynhausen, Minden und B\u00fcnde (alle Nordrhein-Westfalen) sowie Hamburg, Rostock und Frankfurt klar, dass die Opfer keine eigenen Einnahmen haben werden und durch ihren illegalen Aufenthaltsstatus in Deutschland in Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis entstehen w\u00fcrde.\u00a0<\/p>\n<p>Die Angeklagten im Alter zwischen 29 und 64 Jahren hatten dabei unterschiedliche Rollen. Zum Teil haben sie das Netzwerk organisiert, zum Teil waren sie Fahrer und Kuriere oder sie haben auch Bordelle betrieben.\u00a0<\/p>\n<p>Angefangen 2018<\/p>\n<p>Laut den Ermittlungen hatte eine heute 57 Jahre alte Angeklagte aus L\u00f6hne in Ostwestfalen Anfang 2018 damit angefangen, Frauen und Transsexuelle aus Thailand in Deutschland als Prostituierte arbeiten zu lassen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich in der Bundesrepublik ein Netz aus verschiedenen Thai-Bordellen. Vor Ort gab es laut Anklage immer eine verantwortliche sogenannte Puffmutter als Betreiberin. Auch in Thailand war das Netzwerk vertreten. Dort akquirierten die Beteiligten die Opfer und besorgte die Touristenvisa.\u00a0<\/p>\n<p>In Deutschland musste die Frauen und Transsexuellen dann die Geb\u00fchren f\u00fcr das Schleusen nach Europa durch Prostitution abarbeiten. Bei den Einnahmen galt das sogenannte 50:50-Modell. Die Frau aus L\u00f6hne bekam die eine H\u00e4lfte, die Puffmutter die andere. Ausgaben f\u00fcr Lebensmittel und Hygieneartikel mussten die Opfer noch zus\u00e4tzlich zu den Schulden abbezahlen.\u00a0<\/p>\n<p>Von einem zum anderen Bordell gebracht<\/p>\n<p>Sobald die Einnahmen durch die Prostituierten nachlie\u00dfen, wurden sie in andere Bordelle gebracht. Hier setzte die Bande, zu der teilweise Familienangeh\u00f6rige mit Tochter und Lebensgef\u00e4hrten z\u00e4hlten, das in der Szene bekannte Rotationsprinzip ein. Bordelle gab es neben anderen Standorten auch in Hamburg, Weimar (Th\u00fcringen), L\u00fcneburg (Niedersachsen) und B\u00fcnde (NRW).\u00a0<\/p>\n<p>Laut den Ermittlungsergebnissen wurden den Opfern die P\u00e4sse abgenommen. Dazu kamen fehlende Orts- und Sprachkenntnisse. Ihnen wurde jegliche Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit geraubt, so die \u00dcberzeugung der Ermittlungsbeh\u00f6rden. Die Situation selbst zu beenden, sei den Frauen und Transsexuellen nicht m\u00f6glich gewesen. Sollte der Schuldenabbau doch einmal gelingen, musste die Opfer w\u00f6chentliche Mietzahlungen von 500 bis 600 Euro leisten.\u00a0<\/p>\n<p>Bis Ende April hat das Landgericht Bielefeld 29 Prozesstage angesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen Prozess in Bielefeld: Schleuserbande vor Gericht 08.11.2025, 04:03 Uhr Touristenvisa, Bordelle, Rotationsprinzip: Die Anklage gegen eine bundesweite&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":559475,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,3364,29,2690,30,1209,1269,92012],"class_list":{"0":"post-559474","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-gericht","12":"tag-germany","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-prozess","15":"tag-schleuserbande"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115511969938059028","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=559474"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559474\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/559475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=559474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=559474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=559474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}