{"id":560919,"date":"2025-11-08T17:22:11","date_gmt":"2025-11-08T17:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/560919\/"},"modified":"2025-11-08T17:22:11","modified_gmt":"2025-11-08T17:22:11","slug":"damit-sich-speicher-fuellen-teheran-schaltet-wasserversorgung-nachts-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/560919\/","title":{"rendered":"Damit sich Speicher f\u00fcllen: Teheran schaltet Wasserversorgung nachts ab"},"content":{"rendered":"<p>                    Damit sich Speicher f\u00fcllen<br \/>\n                Teheran schaltet Wasserversorgung nachts ab<\/p>\n<p>\t\t\t\t              08.11.2025, 16:43 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Im Iran hat es in diesem Jahr zu wenig geregnet. Das hat nicht nur drastische Konsequenzen f\u00fcr die Natur, sondern auch f\u00fcr die Bewohner des Landes: In Teheran wird die Wasserversorgung in den Abendstunden abgeschaltet. Pr\u00e4sident Peseschkian warnt vor einer m\u00f6glichen Rationierung.<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der akuten Wasserkrise im Iran soll insbesondere in der Millionenmetropole Teheran die Wasserversorgung zeitweilig in den Abendstunden bis zum Morgen abgestellt werden. &#8222;Wir sind gezwungen, an manchen Abenden die Wasserversorgung f\u00fcr die B\u00fcrger einzustellen, damit sich die Speicher wieder f\u00fcllen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Energieminister Abbas Aliabadi. Zudem sei mit einer deutlichen Senkung des Wasserdrucks zu rechnen. Die Bev\u00f6lkerung solle daher Wasserbeh\u00e4lter und Pumpen installieren, um die Versorgungsl\u00fccken auszugleichen, so der Minister. <\/p>\n<p>In gr\u00f6\u00dferen Wohnkomplexen haben die Beh\u00f6rden die Bewohner bereits dazu aufgefordert, Wasser in Badewannen und Beh\u00e4ltern zu speichern. Die abendliche Wasserabstellung bis zum n\u00e4chsten Morgen hat in mehreren Stadtteilen Teherans bereits begonnen. Das Speichern von Wasser geh\u00f6rt inzwischen zum Alltag, besonders f\u00fcr die Toilettensp\u00fclung.<\/p>\n<p>Irans Pr\u00e4sident Massud Peseschkian warnte diese Woche vor einer drastischen Rationierung der Wasserversorgung, sollte es bis zum kommenden Monat keinen Regen geben. Im Falle einer anhaltenden Trockenperiode erw\u00e4ge er sogar eine Evakuierung der Hauptstadt Teheran mit rund 15 Millionen Einwohnern. <\/p>\n<p>Verlegung von Teheran w\u00fcrde Jahre dauern<\/p>\n<p>Das iranische Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von mehreren Staud\u00e4mmen, insbesondere in Isfahan im Zentrum des Landes und in T\u00e4bris im Nordwesten, wo die Stauseen deutlich weniger Wasser f\u00fchrten als in den Vorjahren. Im Stauwerk Amir Kabir, einem von f\u00fcnf, die f\u00fcr die Wasserversorgung von Teheran zust\u00e4ndig sind, befinden sich derzeit laut dem Leiter der Wasserwerke der Stadt, Behsad Parsa, 14 Millionen Kubikmeter Wasser. Im Vorjahr waren es zum jetzigen Zeitpunkt rund 86 Millionen Kubikmeter Wasser gewesen.<\/p>\n<p>Beobachtern zufolge ist eine solche Evakuierung jedoch eine rhetorische Ank\u00fcndigung ohne konkretes Umsetzungspotenzial. Die Verlegung der Hauptstadt w\u00fcrde Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, da s\u00e4mtliche zentralen Beh\u00f6rden sowie die Arbeitspl\u00e4tze der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung in Teheran liegen. Ein Umzug w\u00e4re daher f\u00fcr die meisten Teheraner kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Kritiker werfen dem islamischen System des Landes vor, in den vergangenen Jahren nationale Einnahmen in regionale Konflikte gesteckt zu haben, anstatt sie in die grundlegenden Bed\u00fcrfnisse der eigenen Bev\u00f6lkerung &#8211; etwa in alternative Wasserversorgungssysteme &#8211; zu investieren. Angesichts der anhaltenden Wasserkrise wird zunehmend dar\u00fcber spekuliert, dass es im Land zu landesweiten Protesten und sozialen Unruhen kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p> Nur 152 Liter Regen pro Quadratmeter<\/p>\n<p>Im gesamten Iran hat es in diesem Jahr zu wenig geregnet. 15 der 31 iranischen Provinzen haben der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge seit Oktober \u00fcberhaupt keinen Regen mehr gesehen. Besonders betroffen ist Teheran. Nach Angaben des regionalen Wasserversorgers enth\u00e4lt der Hauptwasserspeicher zur Versorgung der Stadt nur noch Wasser f\u00fcr zwei Wochen.<\/p>\n<p>Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim fielen im Iran in diesem Jahr bisher nur 152 Liter Regen pro Quadratmeter, 40 Prozent weniger als im Durchschnitt \u00fcblich. Im Oktober sprach ein \u00f6rtlicher Vertreter von einem Niederschlagsstand in Teheran, der &#8222;seit einem Jahrhundert nahezu beispiellos&#8220; sei.<\/p>\n<p>Auch anderswo im Iran wurden Pl\u00e4ne gegen die Wassernot in Angriff genommen. Im nord\u00f6stlichen Maschhad, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt des Iran, w\u00fcrden &#8222;n\u00e4chtliche Wasserabschaltungen&#8220; in Betracht gezogen, sagte Vizegouverneur Hassan Hosseini.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Damit sich Speicher f\u00fcllen Teheran schaltet Wasserversorgung nachts ab 08.11.2025, 16:43 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":560920,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,345,952,14,15,16,12,10,8,9,11,11558,103,104],"class_list":{"0":"post-560919","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-iran","10":"tag-klimawandel","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-politik","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-wasserversorgung","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115515237614874684","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/560919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=560919"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/560919\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/560920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=560919"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=560919"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=560919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}