{"id":561753,"date":"2025-11-09T01:37:13","date_gmt":"2025-11-09T01:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/561753\/"},"modified":"2025-11-09T01:37:13","modified_gmt":"2025-11-09T01:37:13","slug":"israel-botschafter-in-berlin-warnt-vor-linkem-antisemitismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/561753\/","title":{"rendered":"Israel-Botschafter in Berlin warnt vor linkem Antisemitismus"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, warnt vor linkem Antisemitismus in Deutschland. Dieser sei gef\u00e4hrlicher als der von rechts und gef\u00e4hrlicher als der islamistische Antisemitismus, &#8222;weil er seine Absichten verschleiert&#8220;, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Deutschland wisse man &#8222;im politischen und juristischen Bereich sehr gut, wie man den Antisemitismus von rechts bek\u00e4mpft&#8220;. Er erg\u00e4nzte, dass mittlerweile viele Juden Angst h\u00e4tten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Auch der islamistische Antisemitismus sei brandgef\u00e4hrlich, &#8222;weil er die demokratische Ordnung wie ein trojanisches Pferd unterwandert. Damit lernt man jedoch umzugehen.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Aber der linke Antisemitismus bewege sich &#8222;immer an der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Aufhetzungsfreiheit &#8211; und hat diese Grenze inzwischen deutlich \u00fcberschritten. Deshalb ist der linke Antisemitismus f\u00fcr mich der gef\u00e4hrlichste&#8220;, sagte der Botschafter.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">In Europa sehe man das an den Hochschulen und Theatern. &#8222;Man gibt sich gebildet, moralisch und politisch korrekt&#8220;, sagte Prosor. &#8222;Aber die rote Linie dessen, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, ist l\u00e4ngst \u00fcberschritten.&#8220; Tag f\u00fcr Tag werde Israel d\u00e4monisiert und delegitimiert, &#8222;die Folgen sind f\u00fcr alle Juden sp\u00fcrbar&#8220;. Noch sei es ein Skandal, dass ein israelischer Dirigent von einem Festival in Belgien ausgeladen werde, &#8222;doch die R\u00e4ume des Sagbaren verschieben sich&#8220;.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Das Flanders Festival Ghent hatte ein f\u00fcr September geplantes Gastspiel der M\u00fcnchner Philharmoniker unter Leitung des israelischen Dirigenten Lahav Shani abgesagt. Als Grund wurde angegeben, dass Shani auch Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra sei und seine Haltung zur israelischen Regierung nicht klar sei. Der Schritt traf in Deutschland auf scharfe Kritik. Dem Festival wurde Antisemitismus vorgeworfen. Der belgische Regierungschef Bart de Wever ging klar auf Distanz und sprach von Schaden f\u00fcr sein Land.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Prosor sagte, Juden in Deutschland h\u00e4tten Angst. Viele kauften jetzt Wohnungen in Israel, wie es zuvor schon franz\u00f6sische Juden gemacht h\u00e4tten. Er werde angerufen und gefragt, ob es sicher sei, nach Berlin zu kommen. Er antworte dann: &#8222;Ja, es ist sicher &#8211; geht aber besser nicht mit einem Davidstern die Neuk\u00f6llner Sonnenallee entlang.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Zuletzt hatte der fr\u00fchere deutsche Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck einen entschlosseneren Kampf gegen Antisemitismus gefordert &#8211; auch wenn dieser aus dem arabischen Raum oder von der politisch linken Seite kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, warnt vor linkem Antisemitismus in Deutschland. 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