{"id":562175,"date":"2025-11-09T05:56:15","date_gmt":"2025-11-09T05:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/562175\/"},"modified":"2025-11-09T05:56:15","modified_gmt":"2025-11-09T05:56:15","slug":"hamburg-schleswig-holstein-gedenken-an-pogromnacht-brosda-mahnt-zu-solidaritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/562175\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Gedenken an Pogromnacht \u2013 Brosda mahnt zu Solidarit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Gedenken an Pogromnacht \u2013 Brosda mahnt zu Solidarit\u00e4t<\/p>\n<p>\t\t\t\t              09.11.2025, 06:32 Uhr<\/p>\n<p><strong>Hamburg erinnert an die Pogromnacht von 1938. Kultursenator Brosda mahnt: &#8222;J\u00fcdinnen und Juden m\u00fcssen sich auf unsere Solidarit\u00e4t verlassen k\u00f6nnen.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Hamburgs Kultussenator Carsten Brosda hat angesichts der Pogromnacht vor 87 Jahren an eines der verheerendsten Ereignisse der deutschen Geschichte erinnert. &#8222;R\u00fcckblickend ist der 9. November 1938 der Punkt, an dem im damaligen Deutschland aus Diskriminierung und Entrechtung systematische Verfolgung wurde&#8220;, erkl\u00e4rte der SPD-Politiker. Dabei seien die Verbrechen von Deutschen in aller \u00d6ffentlichkeit begangen worden.<\/p>\n<p>&#8222;Das heutige Gedenken an die Vergangenheit ist gleichzeitig eine Mahnung an die Gegenwart: Wenn antisemitische Vorf\u00e4lle und Gewalttaten heute zunehmen, m\u00fcssen sich J\u00fcdinnen und Juden auf unsere Solidarit\u00e4t verlassen k\u00f6nnen&#8220;, betonte Brosda. Wer eine offene Gesellschaft wolle, m\u00fcsse dem Hass entschieden entgegentreten.\u00a0&#8222;Es ist daher auch ein wichtiges Zeichen, dass die Bornplatzsynagoge wieder aufgebaut wird.&#8220;<\/p>\n<p>Am Nachmittag ist am Joseph-Carlebach-Platz \u2013 Standort der alten und auch neuen geplanten Synagoge &#8211; eine Gedenkveranstaltung an die Pogromnacht von 1938 geplant. Mit der Aktion &#8222;Grindel leuchtet&#8220; wollen dabei bei Dunkelheit die Anwohnerinnen und Anwohner das Grindelviertel illuminieren.<\/p>\n<p>Bornplatzsynagoge war gr\u00f6\u00dftes j\u00fcdisches Gotteshaus im Norden<\/p>\n<p>Die Bornplatzsynagoge war einst mit 1.200 Pl\u00e4tzen das gr\u00f6\u00dfte j\u00fcdische Gotteshaus in Norddeutschland. 1908 im Hamburger Grindelviertel eingeweiht, setzten Nationalsozialisten die Synagoge w\u00e4hrend der Novemberpogrome 1938 in Brand und verw\u00fcsteten sie. Ein Jahr sp\u00e4ter musste sie zwangsweise und auf Kosten der j\u00fcdischen Gemeinde abgerissen werden.<\/p>\n<p>Ende 2019 hatte der Bund 600.000 Euro f\u00fcr eine Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau an alter Stelle zur Verf\u00fcgung. Anfang September 2023 begannen auf dem Joseph-Carlebach-Platz Untersuchungen des Arch\u00e4ologischen Museums Hamburg, bei denen bedeutende historische Zeugnisse der zerst\u00f6rten Synagoge zutage gef\u00f6rdert und gesichert werden.<\/p>\n<p>Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs im September vorgestellt<\/p>\n<p>Ende September 2023 beschloss die B\u00fcrgerschaft die \u00dcbereignung des Grundst\u00fccks und \u00fcbergab der J\u00fcdischen Gemeinde symbolisch zwei Flurst\u00fccke auf dem Joseph-Carlebach-Platz. Dem im September vorgestellten Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs zufolge soll die Bornplatzsynagoge eng an dem von den Nazis zerst\u00f6rten Original orientiert wiederaufgebaut werden.\u00a0<\/p>\n<p>Der Entwurf sieht einen rund 40 Meter hohen Kuppelbau sowie mehrere eher n\u00fcchtern gehaltene Nebengeb\u00e4ude aus Backstein vor, in denen unter anderem die Gemeindeverwaltung, ein Caf\u00e9 und eine eigene Reformsynagoge f\u00fcr das liberale Judentum untergebracht werden sollen. Zuvor hatte der Bundestag bereits mehr als 13 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Gedenken an Pogromnacht \u2013 Brosda mahnt zu Solidarit\u00e4t 09.11.2025, 06:32 Uhr Hamburg erinnert an die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":562176,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[37204,29,5972,30,692,110490,1971,10517],"class_list":{"0":"post-562175","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-brosda","9":"tag-deutschland","10":"tag-gedenken","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-pogromnacht","14":"tag-schleswig-holstein","15":"tag-solidaritaet"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115518202419989019","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/562175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=562175"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/562175\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/562176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=562175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=562175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=562175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}