{"id":562677,"date":"2025-11-09T11:00:21","date_gmt":"2025-11-09T11:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/562677\/"},"modified":"2025-11-09T11:00:21","modified_gmt":"2025-11-09T11:00:21","slug":"boersencrash-europa-und-die-usa-wuerden-leiden-chinas-macht-koennte-wachsen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/562677\/","title":{"rendered":"B\u00f6rsencrash: Europa und die USA w\u00fcrden leiden, Chinas Macht k\u00f6nnte wachsen &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">An den internationalen Finanzm\u00e4rkten gibt es zu jeder Zeit Preisblasen. Mal auf dem Rohstoffmarkt, mal bei Anleihen, mal bei Immobilien oder Aktien. Oft entweicht die hei\u00dfe Luft gem\u00e4chlich, manchmal auch explosiv. Manche Anleger machen in diesen Situationen Verluste, aber ihre Sinne sind danach frisch gesch\u00e4rft f\u00fcr das Risiko bei Finanzgesch\u00e4ften. Es handelt sich um erzieherische Verluste f\u00fcr einzelne, das Finanzsystem insgesamt bleibt stabil.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Einen Mega-Crash wie das Platzen der Internetblase im Jahr 2000 oder die globale <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Finanzkrise\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Finanzkrise<\/a> 2008 erlebt man deutlich seltener. Allerdings k\u00f6nnen kleine Preiskorrekturen Vorboten einer solchen Katastrophe sein. Dann n\u00e4mlich, wenn ihre erzieherische Wirkung ausbleibt und die Preise nach der Warnung trotzdem weiter steigen. In einer solchen Vorkrisen-Welt leben wir. Vergangene Woche haben US-Technologieaktien so viel an Wert verloren wie seit April nicht mehr. Damals rief US-Pr\u00e4sident Donald Trump den Zollkrieg aus und viele bef\u00fcrchteten: Jetzt kommt der Crash. Das Gegenteil geschah, die Preise kletterten erneut auf Rekordniveau. Wo liegt die Lunte f\u00fcr den B\u00f6rsenabsturz, welches Ereignis wird sie z\u00fcnden?<\/p>\n<p>Finanzm\u00e4rkte haben eine Charakterschw\u00e4che<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Man wei\u00df es nicht. Vor einem Crash zu warnen, ist das eine. Das andere ist die historische Erfahrung, dass Preisblasen \u00fcber viele Jahre hinweg immer neue frische Luft aufnehmen k\u00f6nnen, bevor sie dann angestochen werden. Investoren tendieren zur Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung. Viele denken, sie w\u00fcrden den richtigen Moment f\u00fcr den Ausstieg kennen, ohne gro\u00dfe Verluste zu machen. Das ist die gro\u00dfe Charakterschw\u00e4che der Finanzm\u00e4rkte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Bundesbank <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bundesbank-boerse-risiko-finanzstabilitaet-gefahr-crash-li.3334800\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">warnt<\/a>\u00a0im aktuellen Finanzstabilit\u00e4tsbericht vor starken Kurseinbr\u00fcchen an den B\u00f6rsen, dar\u00fcber hinaus m\u00fcssten die Banken mehr Verlustpuffer anlegen. Auch die hohen Staatsschulden in der Euro-Zone geben Anlass zur Sorge. Denn Banken haben viele Staatsanleihen gekauft, und wenn ein Land in eine Zahlungskrise schlittert, geraten die Bank und das eng gewobene Bankensystem ebenfalls in die Klemme.<\/p>\n<p>Investitionen in k\u00fcnstliche Intelligenz als Crash-Ausl\u00f6ser?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach der Internet-Blase 2000 k\u00f6nnte es nun mit der k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) erneut ein Sektor aus der Realwirtschaft sein, der das Feuer ausl\u00f6st. Vor allem amerikanische Technologieunternehmen wie Amazon, Meta, Microsoft und Google setzen auf diese Karte, inzwischen vermehrt auf Pump. K\u00e4me es zu einem Ausverkauf dieser Aktien, w\u00fcrde die Schwere der Krise davon abh\u00e4ngen, wie stark der KI-Sektor bereits mit anderen Wirtschaftssektoren verzahnt ist. Je st\u00e4rker verzahnt, desto schlimmer k\u00f6nnte der Crash werden. Die globale Finanzkrise begann 2007 mit Problemen bei ein paar US-Banken, erst ein Jahr sp\u00e4ter wurde deutlich, dass diese Institute hochriskante Kreditpakete in die ganze Welt verkauft hatten. Das f\u00fchrte zu einem Dominoeffekt und einer globalen Wirtschaftskrise. Ist es wieder so weit?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein B\u00f6rsenbeben mit Kursverlusten von 30 bis 40 Prozent w\u00fcrde Billionen Dollar vernichten. Die wirtschaftlichen Folgen w\u00e4ren verheerend: US-Arbeitnehmer w\u00fcrden erneut einen gro\u00dfen Teil ihrer Rentenersparnisse verlieren, und auch die Investmentfonds der Menschen in Europa w\u00fcrden empfindlich an Wert verlieren. Innenpolitisch k\u00e4me es in Deutschland und anderswo zu scharfen Auseinandersetzungen:\u00a0 Wer ist schuld, wer bezahlt, wie geht es weiter? Nach dem Crash 2008 und im Zuge der Corona-Krise seit 2020 haben die demokratischen Staaten zur St\u00fctzung der Wirtschaft hohe Kredite aufgenommen. Die USA und Europa haben finanziell deutlich weniger Spielraum, um zu helfen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Aus dieser Gemengelage k\u00f6nnte Chinas Macht in der Welt weiter wachsen. Das Land wirkt finanziell und wirtschaftlich resilienter als der Westen, um die Folgen eines Crashs zu verdauen. Dieser Eindruck kann t\u00e4uschen, aber anders als 2008 k\u00f6nnte die n\u00e4chste Finanzkrise durchaus die globale Machtverschiebung zementieren. Die Gier an den B\u00f6rsen ist inzwischen also auch eine Gefahr f\u00fcr die Freiheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An den internationalen Finanzm\u00e4rkten gibt es zu jeder Zeit Preisblasen. 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