{"id":562730,"date":"2025-11-09T11:38:11","date_gmt":"2025-11-09T11:38:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/562730\/"},"modified":"2025-11-09T11:38:11","modified_gmt":"2025-11-09T11:38:11","slug":"1-fc-koeln-ich-hasse-den-var-lukas-kwasniok-wuetet-ueber-videoschiedsrichter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/562730\/","title":{"rendered":"1. FC K\u00f6ln: \u201eIch hasse den VAR\u201c \u2013 Lukas Kwasniok w\u00fctet \u00fcber Videoschiedsrichter"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es ist selten, dass sich zwei Bundesligatrainer nach einem hart umk\u00e4mpften Derby so einig sind. \u201eGott sei Dank gibt es jetzt einen Trainerkollegen, der die gleiche Meinung hat. Ich hatte bisher immer das Gef\u00fchl, ich sei allein auf weiter Flur\u201c, sagte Lukas Kwasniok und blickte zu Eugen Polanski her\u00fcber. <\/p>\n<p>Der Gladbacher Trainer nickte. \u201eIch bin wirklich kein Freund vom VAR, es wird auch immer schlimmer. Und ich bin es auch jetzt nicht, selbst wenn wir davon profitiert haben\u201c, erkl\u00e4rte Polanski. Worauf der K\u00f6lner Kwasniok verbal locker noch einen drauf setzte. \u201eIch mag den VAR nicht nur nicht, ich hasse ihn.\u201c Rumms.<\/p>\n<p>In M\u00f6nchengladbach war Samstag einiges geboten. Erst gab es den von den Gladbachern <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/article690f740c0166cd59ef9991d2\/doppelschlag-entscheidet-das-spiel-gladbach-gewinnt-brisantes-rhein-derby.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/article690f740c0166cd59ef9991d2\/doppelschlag-entscheidet-das-spiel-gladbach-gewinnt-brisantes-rhein-derby.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gefeierten 3:1 (1:0)-Sieg im 99. Bundesligaduell<\/a> mit dem rheinischen Rivalen \u2013 dann ein Nachspiel, das bei DFB und DFL aufhorchen lassen wird. Es geht um den VAR, den Video Assistant Referee, jenes technische Hilfsmittel, das seit der Saison 2017\/18 in der Bundesliga eingesetzt wird und den Fu\u00dfball doch eigentlich gerechter machen soll. Und trotz gelegentlichem Gemecker der Fans schienen vor allem die Vereinsverantwortlichen, Spieler und Trainer den VAR durchaus zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Kwasniok und Polanski tun dies ganz entschieden nicht. Sie sind der festen \u00dcberzeugung, dass die Einmischung durch den Videoschiedsrichter dem Fu\u00dfball Schaden zuf\u00fcgt \u2013 zumindest in den meisten F\u00e4llen. \u201eBei dynamischen Situationen macht der VAR keinen Sinn. Das Problem ist, dass diese Situationen am Bildschirm immer anders bewertet werden als live. Das ist schade und daher verstehe ich die Fans, dass es den Sport nicht gerechter, sondern total unsexy macht\u201c, schimpfte Kwasniok. Samstag hatte es gleich eine Reihe von Szenen gegeben, die dies exemplarisch zu untermauern schienen.<\/p>\n<p>Drei Entscheidungen \u2013 laut Kwasniok alle falsch<\/p>\n<p>Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte gleich drei Strafst\u00f6\u00dfe verh\u00e4ngt \u2013 zweimal nach Intervention durch das VAR-Teams um Benjamin Cortus. Nach Auffassung von Kwasniok waren alle drei Entscheidungen falsch.<\/p>\n<p>Aytekin war zun\u00e4chst in der 44. Minute in die Review-Area gegangen. Zuvor hatte es einen Zweikampf zwischen dem K\u00f6lner Kristoffer Lund und dem Gladbacher Franck Honorat gegeben. Aytekin hatte kein Vergehen erkennen k\u00f6nnen und weiterlaufen lassen. Auf dem Monitor sei jedoch ein \u201eklarer Knietreffer\u201c von Lund zu sehen gewesen. Folglich kassierte er seine urspr\u00fcngliche Entscheidung ein und zeigte auf den Punkt. Regelkonform, aber hart, denn so klar schien der \u201eKnietreffer\u201c dann auch wieder nicht. Gladbachs <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-moenchengladbach\/article69074ea8e0a15e419b83f85c\/borussia-moenchengladbach-tabakovic-vom-sorgenkind-zum-hoffnungstraeger.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-moenchengladbach\/article69074ea8e0a15e419b83f85c\/borussia-moenchengladbach-tabakovic-vom-sorgenkind-zum-hoffnungstraeger.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haris Tabakovic<\/a> scheiterte vom Punkt.<\/p>\n<p>Beim zweiten Strafsto\u00df hatte Aytekin keinerlei Sicht auf die Szene. Das belegen die Bilder aus der RefCam, die seit der vergangenen Saison zum Einsatz kommt. Zu sehen ist \u2013 aus Aytekins Sicht \u2013 ein einziges Gew\u00fchl. \u201eIch schaue zwar hin, aber da stehen drei Spieler vor mir\u201c, sagte er. Also lie\u00df er weiterspielen \u2013 bis sich erneut Cortus meldete. Auf dem Monitor sah Aytekin dann ein klares, strafw\u00fcrdiges Handspiel von Lund. Den Elfmeter verwandelte Kevin Diks in der 60. Minute zum 3:0 f\u00fcr Gladbach \u2013 die Entscheidung.<\/p>\n<p>Allerdings war dies noch nicht alles. In der Nachspielzeit (90.+1) verh\u00e4ngte Aytekin noch einmal einen Strafsto\u00df \u2013 diesmal f\u00fcr K\u00f6ln, diesmal ohne technische Hilfsmittel. Ein minimaler Schieber von Lukas Ullrich an Ragnar Ache reichte ihm aus. Bemerkenswert allerdings die Aussage, die Aytekin abgab, als er nach Spielende die Bilder gesehen hatte. \u201eIch wei\u00df nicht, ob ich den bei 0:0 gebe, ist ja alles theoretisch, aber es ist ein harter Elfmeter\u201c, erkl\u00e4rte er. Das sah Kwasniok auch so. \u201eDas hat er falsch bewertet. Das war kein Elfer\u201c, so der K\u00f6lner Coach \u2013 auch wenn diesmal sein Team profitierte. Luca Waldschmidt nutzt die Gelegenheit zum 1:3-Ehrentreffer.<\/p>\n<p>Schiedsrichter Aytekin wirkt zerknirscht<\/p>\n<p>Fakt ist: Weder die K\u00f6lner, noch die Gladbacher waren mit dem massiven Einfluss, den der VAR auf das Derby nahm, zufrieden. Ganz zu schweigen von den st\u00e4ndigen Unterbrechungen, die der Partie auch Dynamik nahmen. Und selbst Aytekin wirkte zerknirscht, obwohl seiner Auffassung nach alles regelkonform entschieden worden sei. \u201eIch \u00e4rgere mich, weil ich diese Sachen alle selber sehen will. Daf\u00fcr ist man Schiedsrichter\u201c, sagte er. Er und sein Team w\u00fcrden nicht nach Hause gehen und denken: \u201aNa toll, war super.\u2018\u201c<\/p>\n<p>Dann wurde der 47-J\u00e4hrige fast schon sentimental. \u201eWir m\u00fcssen auch mal happy sein, dass nicht alles schwarz oder wei\u00df ist, das ist halt der moderne Fu\u00dfball. Mittlerweile habe ich auch eine Kamera im Ohr und gef\u00fchlt zehn Kilo Technologie am K\u00f6rper.\u201c Am Ende f\u00fchlte sogar der zornige Kwasniok mit Aytekin: \u201eIch habe das Gef\u00fchl, dass der VAR mittlerweile der Chef ist und nicht mehr der Unparteiische unten.\u201c <\/p>\n<p>Es war ohnehin ein Tag, an dem die Institution des VAR einen erheblichen Imageschaden nahm \u2013 auch aus Sicht der meisten Fans, die sich Spannung an der Ligaspitze w\u00fcnschen. Am Nachmittag konnte man sich in Berlin kaum freuen, obwohl es die Unioner als erste Mannschaft diese Saison geschafft hatten, dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/fc-bayern-muenchen\/article690f5d800580923d0998b68e\/kane-bewahrt-die-bayern-vor-der-ersten-saison-niederlage.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/fc-bayern-muenchen\/article690f5d800580923d0998b68e\/kane-bewahrt-die-bayern-vor-der-ersten-saison-niederlage.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FC  Bayern ein Remis<\/a> abzutrotzen. Das lag zum einen am sp\u00e4ten Ausgleich der M\u00fcnchener zum 2:2 (1:1) \u2013 vor allem aber daran, dass den Berlinern zuvor ein Treffer aberkannt worden war, von dem wohl niemand auch nach Ansicht der Videobilder sicher sagen kann, ob Torsch\u00fctze Ilyas Ansah im Abseits stand oder nicht.<\/p>\n<p>Das soll er aber tats\u00e4chlich getan haben: laut der kalibrierten Linie um f\u00fcnf Millimeter. Kommentar von Unions Trainer Steffen Baumgart: \u201eDiese f\u00fcnf Millimeter auf Abseits zu gehen \u2013 da hat irgendeiner Lack gesoffen.\u201c Es k\u00f6nnten auch einfach nur die modernen Zeiten gewesen sein. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist selten, dass sich zwei Bundesligatrainer nach einem hart umk\u00e4mpften Derby so einig sind. \u201eGott sei Dank&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":562731,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[623,135887,15323,815,19861,29,84246,3695,10792,30,1420,1209,132965,482,100393],"class_list":{"0":"post-562730","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-1-fc-koeln","9":"tag-aytekin","10":"tag-balken-inbox","11":"tag-borussia-moenchengladbach","12":"tag-deniz","13":"tag-deutschland","14":"tag-erste-bundesliga-geo-d-ks","15":"tag-erste-liga","16":"tag-eugen","17":"tag-germany","18":"tag-koeln","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-polanski","21":"tag-schiedsrichter","22":"tag-videobeweise-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115519547304309905","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/562730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=562730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/562730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/562731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=562730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=562730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=562730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}