{"id":56348,"date":"2025-04-24T03:07:09","date_gmt":"2025-04-24T03:07:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56348\/"},"modified":"2025-04-24T03:07:09","modified_gmt":"2025-04-24T03:07:09","slug":"mehr-wildschweine-schweinepest-gefahr-in-sh-steigt-ndr-de-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56348\/","title":{"rendered":"Mehr Wildschweine: Schweinepest-Gefahr in SH steigt | NDR.de &#8211; Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 24.04.2025 05:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Im Norden Schleswig-Holsteins w\u00e4chst die Wildschwein-Population schnell. Im ganzen Land werden deutlich mehr Tiere geschossen. Dadurch steige die Seuchengefahr, warnen Experten.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von J\u00f6rn Zahlmann<\/p>\n<p>Es ist vor allem der Tourismus, der in der Kulturlandschaft der malerischen Halbinsel Holnis (<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kreis-Schleswig-Flensburg-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,schleswigflensburg118.html\" title=\"Zum Artikel: Kreis Schleswig-Flensburg - Aktuelle Nachrichten und Videos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kreis Schleswig-Flensburg<\/a>) seine Spuren hinterl\u00e4sst: durch die vielen Wanderpfade, Hinweisschilder und Aussichtspunkte zum Beispiel. Doch mittlerweile hinterlassen hin und wieder auch borstige Vierbeiner ihre Spuren auf Holnis &#8211; mit durchgew\u00fchlter Erde, Hufabdr\u00fccken oder schlammigen Kuhlen, in denen sie sich suhlen.<\/p>\n<p>Wildschweine gibt es seit gut zehn Jahren im Kreis Schleswig-Flensburg<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/holnis114_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Kreisj\u00e4germeister Horst Br\u00f6ge beobachtet einen starken Anstieg der Wildschwein-Population im Kreis Schleswig-Flensburg. \u00a9 NDR Foto: J\u00f6rn Zahlmann\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/holnis114_v-contentgross.jpg\" alt=\"Kreisj\u00e4germeister Horst Br\u00f6ge mit Hund Timba auf einer Lichtung auf Holnis. \u00a9 NDR Foto: J\u00f6rn Zahlmann\" title=\"Kreisj\u00e4germeister Horst Br\u00f6ge mit Hund Timba auf einer Lichtung auf Holnis.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nKreisj\u00e4germeister Horst Br\u00f6ge beobachtet einen starken Anstieg der Wildschwein-Population im Kreis Schleswig-Flensburg.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist ein Bild, das wir vor zehn, zw\u00f6lf Jahren hier in der ganzen Region \u00fcberhaupt nicht kannten. Schlicht und ergreifend, weil es gar kein Schwarzwild, also keine Wildschweine, gab. Jetzt sehen wir hier Ans\u00e4tze von Sch\u00e4den&#8220;, sagt Kreisj\u00e4germeister Horst Br\u00f6ge.<\/p>\n<p>Derzeit nimmt die Zahl der geschossenen Wildschweine stark zu: Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahren im Kreis Schleswig-Flensburg verdoppelt &#8211; von 90 auf 206 erlegte Tiere. Das Jagdjahr reicht hierbei vom 1. April eines Jahres bis zum 31. M\u00e4rz des Folgejahres. Gesch\u00e4tzt leben mittlerweile mehr als 800 Wildschweine im Kreisgebiet.<\/p>\n<p>Landesweit haben J\u00e4ger laut Landesjagdverband vom 1. April 2024 bis 31. M\u00e4rz 2025 rund 13.100 Wildschweine get\u00f6tet &#8211; ein Anstieg von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jagdjahr in Schleswig-Holstein. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass mehr als 50.000 Wildschweine in Schleswig-Holstein leben.<\/p>\n<p>Fast 1.000 deutsche F\u00e4lle von Afrikanischer Schweinepest 2025<\/p>\n<p>Durch die immer gr\u00f6\u00dfer werdende Zahl an Wildschweinen wird auch das Risiko f\u00fcr einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gr\u00f6\u00dfer. Landwirte in Schleswig-Holstein f\u00fcrchten die Konsequenzen: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kampf-gegen-Afrikanische-Schweinepest-SH-bereitet-sich-vor,schweinepest656.html\" title=\"Zum Artikel: Kampf gegen Afrikanische Schweinepest: SH bereitet sich vor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gekeulte Schweine, geschlossene Betriebe, gro\u00dfe Sperrbezirke<\/a>. Auch der Export von Schweinefleisch w\u00fcrde faktisch zum Erliegen kommen, so Volker Jaritz, Veterin\u00e4ramtsleiter im Kreis Schleswig-Flensburg.<\/p>\n<p>&#8222;Das Seuchenrisiko steigt naturgem\u00e4\u00df mit zunehmender Population. Das haben wir auch in anderen Landstrichen in Europa gesehen, zum Beispiel in Polen an der Ostgrenze zu Deutschland&#8220;, sagt Jaritz. Angesichts von bisher knapp 1.000 F\u00e4llen von ASP in Deutschland allein in diesem Jahr w\u00fcnscht er sich, dass die Population im Land so gering wie m\u00f6glich gehalten wird. Auch Kreisj\u00e4germeister Br\u00f6ge findet, dass die Best\u00e4nde nicht zu schnell wachsen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Veterin\u00e4ramt: Sprunginfektionen sind das gr\u00f6\u00dfte Risiko<\/p>\n<p>Zwar seien die bisherigen ASP-F\u00e4lle in Hessen, Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz noch mehrere Hundert Kilometer von Schleswig-Holstein entfernt, doch Sicherheit k\u00f6nne das nicht geben, sagt Jaritz. Sogenannte Sprunginfektionen von Mensch zu Tier seien derzeit das gr\u00f6\u00dfte Risiko.<\/p>\n<p>&#8222;Die A7 kreuzt unseren Kreis. An den Rastst\u00e4tten hinterlassen Lkw-Fahrer wom\u00f6glich Speiseabf\u00e4lle, die aus infektionsstarken Regionen wie Rum\u00e4nien oder Polen stammen&#8220;, sagt Jaritz. Eine hohe Wildschwein-Population steigere die Gefahr eines Ausbruchs zus\u00e4tzlich und w\u00fcrde im weiteren Verlauf Infektionen von Tier zu Tier stark beschleunigen. Das Virus kann nach Auffassung von Experten \u00fcber Blutkontakt oder indirekt \u00fcber verunreinigte Gegenst\u00e4nde, Lebensmittel oder \u00fcber kontaminiertes Futter \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/wildschwein678_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ein Wildschwein im Wald. \u00a9 Colourbox Foto: -\" title=\"Ein Wildschwein im Wald.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nIn Brandenburg ist bei einem Wildschwein die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Die Beh\u00f6rden sind in Alarmbereitschaft.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Afrikanische Schweinepest: Fall an Landesgrenze zu MV\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Afrikanische-Schweinepest-Fall-an-Landesgrenze-zu-MV,schweinepest650.html\" class=\"cta \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Wildschwein-Population kann stark schwanken<\/p>\n<p>Auch die Natursch\u00fctzer vom NABU haben auf Anfrage von NDR Schleswig-Holstein nichts gegen eine sch\u00e4rfere Bejagung. Der Landesjagdverband sagt, dass der Bestand besonders dort reduziert werden m\u00fcsse, wo er stark ansteigt. Ganz los werden wollen die J\u00e4ger das Schwarzwild aber nicht, daf\u00fcr sei es zu wichtig f\u00fcrs \u00d6kosystem.<\/p>\n<p>Das Problem bei der Regulierung: Die sogenannte Populationsdynamik ist hoch. &#8222;Die Schwarzwild-Best\u00e4nde steigen kreisweit wie auch landesweit an, unterliegen aber relativ starken Schwankungen. Das hat wiederum mit klimatischen Aspekten zu tun. Zum Beispiel, wie viele Frischlinge den jeweiligen Winter \u00fcberleben. Aber die Tendenz ist steigend&#8220;, sagt Kreisj\u00e4germeister Br\u00f6ge.<\/p>\n<p>\u00dcberangebot an Nahrung durch Klimawandel<\/p>\n<p>F\u00fcr die steigende Wildschwein-Population macht Br\u00f6ge auch den Klimawandel verantwortlich. &#8222;Zu Zeiten vor der Klimaerw\u00e4rmung haben Buchen oder Eichen alle sechs, sieben, acht Jahre Fr\u00fcchte getragen. Durch den Klimawandel passiert das jetzt alle zwei oder drei Jahre. In der Folge werden die Wildschweine besser und in k\u00fcrzeren Abschnitten mit Eicheln oder Bucheckern versorgt.&#8220; Es gebe also ein \u00dcberangebot an Nahrung. Nicht nur deshalb sollten Passanten auf keinen Fall Essensreste in der Landschaft zur\u00fccklassen. Eine ASP-\u00dcbertragung w\u00fcrde n\u00e4mlich alle Schweine und viele landwirtschaftliche Existenzen gef\u00e4hrden &#8211; in ganz Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/schweinepest396_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ein Schild mit der Aufschrift Afrikanischen Schweinepest - Sperrbezirk -. \u00a9 dpa-Bildfunk Foto: Frank Rumpenhorst\" title=\"Ein Schild mit der Aufschrift Afrikanischen Schweinepest - Sperrbezirk -.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDie Afrikanische Schweinepest ist f\u00fcr den Menschen harmlos. Betroffene Betriebe m\u00fcssen mit weitreichenden Konsequenzen rechnen.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: FAQ: Wie gef\u00e4hrlich ist die Afrikanische Schweinepest?\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/Afrikanische-Schweinepest-Fragen-und-Antworten,schweinepestfaq100.html\" class=\"cta \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR 1 Welle Nord |<br \/>\nNachrichten f\u00fcr Schleswig-Holstein |<br \/>\n24.04.2025 | 06:00 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.04.2025 05:00 Uhr Im Norden Schleswig-Holsteins w\u00e4chst die Wildschwein-Population schnell. 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