{"id":563983,"date":"2025-11-09T23:27:11","date_gmt":"2025-11-09T23:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/563983\/"},"modified":"2025-11-09T23:27:11","modified_gmt":"2025-11-09T23:27:11","slug":"bbc-chef-wegen-manipulation-in-trump-doku-zurueckgetreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/563983\/","title":{"rendered":"BBC-Chef wegen Manipulation in Trump-Doku zur\u00fcckgetreten"},"content":{"rendered":"<p>  <a class=\"ImageModal\" href=\"https:\/\/www.horizont.at\/news\/media\/13\/Tim-Davie-129569.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">  <\/p>\n<p> Tim Davie,Generaldirektor der BBC <\/p>\n<p> <\/a> <\/p>\n<p class=\"ArticleCopy ArticleCopy-lead\"> Tim Davie, Spitzen-Manager der BBC, muss nach massiver Kritik von Seiten konservativer Medien und der Politik seinen Abschied einreichen. Auch die Nachrichtenchefin der BBC geht. Zuvor hatte eine Trump-Sprecherin von &#8222;100 % Fake News&#8220; gesprochen.<\/p>\n<p> Nach Manipulationsvorw\u00fcrfen im Zusammenhang mit einer Rede von US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> ist der Generaldirektor der britischen Rundfunkanstalt BBC, <strong>Tim Davie<\/strong>, zur\u00fcckgetreten. Auch BBC-Nachrichtenchefin <strong>Deborah Turness<\/strong> nimmt nach Angaben des Senders vom Sonntagabend ihren Hut. Die angesehene Rundfunkanstalt soll Teile der ber\u00fcchtigten Trump-Rede vor dem Kapitol-Sturm f\u00fcr eine Fernsehdokumentation auf irref\u00fchrende Weise zusammengeschnitten haben.<\/p>\n<p>Davie und Turness erkl\u00e4rten ihren R\u00fccktritt am Vortag eines geplanten Auftritts von BBC-Chairman<strong> Samir Shah<\/strong> in einem Parlamentsausschuss. Shah war in der Angelegenheit auch von Kulturministerin <strong>Lisa Nandy<\/strong> kontaktiert worden. Diese bezeichnete die Vorw\u00fcrfe gegen die Rundfunkanstalt am Sonntag auf BBC News als &#8222;\u00e4u\u00dferst schwerwiegend&#8220;. In Medienberichten war daraufhin mit einer Entschuldigung der Rundfunkanstalt gerechnet worden.<br \/>Davie leitete die BBC seit 2020. Er erkl\u00e4rte am Sonntag, die Entscheidung zum R\u00fccktritt habe er alleine getroffen. Er werde noch einige Monate im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei. <\/p>\n<p> Rede vor Kapitol-Sturm bearbeitet <\/p>\n<p>Die Zeitung <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;The Daily Telegraph&#8220;<\/a> hatte am Dienstag berichtet, dass die BCC in ihrem Nachrichtenformat <a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/b006t14n\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Panorama&#8220;<\/a> Teile der von Trump am 6. J\u00e4nner 2021 vor der Erst\u00fcrmung des Kapitols in Washington gehaltenen Rede montiert habe. In der nach seiner Niederlage bei der Wahl gegen Ex-Pr\u00e4sident Joe Biden gehaltenen Rede behauptete Trump, um den Wahlsieg betrogen worden zu sein, daher sollten seine Anh\u00e4nger &#8222;k\u00e4mpfen wie der Teufel&#8220;. Am selben Tag st\u00fcrmten tausende seiner Anh\u00e4nger das Kapitol in Washington. In der unbearbeiteten Aufnahme der Rede sagt Trump an einer Stelle: &#8222;Wir werden zum Kapitol marschieren und unsere tapferen Senatoren und Abgeordneten im Kongress anfeuern.&#8220; In einem deutlich sp\u00e4teren Abschnitt der Rede erkl\u00e4rte Trump dann mit Blick auf das Wahlergebnis, es sei etwas schief gelaufen, das k\u00f6nne nicht sein, &#8222;und wir k\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen wie der Teufel&#8220;. In der BBC-Dokumentation wurden die beiden S\u00e4tze direkt aneinander gef\u00fcgt, sodass der Eindruck verst\u00e4rkt wird, Trump habe seine Anh\u00e4nger direkt zum Sturm auf den Sitz des US-Kongresses aufgerufen. <\/p>\n<p> Doku kurz vor US-Pr\u00e4sidentenwahl ausgestrahlt <\/p>\n<p>Die Dokumentation mit dem Titel &#8222;Trump: A Second Chance?&#8220; (Trump: Eine zweite Chance?) war eine Woche vor der US-Pr\u00e4sidentenwahl am 5. November ausgestrahlt worden. Ministerin Nandy zeigte sich Stunden vor dem R\u00fccktritt des BBC-Generaldirektors &#8222;zuversichtlich&#8220;, dass die Leitung des Senders &#8222;die Angelegenheit mit der n\u00f6tigen Ernsthaftigkeit behandle&#8220;. Es gehe nicht nur um die Sendung &#8222;Panorama&#8220;, sondern &#8222;um eine Reihe sehr schwerwiegender Vorw\u00fcrfe, von denen der schwerwiegendste lautet, dass es bei der Berichterstattung \u00fcber schwierige Themen bei der BBC eine systemische Voreingenommenheit gibt&#8220;, so die Ministerin f\u00fcr Kultur, Medien und Sport.<\/p>\n<p>Trump-Sprecherin <strong>Karoline Leavitt<\/strong> hatte die BBC zuvor als &#8222;100 % Fake News&#8220; bezeichnet, was auf Druck auch von US-Seite schlie\u00dfen l\u00e4sst. Beobachter sprechen in dem Zusammenhang nun von einer &#8222;Kapitulation&#8220; des Journalismus gegen\u00fcber Trump. Bereits seit Dienstag hatten konservative und rechte Medien in Gro\u00dfbritannien eine Kampagne gegen die BBC und Davie gefahren, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/2025\/nov\/09\/bbc-bias-row-timeline-a-week-of-hostile-headlines-and-calls-for-heads-to-roll\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">so die Einsch\u00e4tzung des liberalen &#8222;Guardian&#8220;.<\/a> <\/p>\n<p> BBC seit Jahren unter Druck <\/p>\n<p>Die BBC steht seit Jahren im Zentrum von Kontroversen, ihre Verpflichtung zur Unparteilichkeit aufrechtzuerhalten. Sie wird durch Geb\u00fchren finanziert, die von allen Haushalten mit TV-Ger\u00e4t gezahlt werden muss. Dieses Finanzierungsmodell sowie eine als liberal wahrgenommene Haltung des Senders sto\u00dfen bei einigen nationalen Zeitungen und Social-Media-Portalen seit l\u00e4ngerem auf heftige Kritik.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tim Davie,Generaldirektor der BBC Tim Davie, Spitzen-Manager der BBC, muss nach massiver Kritik von Seiten konservativer Medien und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":563984,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-563983","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115522335686219851","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/563983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=563983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/563983\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/563984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=563983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=563983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=563983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}