{"id":56424,"date":"2025-04-24T03:48:09","date_gmt":"2025-04-24T03:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56424\/"},"modified":"2025-04-24T03:48:09","modified_gmt":"2025-04-24T03:48:09","slug":"niedersachsen-bremen-wanderung-zur-erinnerung-an-todesmarsch-nach-sandbostel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56424\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Wanderung zur Erinnerung an Todesmarsch nach Sandbostel"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Wanderung zur Erinnerung an Todesmarsch nach Sandbostel<\/p>\n<p>\t\t\t\t              24.04.2025, 05:33 Uhr<\/p>\n<p><strong>Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Tausende Gefangene durch Bremen und Niedersachsen getrieben. Viele \u00fcberlebten den Todesmarsch nicht. Wie 80 Jahre sp\u00e4ter der Opfer gedacht wird.<\/strong><\/p>\n<p>Bremen\/Sandbostel (dpa\/lni) &#8211; Mit einem Gedenkmarsch soll an den Todesmarsch von Zwangsarbeitern von Bremen bis zum Arbeitslager Sandbostel vor 80 Jahren erinnert werden. &#8222;Der Marsch ist nicht nur eine Erinnerung an die Opfer, sondern ein Aufruf zur Wachsamkeit und ein Beitrag zur St\u00e4rkung unserer Demokratie&#8220;, teilten die Organisatoren mit.\u00a0<\/p>\n<p>Der viert\u00e4gige Marsch beginnt um 9.00 Uhr am Denkort Bunker Valentin in Bremen-Farge. \u00dcber Hagen geht es am Freitag weiter nach Beverstedt. Am Samstag wird nach Oerel gewandert, der Abschluss ist schlie\u00dflich am Sonntag in Sandbostel. Unterwegs sind Vortr\u00e4ge, Konzerte, Lesungen und der Besuch eines j\u00fcdischen Friedhofs geplant.\u00a0<\/p>\n<p>84 Kilometer in Erinnerung an die Verbrechen\u00a0<\/p>\n<p>Die Strecke ist etwa 84 Kilometer lang. Wer m\u00f6chte, kann einzelne Etappen oder den gesamten Weg mitlaufen. Die Organisatoren rechnen nach eigenen Angaben an den ersten beiden Tagen mit bis zu 1.000 Menschen, darunter auch Schulklassen. Am Samstag und Sonntag sollen es jeweils etwa 500 Teilnehmende sein.<\/p>\n<p>Der Marsch unter dem Motto &#8222;steps to remember&#8220; (auf Deutsch: &#8222;Schritte zum Erinnern&#8220;) ist eine Veranstaltung der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Bremen, der Stiftung Lager Sandbostel, der Internationalen Friedensschule Bremen, der Berufsbildenden Schulen Osterholz sowie der Polizeien und Gemeinden entlang der Route. Zusammen mit weiteren Vereinen und Institutionen wie dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz sowie Sponsoren organisieren sie das Gedenken.<\/p>\n<p>Tausende Gefangene auf Todesmarsch nach Sandbostel<\/p>\n<p>Wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges kamen laut Gedenkst\u00e4tte rund 9.500 H\u00e4ftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg und einigen Au\u00dfenlagern im Bremer Raum nach Sandbostel. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit starben etwa 3.000 H\u00e4ftlinge auf dem Weg dorthin, im Lager und auch noch kurz nach der Befreiung &#8211; an Ersch\u00f6pfung, Mangelversorgung, Krankheiten und durch direkte Gewalt der Wachmannschaften.\u00a0<\/p>\n<p>Rund 2.500 bis 3.000 H\u00e4ftlinge seien \u00fcber Bremen nach Sandbostel getrieben worden, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. &#8222;Der Marsch war aber nicht zusammenh\u00e4ngend, sondern in kleineren Gruppen \u00e0 etwa 100 H\u00e4ftlingen.&#8220; Die ersten Gefangenen seien am 6. April 1945 aufgebrochen, nach verschiedenen Zwischenstationen seien sie am 13. und 14. April 1945 in Sandbostel angekommen.<\/p>\n<p>Am 29. April 1945 befreiten britische Soldaten die noch etwa 20.000 Gefangenen. Die Briten waren von den f\u00fcrchterlichen Zust\u00e4nden im Lager so ersch\u00fcttert, dass sie Sandbostel &#8222;ein kleineres Bergen-Belsen&#8220; nannten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Wanderung zur Erinnerung an Todesmarsch nach Sandbostel 24.04.2025, 05:33 Uhr Kurz vor Ende des Zweiten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":56425,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,20475,30,1411,26363,26362,26361],"class_list":{"0":"post-56424","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-erinnerung","12":"tag-germany","13":"tag-niedersachsen","14":"tag-sandbostel","15":"tag-todesmarsch","16":"tag-wanderung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114390899338468958","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56424"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56424\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}