{"id":56448,"date":"2025-04-24T04:01:08","date_gmt":"2025-04-24T04:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56448\/"},"modified":"2025-04-24T04:01:08","modified_gmt":"2025-04-24T04:01:08","slug":"erzbistum-koeln-nimmt-abschied-von-papst-franziskus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56448\/","title":{"rendered":"Erzbistum K\u00f6ln nimmt Abschied von Papst Franziskus"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln. Das Erzbistum K\u00f6ln nimmt Abschied vom verstorbenen Papst Franziskus. Um ihm gemeinsam mit zahlreichen Gl\u00e4ubigen zu gedenken, hat der K\u00f6lner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 23. April ein Pontifikalamt im Hohen Dom zu K\u00f6ln gefeiert. Papst Franziskus war am Ostermontag (21. April 2025) im Alter von 88 Jahren verstorben.<\/p>\n<p>Viele Gl\u00e4ubige waren am Mittwochabend in den K\u00f6lner Dom gekommen. Unter den Anwesenden waren auch K\u00f6lns Oberb\u00fcrgermeisterin Henriette Reker, die stellvertretende Konsulin der Republik Argentinien und die Konsulin der Republik Italien.<\/p>\n<p>Es sang ein Ensemble der K\u00f6lner Dommusik unter der Leitung von Eberhard Metternich und Joachim Geibel. An den Domorgeln sa\u00dfen Winfried B\u00f6nig und Matthias Wand.<\/p>\n<p>Pilger der Hoffnung<\/p>\n<p>Das Motiv des Pilgers, das Papst Franziskus seinerzeit zum Motto des Heiligen Jahres 2025 erkl\u00e4rt hatte, griff der K\u00f6lner Erzbischof gleich zu Beginn seiner Predigt auf: \u201eEin Pilger der Hoffnung ist ins Haus des Vaters heimgekehrt.\u201c<\/p>\n<p>In seiner Predigt betonte Kardinal Woelki seine Dankbarkeit f\u00fcr das Wirken und das Lebenswerk des Verstorbenen. Seinen Dienst habe der Heilige Vater mit viel Hingabe und Leidenschaft geleistet. \u201eWie bei kaum einem seiner Vorg\u00e4nger war das Pontifikat von Papst Franziskus gepr\u00e4gt von Bescheidenheit und Menschenn\u00e4he\u201c, so der K\u00f6lner Erzbischof. Dabei habe er mit seinem unkonventionellen Stil Muster durchbrochen und die Welt durch seine Spontaneit\u00e4t zum Nachdenken gebracht. Unvergessen sei etwa sein Besuch in Lampedusa.<\/p>\n<p>Ganz Hirte und Seelsorger<\/p>\n<p>Der Hirtendienst habe dem Papst besonders am Herzen gelegen, f\u00fchrte Kardinal Woelki in seiner Predigt weiter aus. Er nannte dabei auch die drei zentralen Aufgaben eines Hirten, die Franziskus anvertraut worden waren: Der Dienst des Leitens, der Dienst des Besch\u00fctzens und der Dienst an der Einheit.<\/p>\n<p>Petrus und seine Nachfolger sind beauftragt, die Kirche zu leiten. Damit sei gemeint, im Glauben verantwortete Entscheidungen zu treffen, die die Kirche bef\u00e4higen, die Botschaft Jesu weiterzutragen. Papst Franziskus, betonte der K\u00f6lner Erzbischof, sei es stets wichtig gewesen, dass Leitung keine Einbahnstra\u00dfe sein d\u00fcrfe. Er habe daher gro\u00dfe synodale Prozesse angesto\u00dfen und vorangetrieben \u2013 zuletzt die Weltsynode.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcrsprecher f\u00fcr die Schw\u00e4chsten<\/p>\n<p>Dem Papst obliege die Sorge um die Menschen, wie einem Hirten der Schutz seiner Herde. Vor allem jenen, die keine F\u00fcrsprecher haben und an den R\u00e4ndern der Gesellschaft stehen, wie etwa Armen, Fl\u00fcchtlingen, Kranken oder Gefangenen, habe Papst Franziskus immer wieder auf seine Weise eine Stimme gegeben. Er sei auch f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung eingetreten und habe mit seiner Enzyklika \u201eLaudato si\u201c daran erinnert, dass es unsere Verantwortung ist, die Welt f\u00fcr kommende Generationen zu erhalten.<\/p>\n<p>Papst Franziskus habe sich um jede und jeden bem\u00fcht, die seiner Hirtensorge anvertraut waren, erl\u00e4uterte Kardinal Woelki. Der Heilige Vater habe auch die H\u00e4nde ausgestreckt zu jenen, die nicht oder nicht mehr an Gott glauben, die in der Kirche schwerstes Leid erfahren haben oder sich nicht mehr verstanden oder willkommen f\u00fchlten.\u00a0<\/p>\n<p>Petrusdienst im Licht der Barmherzigkeit<\/p>\n<p>\u201eSein Petrusdienst stand ganz im Licht der Barmherzigkeit Gottes. Die Barmherzigkeit, die Liebe und N\u00e4he Gottes, die alles menschliche Verstehen so unendlich weit \u00fcbersteigen, hat er nach Kr\u00e4ften in seinem Dienst als Bischof von Rom und Papst der Kirche sichtbar gemacht,\u201c schloss Kardinal Woelki am Ende seiner Predigt.<\/p>\n<p>Zum Schluss des Pontifikalamtes sprach der K\u00f6lner Erzbischof noch \u00fcber die Kraft des Gebets \u00fcber den Tod hinaus und dar\u00fcber, dass \u201ewir den Heiligen Vater den H\u00e4nden Gottes \u00fcbergeben d\u00fcrfen, und wir d\u00fcrfen darauf vertrauen, dass Gottes H\u00e4nde gute H\u00e4nde sind.\u201c<\/p>\n<p>Kardinal Woelki bat die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen im Dom und diejenigen, die den Gottesdienst \u00fcber die Medien verfolgt hatten, um ihr Gebet f\u00fcr das Konklave: &#8222;&#8230;dass wir Kardin\u00e4le erkennen, wen Gott in die Aufgabe der Petrusnachfolge rufen will. Beten Sie f\u00fcr uns, beten Sie, dass Gott uns einen guten neuen Heiligen Vater schenken m\u00f6ge&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln. Das Erzbistum K\u00f6ln nimmt Abschied vom verstorbenen Papst Franziskus. 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