{"id":564651,"date":"2025-11-10T05:59:11","date_gmt":"2025-11-10T05:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/564651\/"},"modified":"2025-11-10T05:59:11","modified_gmt":"2025-11-10T05:59:11","slug":"stop-killing-games-debatte-im-britischen-parlament","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/564651\/","title":{"rendered":"Stop Killing Games: Debatte im britischen Parlament"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Stop Killing Games: Debatte im britischen Parlament<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Stop-Killing-Games-Debate-in-the-British-Parliament-11071727.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Die Initiative des Projekts &#8222;Stop Killing Games&#8220; war vorige Woche Thema im britischen Parlament. Sie setzt sich daf\u00fcr ein, dass Publisher Spiele nicht mehr einfach nach einer gewissen Zeit abschalten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zwar hatte sich Gro\u00dfbritanniens Regierung schon vorab zu dem Begehren ge\u00e4u\u00dfert und signalisiert, dass sie entspechende Gesetze nicht \u00e4ndern w\u00fcrde. Die Petition der Initiative hatte mit rund 190.000 Unterschriften aber die Schwelle der n\u00f6tigen 100.000 Unterschriften geknackt, damit sie im britischen Abgeordnetenhaus diskutiert werden muss. Die britische Ministerin f\u00fcr Sport, Tourismus, Zivilgesellschaft und Jugend, Stephanie Peacock, stellte sich den Fragen der Abgeordneten.<\/p>\n<p>Die wesentliche Forderung von Stop Killing Games: Spielehersteller m\u00fcssten sich um eine Perspektive f\u00fcr ihre Spiele nach dem offiziellen Support-Ende k\u00fcmmern. Die Initiative brachte hier einen Weiterbetrieb zum Beispiel durch Fans ins Spiel. Ausl\u00f6ser f\u00fcr Stop Killing Games war der Fall des MMO-Rennspiels &#8222;The Crew&#8220;, dem Ubisoft am 1. April 2024 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Abgeschaltetes-Ubisoft-Rennspiel-Piratenpartei-wendet-sich-an-EU-Kommission-9678324.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nach zehn Jahren den Stecker gezogen hatte<\/a>. Der Nachfolger &#8222;The Crew 2&#8220; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ubisoft-MMO-Rennspiel-The-Crew-2-bekommt-Offline-Modus-10773940.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kann mittlerweile offline gespielt werden<\/a>.<\/p>\n<p>Ein kultureller Verlust<\/p>\n<p>Der Parlamentarier Henry Tufnell lieferte einen <a href=\"https:\/\/www.videogameschronicle.com\/news\/digital-ownership-must-be-respected-uk-parliament-debates-stop-killing-games-campaign-but-government-doesnt-budge\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">von zahlreichen Wortbeitr\u00e4gen zur Debatte<\/a> und verwies auf den kulturellen Verlust in F\u00e4llen wie dem von &#8222;The Crew&#8220;. &#8222;Wie die Aktivisten zu Recht argumentiert haben, w\u00fcrden wir es als kulturelle Trag\u00f6die betrachten, wenn jedes Exemplar eines Buches, Films oder Songs vernichtet w\u00fcrde. Wir sollten den Verlust von Videospielen in gleicher Weise betrachten.&#8220;<\/p>\n<p>Es sollte nicht m\u00f6glich sein, alle verkauften Exemplare eines Spiels absichtlich zu deaktivieren, sodass den Verbrauchern nichts mehr bleibt, betonte der Abgeordnete Mark Sewards. Es sei vergleichbar mit anderen Produkten, etwa dem Ende des Supports eines Elektronikunternehmens f\u00fcr einen alten Drucker, da dieser &#8222;immer noch Dokumente druckt&#8220;. Dass es f\u00fcr einen alten Drucker auch immer die passenden Patronen noch verf\u00fcgbar sein m\u00fcssten, erw\u00e4hnte er alelrdings nicht.<\/p>\n<p>Zu gro\u00dfe Auswirkungen auf Industrie<\/p>\n<p>Peacock zeigte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Ideen von Stop Killing Games, aus Sicht der Videospielindustrie sei der Vorschlag aber schwer umzusetzen. Die Regierung f\u00fcrchtet &#8222;negative technische Auswirkungen&#8220; auf die Entwicklung von Videospielen. &#8222;Es stimmt, dass es einige Spiele gibt, bei denen es relativ einfach w\u00e4re, nach der ersten Ver\u00f6ffentlichung einen Offline-Modus nachzur\u00fcsten, aber bei Spielen, deren Systeme speziell f\u00fcr ein Online-Erlebnis entwickelt wurden, w\u00e4re dies ohne umfangreiche Neuentwicklungen nicht m\u00f6glich&#8220;, gab Peacock zu bedenken. Die Forderung nach einem End-of-Life-Plan f\u00fcr alle Spiele w\u00fcrde die Art und Weise, wie Spiele entwickelt und vertrieben werden, grundlegend ver\u00e4ndern. Dieser Vorschlag sei keineswegs einfach umzusetzen oder kosteng\u00fcnstig.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Idee, ein Spiel nach dem offiziellen Support-Ende in die H\u00e4nde seiner Fans zu geben, sei vor allem rechtlich heikel. Insbesondere bei der Frage, wer dann rechtlich daf\u00fcr verantwortlich ist, dass das Spiel sicher bleibt und den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. &#8222;M\u00f6gliche Verwechslungen, die dazu f\u00fchren, dass die Schuld beim urspr\u00fcnglichen Entwickler gesucht wird oder dessen Ruf anderweitig gesch\u00e4digt wird&#8220;, gab Peacock zu bedenken.<\/p>\n<p>Bessere Kommunikation n\u00f6tig<\/p>\n<p>Zwar blieb Peacock grunds\u00e4tzlich beim Standpunkt der Regierung, das geltende Recht hier nicht zu \u00e4ndern. &#8222;Die Gesetze funktionieren, aber Unternehmen m\u00fcssen hier besser kommunizieren&#8220;, sagte Peacock. Spielehersteller m\u00fcssten demnach ihre Kunden besser \u00fcber den Zeitpunkt informieren, zu dem ein Videospiel voraussichtlich nicht mehr spielbar sein wird. Hierf\u00fcr erw\u00e4gt die Regierung, die Verbraucherschutzorganisation Chartered Trading Standards Institute mit der Erarbeitung von Richtlinien zu beauftragen. Sie machte auch wiederholt deutlich, dass die britische Regierung den kulturellen Wert von Videospielen anerkennt.<\/p>\n<p>Es gibt auch noch die EU-weite Petition &#8222;Stop Destroying Games&#8220; mit demselben Anliegen. Auch diese erreichte die n\u00f6tigen Unterschriften, in dem Fall eine Million. Derzeit werden sie noch auf Echtheit \u00fcberpr\u00fcft. Wenn das sichergestellt ist, muss sich das Europ\u00e4ische Parlament mit der Petition besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Jan Engelking\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nen<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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