{"id":564890,"date":"2025-11-10T08:16:14","date_gmt":"2025-11-10T08:16:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/564890\/"},"modified":"2025-11-10T08:16:14","modified_gmt":"2025-11-10T08:16:14","slug":"freiwillige-ackern-in-urdenbacher-kaempe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/564890\/","title":{"rendered":"Freiwillige ackern in Urdenbacher K\u00e4mpe"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDa kann man letztlich nicht viel falsch machen.\u201c So lautet der Hinweis von Julian Oymanns, wenn es darum geht, wie sich Holunderb\u00fcsche am besten beschneiden lassen. Oymanns, Wildtier\u00f6kologe und studierter Forstwirt, arbeitet schon seit einigen Jahren in der Biologischen Station Haus B\u00fcrgel, ist nun seit wenigen Monaten deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Die Station k\u00fcmmert sich unter anderem um die Urdenbacher K\u00e4mpe, in der sie auch angesiedelt ist. Und im Herbst stehen Schneidearbeiten an. Hecken m\u00fcssen gestutzt, Waldr\u00e4nder begradigt und Teiche vom Aufwuchs befreit werden. An diesem Samstag soll es aber erst einmal nur um den R\u00fcckschnitt des Holunders gehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr solche und \u00e4hnliche Arbeiten sind oft ehrenamtliche Mitarbeiter der Station im Einsatz, von denen Oymanns die meisten mittlerweile nat\u00fcrlich kennt. Doch diejenigen, die an diesem Morgen gekommen sind, habe er noch nie gesehen. Zwei Familien und zwei weitere Freiwillige sind da \u2013 und m\u00f6chten loslegen. Mit dabei ist auch die Familie Ostwald, Mutter Elena, Papa Stefan und Sohn Nikolas. Vermutlich mussten sie fr\u00fch aufstehen, denn sie kommen aus Lintorf, einem Stadtteil von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ratingen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ratingen<\/a>. Elena Ostwald hatte gelesen, dass helfende H\u00e4nde gesucht werden. Also hatte sie in der Station angerufen \u2013 und so sind sie an diesem Morgen nach Urdenbach gefahren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anfangs habe Elena Ostwald kurz gedacht, dass sie f\u00fcr dieses \u201eNaturerlebnis\u201c sogar etwas h\u00e4tte zahlen m\u00fcssen, eine Art Beitrag. Nun lernen sie ganz umsonst, wie man mit dem Holunder umgeht. Julian Oymanns erkl\u00e4rt der kleinen Gruppe, dass man ein wenig auf die \u201eschlafenden Augen\u201c achten k\u00f6nnte. Das sind knubbelige Verdickungen in den \u00c4sten, aus denen wieder Triebe sprie\u00dfen k\u00f6nnen. Beim Schneiden sollte man nach M\u00f6glichkeit ber\u00fccksichtigen, die \u00c4ste oberhalb dieser \u201eAugen\u201c mit den ausgeh\u00e4ndigten Zugs\u00e4gen abzutrennen. Aber das Holundergew\u00e4chs verzeihe es auch, wenn es noch k\u00fcrzer gestutzt werde. Man mache es letztlich schon richtig, so Oymanns. Die Holunderb\u00fcsche in den K\u00e4mpen sind 35 Jahre alt und sogar noch \u00e4lter. Manche von ihnen tragen nur noch vereinzelt die Beeren, aus denen der Saft gewonnen werden kann. Einige der B\u00fcsche sind schon so lange da, dass aus ihnen nun ein Baum geworden ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Paar Ostwald genie\u00dft den Rollenwechsel. Sie ist Juristin, er Projektleiter. Beide s\u00e4\u00dfen sie den Gro\u00dfteil des Tages am Schreibtisch und vor einem Bildschirm. Jetzt m\u00fcssen sie s\u00e4gen, sich durch Astwerk k\u00e4mpfen und die sperrigen Zweige zu einem gro\u00dfen Haufen aufschichten. F\u00fcr die Ostwalds sind das eben ungewohnte T\u00e4tigkeiten. Sie haben gerade eine neue Wohnung bezogen, aber ohne Garten. Nun sind sie von Gr\u00fcn umgeben. Sie und die Gruppe haben an diesem Morgen aber auch etwas Gl\u00fcck: Zun\u00e4chst hatte der Hochnebel zu Tagesbeginn alles wie in graue Watte gepackt, aber dann rei\u00dft es auf und am sp\u00e4teren Vormittag steht die Sonne hoch an einem klaren Himmel.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die Pflege sind stets viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Aber es gibt auch Grenzen. Sollte es zu hoch hinaus gehen oder die geforderte Beschneidung zu aufwendig oder gar zu gef\u00e4hrlich werden, dann w\u00fcrden Unternehmen beauftragt, so Oymanns. L\u00e4ngst gibt es Firmen, die sich genau auf solche Eins\u00e4tze spezialisiert haben. Sie kommen dann auch mit Hubwagen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wenn wie an diesem Morgen neue Ehrenamtler im Einsatz sind, erz\u00e4hlt ihnen Julian Oymanns auch etwas Grunds\u00e4tzliches \u00fcber die Urdenbacher K\u00e4mpe. Die Ostwalds waren noch nie hier und hatten bis dahin auch nicht von dem Landschaftsschutzgebiet im D\u00fcsseldorfer S\u00fcden geh\u00f6rt. Jetzt erfahren sie, dass die 316 Hektar gro\u00dfe K\u00e4mpe ein typisches St\u00fcck alter niederrheinischer Kulturlandschaft ist, wo Kopfweiden, Obstb\u00e4ume mit vielen alten Sorten sowie wertvolle Feuchtwiesen vorkommen und auch zahlreiche Tierarten beheimatet sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDa kann man letztlich nicht viel falsch machen.\u201c So lautet der Hinweis von Julian Oymanns, wenn es darum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":564891,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[136320,3364,29,3405,588,26160,30,136318,136319,136317,9744,136315,1209,136316,136314,11291,13180,107474],"class_list":{"0":"post-564890","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-buesche","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-duesseldorf","12":"tag-einsatz","13":"tag-einsaetze","14":"tag-germany","15":"tag-gestutzt","16":"tag-holunder","17":"tag-holunderbuesche","18":"tag-julian","19":"tag-kaempe","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-ostwald","22":"tag-oymanns","23":"tag-station","24":"tag-urdenbach","25":"tag-urdenbacher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115524415464014592","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/564890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=564890"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/564890\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/564891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=564890"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=564890"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=564890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}