{"id":565810,"date":"2025-11-10T17:27:17","date_gmt":"2025-11-10T17:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/565810\/"},"modified":"2025-11-10T17:27:17","modified_gmt":"2025-11-10T17:27:17","slug":"trump-droht-bbc-wegen-zusammenschnitt-von-rede-mit-milliardenklage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/565810\/","title":{"rendered":"Trump droht BBC wegen Zusammenschnitt von Rede mit Milliardenklage"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/donald-trump-674.jpg\" alt=\"Donald Trump\" title=\"Donald Trump | Reuters\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.11.2025 17:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die britische Rundfunkanstalt BBC steckt nach den R\u00fccktritten von zwei F\u00fchrungskr\u00e4ften weiter in der Krise. Nun sieht der weltbekannte Sender sich sogar mit einer Drohung des US-Pr\u00e4sidenten konfrontiert.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Donald Trump hat der britischen BBC wegen des Zusammenschnitts einer seiner Reden mit einer Klage gedroht. Die Rundfunkanstalt teilte mit, sie habe vom US-Pr\u00e4sidenten ein Schreiben bekommen, in dem er rechtliche Schritte angedroht habe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In dem Schreiben von Trumps Anwalt Alejandro Brito verlangt dieser die R\u00fcckziehung von Aussagen, die &#8222;falsch, verleumderisch, verunglimpfend und hetzerisch&#8220; seien, wie etwa die <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/11\/10\/world\/europe\/trump-bbc-lawsuit-documentary.html\" title=\"Trump Threatens to Sue the BBC for $1 Billion After Jan. 6 Documentary\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">New York Times<\/a> berichtet. Zudem fordert er eine Entschuldigung und eine Entsch\u00e4digung Trumps. Wenn dies nicht erfolge, m\u00fcsse sich die BBC auf rechtliche Schritte mit einer Schadensersatzforderung von einer Milliarde Dollar einstellen. Die Rundfunkanstalt teilte mit, der Brief mit der Drohung werde gepr\u00fcft, eine Antwort darauf folge sp\u00e4ter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unter anderem vor dem Hintergrund der Bearbeitung einer Trump-Rede f\u00fcr die Sendung &#8222;Panorama&#8220; hatte BBC-Senderchef Tim Davie am Sonntag seinen R\u00fccktritt bekanntgegeben. &#8222;Es wurden einige Fehler gemacht&#8220;, und als Generaldirektor m\u00fcsse er letztendlich die Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernehmen, erkl\u00e4rte Davie den Schritt. Auch die f\u00fcr die BBC-Nachrichten verantwortliche Deborah Turness gibt ihren Posten ab.<\/p>\n<p>    Mehr als 500 Beschwerden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Zeitung The Telegraph hatte \u00fcber ein internes Memo berichtet, in dem Bedenken hinsichtlich der Unparteilichkeit bei der Berichterstattung der BBC ge\u00e4u\u00dfert wurden. Konkret geht es darum, dass es durch den Zusammenschnitt so wirkt, als habe der US-Pr\u00e4sident bei seiner Rede vom 6. Januar 2021 gesagt, er werde gemeinsam mit seinen Anh\u00e4ngern zum Kapitol gehen und bis zum \u00c4u\u00dfersten k\u00e4mpfen. Am Tag dieser Rede hatten Anh\u00e4nger von Trump den Parlamentssitz in Washington gewaltsam gest\u00fcrmt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In einer Folge der BBC-Sendung wurden drei Zitate aus zwei Abschnitten der Rede zusammengef\u00fcgt, die in der urspr\u00fcnglichen Ansprache im Abstand von fast einer Stunde gefallen waren. Durch den Zusammenschnitt wirkte es so, als handele es sich um ein einziges Zitat. Rausgeschnitten wurde unter anderem ein Teil, in dem Trump sagte, dass er wolle, dass seine Anh\u00e4nger friedlich demonstrieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit der Ver\u00f6ffentlichung des internen Memos seien bei der Rundfunkanstalt mehr als 500 Beschwerden eingegangen, erkl\u00e4rte Aufsichtsratschef Samir Shah.\u00a0In einem langen Schreiben entschuldigte er sich f\u00fcr einen &#8222;Fehler in der Beurteilung&#8220;, den die BBC begangen habe. Die Bearbeitung der Trump-Rede habe einen falschen Eindruck vermittelt, teilte Shah mit. Die BBC r\u00e4ume ein, &#8222;dass die Art und Weise, wie die Rede bearbeitet wurde, den Eindruck eines direkten Aufrufs zu gewaltsamen Handlungen erweckt hat&#8220;, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>    Trump spricht von &#8222;Korruption&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump dankte am Sonntag in einem Post auf seiner Online-Plattform Truth\u00a0Social dem Telegraph f\u00fcr die Aufdeckung der seiner Meinung nach &#8222;korrupten&#8220; Journalisten. &#8222;Das sind sehr unehrliche Menschen.&#8220; Sie h\u00e4tten versucht, Einfluss auf die Pr\u00e4sidentschaftswahlen zu nehmen, schrieb Trump.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Vergangenheit hatte der US-Pr\u00e4sident bereits mehrfach gegen Medienunternehmen in den USA geklagt. Kritiker sehen darin h\u00e4ufig auch einen Angriff auf die Pressefreiheit.<\/p>\n<p>    Auch Debatte in Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Vereinigten K\u00f6nigreich wird die BBC f\u00fcr das Vers\u00e4umnis scharf kritisiert und sieht sich mit zahlreichen Vorw\u00fcrfen konfrontiert. Brexit-Vork\u00e4mpfer Nigel Farage von der rechtspopulistischen Partei Reform UK sagte etwa, die BBC berichte seit Jahrzehnten voreingenommen. Ein Sprecher der britischen Regierung sagte indes laut der Nachrichtenagentur PA, die BBC sei weder korrupt noch voreingenommen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Rundfunkanstalt wurde vor 103 Jahren gegr\u00fcndet und hat auch wegen der journalistischen Qualit\u00e4t weltweiten Ruhm erlangt.<\/p>\n<p>    Vorw\u00fcrfe zu &#8222;Putsch&#8220; aus BBC-Aufsichtsrat<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehrere Medien berichten allerdings, dass das BBC-Aufsichtsgremium gegen den eigenen Generaldirektor gearbeitet habe, um dem Sender zu schaden. David Yelland, ehemaliger Journalist der Zeitung The Sun, sprach gar von einem Putsch aus dem Aufsichtsrat der BBC, ohne pr\u00e4ziser zu werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutlicher steht es im Observer: Dort hei\u00dft es, die nun zur\u00fcckgetretene BBC-Nachrichtenchefin Turness habe sich bereits am vergangenen Montag f\u00fcr die Fehler entschuldigen wollen. Der Aufsichtsrat habe jedoch interveniert, so dass die BBC tagelang keine Stellungnahme zu den Vorw\u00fcrfen abgegeben habe, w\u00e4hrend der Daily Telegraph t\u00e4glich in neuen Facetten \u00fcber die Vers\u00e4umnisse der BBC berichtet und das Wei\u00dfe Haus Druck ausge\u00fcbt habe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hinter dem Veto gegen eine \u00f6ffentliche Entschuldigung soll Robbie Gibb stecken, hei\u00dft es im Observer. Er war unter den konservativen Tories britischer Regierungssprecher. Der ehemalige Premier Boris Johnson hatte ihn sp\u00e4ter zu einem Sitz im Aufsichtsrat der BBC verholfen. Gibb h\u00e4lt die BBC f\u00fcr zu linksliberal und mahnt Reformen an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Christoph Pr\u00f6ssl, ARD London.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.11.2025 17:27 Uhr Die britische Rundfunkanstalt BBC steckt nach den R\u00fccktritten von zwei F\u00fchrungskr\u00e4ften weiter in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":565811,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[16080,551,13,14,15,12,10,8,9,11,113,64],"class_list":{"0":"post-565810","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bbc","9":"tag-grossbritannien","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-trump","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115526582080579742","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/565810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=565810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/565810\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/565811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=565810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=565810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=565810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}