{"id":566078,"date":"2025-11-10T19:53:26","date_gmt":"2025-11-10T19:53:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/566078\/"},"modified":"2025-11-10T19:53:26","modified_gmt":"2025-11-10T19:53:26","slug":"leuchtreklame-werbung-in-berlin-nein-danke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/566078\/","title":{"rendered":"Leuchtreklame \u2013 Werbung in Berlin? Nein danke!"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img313910\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/313910.jpeg\" alt=\"Dass sich hinter diesem Fahrzeug die BVG und nicht die Bundeswehr versteckt, l\u00e4sst sich kaum noch erkennen.\"\/><\/p>\n<p>Dass sich hinter diesem Fahrzeug die BVG und nicht die Bundeswehr versteckt, l\u00e4sst sich kaum noch erkennen.<\/p>\n<p>Foto: AFP\/JOHN MACDOUGALL<\/p>\n<p>Werbung an Litfa\u00dfs\u00e4ulen, Haltestellen, Bauz\u00e4unen und Toilettenh\u00e4usern. Nicht zus\u00e4tzlich auch noch digitale Werbung im \u00f6ffentlichen Raum will eine B\u00fcrgerinitiative \u00bbBerlin werbefrei\u00ab. Seit 2017 k\u00e4mpft sie daf\u00fcr. Am Montag behandelte der Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses einen von der Initiative vorgelegten Gesetzentwurf. Es zeichnete sich keine Mehrheit f\u00fcr das Anliegen ab.<\/p>\n<p>Bereits vor der Anh\u00f6rung am Montag hatte die Initiative bekannt gegeben, dass sie bei einer Ablehnung des Gesetzesentwurfs zwischen Januar und Mai 250\u2009000 Unterschriften sammeln werde. Im August 2025 hatte die Initiative dem Senat einen Gesetzentwurf unterbreitet. Der Senat lehnte das Anliegen des Gesetzentwurfs zwar ab, erkl\u00e4rte das Volksbegehren jedoch f\u00fcr zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Laut dem Sender RBB peilt die Initiative den 20.\u2005September 2026 als Termin f\u00fcr den Volksentscheid an. Er w\u00fcrde dann zeitgleich mit der Berliner Abgeordnetenhauswahl durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/313911.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Der Kommerz stehe in Berlin \u00bb\u00fcber den Interessen der B\u00fcrger\u00ab, sagt eine der Aktivist*innen bei der Anh\u00f6rung. Der \u00f6ffentliche Raum werde zur \u00bbbilligen Werbesendung\u00ab. Als Beispiel zeigt sie Bilder von Dutzenden hintereinander aufgereihten flimmernden Werbetafeln an der Tauentzienstra\u00dfe in Charlottenburg. Zu sehen sind auch Bilder von BVG-Stra\u00dfenbahnen, deren gelbe Farbe durch eine <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195211.jugendoffizier-der-bundeswehr-die-ostfront-und-ein-gymnasium-in-freiburg.html?sstr=bundeswehr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeswehr<\/a>-Werbung an der Au\u00dfenfl\u00e4che kaum zu erkennen ist.<\/p>\n<p>Eine weitere Aktivistin der Initiative spricht \u00fcber den Einfluss von Werbung auf die Meinungsbildung. \u00bbWer bestimmt eigentlich, womit Werbemonitore bespielt werden?\u00ab, fragt sie. Die Auswahl liege nicht beim Staat. Stattdessen gebe es zwei marktbeherrschende Unternehmen: Str\u00f6er und Wall.<\/p>\n<p>Die Aktivistin verweist zudem auf eine Studie zum Thema Verkehrssicherheit. Demnach ziehe digitale Werbung im \u00f6ffentlichen Raum durchschnittlich 2,38\u2005Sekunden Aufmerksamkeit von Verkehrsteilnehmer*innen auf sich. Digitale Werbung will die Initiative im \u00f6ffentlichen Raum g\u00e4nzlich verbieten. Als Argument zieht sie Lichtverschmutzung sowie den hohen Energieverbrauch heran. Demnach verbrauche eine kleine digitale Werbeanlage mit zwei Bildschirmen 15\u2009000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Die Zahlen habe <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193116.initiative-berlin-werbefrei-volksbegehren-in-berlin-die-stadt-als-werbeflaeche.html?sstr=werbefrei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbBerlin werbefrei\u00ab<\/a> von der Werbewirtschaft, wie Fadi El-Ghazi von der Initiative zu \u00bbnd\u00ab sagt. Dieser Stromverbrauch entspreche dem j\u00e4hrlichen Verbrauch von 100\u2005K\u00fchlschr\u00e4nken oder von zehn Single-Haushalten. Am Frankfurter Tor in Friedrichshain stehen f\u00fcnf solcher Anlagen, allein dort also quasi 500\u2005K\u00fchlschr\u00e4nke.<\/p>\n<p>Welchen Einfluss die Lichtverschmutzung auf Berliner*innen hat, veranschaulicht die Initiative am Fall einer Frau, die gegen\u00fcber vom Parkturm \u00bbWe Tower\u00ab in Spandau lebt. Von diesem strahle t\u00e4glich zwischen 6\u2005und\u200522 Uhr Licht von Digitalwerbung in ihre Wohnung. F\u00fcr Bausenator Christian Gaebler (SPD) handelt es sich hier um einen \u00bbEinzelfall\u00ab. Er betont die wirtschaftliche Bedeutung von Werbung und kritisiert die \u00bbAbsolutheit\u00ab des Gesetzesentwurfs, nach dem digitale Werbung ganz verboten w\u00e4re. \u00bbDas reicht dann bis ins Stadion\u00ab, sagt er. Dagegen lobten Gr\u00fcne und Linke den Gesetzentwurf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass sich hinter diesem Fahrzeug die BVG und nicht die Bundeswehr versteckt, l\u00e4sst sich kaum noch erkennen. 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